Delfin-Massengrab Nürnberger Delfinarium

Erneut ein totes Delfinenbaby - Weibchen "Anke" hatte Totgeburt in Harderwijk

Nürnberg, 31.10.2011 - Das Delfinweibchen "Anke", das anlässlich der Bauarbeiten für die Nürnberger Delfinlagune ins Delfinarium Harderwijk (Nierderlande) transferiert wurde, hat dort am 15. Oktober ein totes Jungtier zur Welt gebracht. Die Ursache ist unklar. Dies ist die zweite Totgeburt von "Anke", die bereits 2006 ein Junges verlor.

In einer Pressemitteilung des Tiergartens heißt es, dass es Fachleuten trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen sei, herauszufinden, weshalb es zu der Totgeburt kam.

"Anke" war, nach Darstellung des Tiergartens, im Oktober 2008 zusammen mit den beiden anderen Delphinweibchen "Nynke" und "Naomi" anbgeblich auf "Hochzeitsreise" in die Niederlande geschickt worden. Der Hintergund für den aufwendigen Delfin-Transport dürfte aber wohl eher in den Baumaßnahmen für die jezt fertiggestellte Delfin-Lagune und der extremen Enge der alten Anlage des Tiergartens zu finden sein.

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Schon wieder Nürnberger Delfinbaby gestorben

Nürnberg, 02.10.2010 | Quelle: Nürnberger Nachrichten - Ein weiteres Delfinbaby aus dem Delfinarium Nürnberg ist am Tag seiner Geburt gestorben: Der Delfin Naomi hat nach Mitteilung des Delfinariums im niederländischen Harderwijk, wo drei Nürnberger Tiere derzeit "geparkt" sind, ein Junges zur Welt gebracht, das noch am selben Tag starb.

 

Bis zur Fertigstellung der im Bau befindlichen Delfinlagune hat der Tiergarten Nürnberg die Delfine Anke, Nynke und Naomi nach Holland ausgelagert. Im März war bereits ein Junges von Anke gestorben. Im August hatte Nynke ein Baby zur Welt gebracht (Kai), dem es bis heute gut geht, wie die niederländischen Verantwortlichen mitteilen.

Am Montag, 27. September, gegen 10 Uhr entdeckten Taucher, dass Naomi gerade ein Junges gebiert. Unmittelbar nach der Geburt, so der Zoo, sei offenbar etwas schiefgelaufen. Naomi kümmerte sich nicht um ihr Junges. Das Personal trennte Mutter und Baby und unterstützte das Jungtier einige Stunden beim Schwimmen.

Atmung ging plötzlich schneller
Gegen 15 Uhr ging die Atmung des Jungen plötzlich schneller, wenig später war es tot. Die Stimmung unter den Betreuern sei im Keller, heißt es auf der Website des Delfinariums in Harderwijk. Der Nürnberger Tiergarten-Direktor Dag Encke bedauert den Tod des Jungtiers. Laut dem vorläufigen pathologischen Bericht aus Holland ist das Jungtier wahrscheinlich an Verletzungen durch einen Angriff der Mutter gestorben, so Encke. Eine weitere Untersuchung folgt. Naomi habe sich gleich nach der Geburt aggressiv verhalten und das Jungtier angegriffen. Ob sie womöglich erkannte, dass es vielleicht schon krank war, ist nicht klar.

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Delfin Eva mit 40 Jahren gestorben

Nürnberg, 23.07.09 - Schon wieder eine traurige Nachricht aus dem Nürnberger Zoo: "Eva", das älteste Delfinweibchen des Delfinariums, ist verendet.

Die 40-jährige "Eva", die schon seit 1982 im Delfinarium lebte, wurde plötzlich tot aufgefunden. Die Delfin-Dame starb wohl an einer Gehirnentzündung, wie die Tiergartenleitung nach einer Untersuchung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte.

"Eva" soll bereits seit mehreren Monaten an einer altersbedingten Schwäche gelitten und vor zwei Wochen einen körperlichen Zusammenbruch erlitten haben. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Tod des Seelöwen Mike, der einen Tag zuvor verendet war, und "Eva" besteht ist unklar. Als mögliche Ursache kommt auch erhöhter Stress durch die Bauarbeiten an der "Delfin-Lagune" in Frage. Im September 2008 hatte die Tiergartenleitung bereits vorsorglich drei jüngere Delfine, "Anke", "Nynke" und "Naomi" in das Delfinarium Harderwijk in den Niederlanden transferiert. Nach der Schließung des Delfinariums im Heide-Park Soltau kamen jedoch wieder zwei weitere Delfine nach Nürnberg.

"Eva" wurde in der Karibik gefangen und kam über Stationen in Mexiko und Curacao 1982 nach Nürnberg. Sie hat im Delfinarium für reichlich Nachwuchs gesorgt und brachte die drei männlichen Delfine "Nemo", "Nando" und "Noah" sowie das weibliche Jungtier "Naomi" zur Welt, hatte allerdings auch drei Früh- oder Fehlgeburten. Iim November 1993 zog sie sich durch einen nicht vollständig geöffneten Schieber eine schwere Verletzung an ihrer Rückenfinne zu und stand schon vor Jahren wegen mehrfachen Atemstillstands unter Beobachtung. Mit 40 Jahren erreichte "Eva" ein Alter, das nur höchst selten von in Gefangenschaft gehaltenen Delfinen erreicht wird.

Damit hat der Nürnberger Tiergarten mindestens 35 verstorbene Delfine seit Bestehen des Delfinariums zu verzeichnen und macht seinem Namen als "Delfin-Massengrab" leider weiter Ehre.

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Nürnberg: Zwei tote Delfinbabys in 14 Tagen!!!

27.06.2007 - Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 27. Juni ist im Nürnberger Delfinarium erneut ein Delfinbaby ums Leben gekommen. Das Jungtier soll nur eine Stunde nach seiner Geburt in der Nacht zum Dienstag gestorben sein.

 

Als Ursache wird die Unerfahrenheit der Delfinmutter "Jenny" genannt und mit der abstrusen und wissenschaftlich unhaltbaren Erklärung argumentiert, dass Erstgebärende erfahrungsgemäß nicht in der Lage seien, ihr Kalb auf Anhieb zu versorgen. "Wenn dem so wäre, dann wären sämtliche Delfinarten als offensichtliche evolutionäre Sackgasse schon vor Millionen Jahren ausselektiert worden", kommentiert die GRD diesen hilflosen Erklärungsversuch der angeblichen "Delfinspezialisten" aus Nürnberg. Zusätzlich wurde, so das Delfinarium, bei dem Baby eine Muskeldegeneration festgestellt, die ebenfalls zum schnellen Tod beigetragen habe.

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Schon wieder ein totes Delfinbaby

12.06.2007 - Nur vier Tage alt wurde diesmal ein im Nürnberger Delfinarium geborenes Delfinbaby. Der kleine Tümmler starb am Sonntag (09.06.07), wie der Tiergarten mitteilte. "Das Nürnberger Delfinarium ist eine grausame Delfin-Tötungsmaschine, ein Guantanamo für Delfine", kommentiert die GRD den Tod des kleinen Tümmlers. Seit 1973 sollen im Nürnberger Zoo inklusive des namenlosen Tieres mindestens 32 Delfine frühzeitig gestorben sein.

 

Nach Angaben der Tierparkleitung hatte der kleine Delfin nicht genügend getrunken. Doch statt einzugreifen, blieben die Verantwortlichen zu lange tatenlos und überließen das verhungernde Tier seinem Schicksal. Es wurde ein extrem niedriger Blutzuckerspiegel festgestellt, die genaue Todesursache ist bislang unklar.

Alle in den vergangenen drei Jahren in Nürnberg geborenen Delfine starben innerhalb der ersten Woche. Doch statt ihr sinnloses Tun endlich einzustellen, will man jetzt die Ursachen für die vielen Todefälle gründlich untersuchen. Dabei sind diese offensichtlich: die völlig ungenügenden und tierquälersichen Haltungsbedingungen im Delfinarium Nürnberg. Eine artgerechte Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist aus Expertensicht nicht möglich.

Dennoch meint Lorenzo von Fersen, Tierarzt im Nürnberger Tiergarten, in einem Statement gegenüber dem Donaukurier v. 22.06.07: "Wir hatten einfach in der letzten Zeit eine große Pechsträhne. Aber ich kann garantieren, dass es allen acht Delfinen, die bei uns leben, prima geht.".

Letztendlich geht es im Nürnberger Tiergarten um Geld, Jobs und Karrieren und NICHT um Delfine. Einen "vernünftigen" Grund für die Haltung von Großen Tümmlern, z.B. Auffrischung bedrohter Wildpopulation durch Gefangenschaftszuchten, gibt es nicht. Dennoch bleibt der Tiergarten Nürnberg unbeirrt auf seinem mit Delfinleichen gepflasterten Weg: Ein weiteres Delfinweibchen ist zurzeit schwanger, die Geburt wird in den nächsten Wochen erwartet. "Die nächsten Todesfälle sind vorprogrammiert", ist sich die GRD sicher.

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Neues Delfin-Drama in Nürnberg: Neunter Todesfall in acht Jahren

25.07.2006 - Quelle: tz-online - Es ist ein Drama ohne Beispiel: Im Nürnberger Tiergarten ist innerhalb von zwei Monaten der vierte Delfin gestorben! Diesmal traf es das Kalb von Nynke (23), das bei einem Kampf der Mutter mit dem Delfinweibchen Anke ums Leben kam. Seit gut einem Jahr grassiert im der Nürnberger Tiergarten eine rätselhafte Todesserie unter den Meeressäugern für die Tiergarten-Chef Dag Encke (40) keinerlei Erklärung parat hat.

Erst vor einem Monat erschütterte ein Flipper-Drama die Stadt: Delfin-Weibchen Daisy (35) überlebte die Tot-Geburt ihres Jungen nicht.

Danach musste Encke einräumen: Von 13 Aufzuchten seit 1971 glückten nur fünf. "Das liegt aber immer noch im statistischen Normbereich. Auch in freier Natur überlebt nur jedes zweite Delfin-Baby die Geburt", verteidigte sich der Zoo-Chef. Weil es aber immer andere Todesursachen waren, wisse man nicht, was man verbessern solle.

Nach Meinung von Enke seien die Todesfälle in seinem Delfinarium kein Beleg für nicht artgerechte Haltung:

- 1998 verunglückte ein Kalb tödlich an der Beckenwand, seine Mutter verkraftete die Aufregung nicht;

- 2004 kümmerte sich ein Delfin nicht um sein Junges, die Handaufzucht misslang;

- 2005 bekam ein Kalb Wasser in die Lunge und verendete;

- im Mai 2006 atmete ein Neugeborenes nicht und starb;

- im Juni starb ein Junges noch im Mutterleib an einer Infektion und zerriss bei der Geburt die Gebärmutter;

- am 22. Juli die nächste Geburt; doch die Mutter nahm ihr Baby nicht an und verletzte es bei einem Kampf tödlich

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Nürnberg: Delfinmutter stirbt bei Frühgeburt

Die Fragwürdigkeit der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft macht der tragische Tod des Delfinweibchens DAISY im Zoo Nürnberg deutlich - einer von vielen in der langen Liste toter Nürnberger Delfine..

 

Aus der Pressemitteilung des Tiergartens der Stadt Nürnberg:
Am 19.06.2006 musste der Tiergarten Nürnberg einen weiteren herben Schlag im Delfinarium hinnehmen. Das Delphin-Weibchen DAISY, das vom Heidepark Soltau (einziger Vergnügungspark in Deutschland, in dem noch Delfine für Showzwecke gehalten werden; Anm. GRD) in Nürnberg eingestellt wurde, um hier ihr Junges zu gebären, musste heute wegen einer Gebärmutterruptur eingeschläfert werden. Das Kalb war zur Zeit der letzten Ultraschalluntersuchung noch lebendig.

Regelmäßige Wehen und die Öffnung des Genitalschlitzes deuteten auf einen normalen Geburtsvorgang hin, jedoch war die Geburt nach 10 Stunden nicht weit genug fortgeschritten. Die Leitung des Tiergartens entschied sich, DAISY, die sich nicht mehr wie früher freiwillig der Ultraschalluntersuchung unterzog, aus dem Wasser zu heben und zu untersuchen. Vorsichtshalber wurden bereits alle Vorbereitungen getroffen, das Kalb durch Geburtshilfe zu holen. Der Ultraschall zeigte, dass das Kalb in der Nacht verstorben war.

Während der Geburtshilfe für das tote Kalb stellte sich heraus, dass die Gebärmutter der Mutter während des Geburtsvorgangs zerrissen war. Das Tier hatte keine Überlebenschance und wurde in der Narkose eingeschläfert.

Das Kalb lag zwar richtig herum mit der Fluke (Schwanzflosse) im Geburtskanal. Jedoch hatte sich eine U-förmige Fehlstellung des Kopfes eingestellt, so dass dieser wie ein gebogener Haken das Herauspressen des Kalbes verhinderte.

DAISY war 35 Jahre alt und hatte ihr früheres Jungtier SUNNY problemlos großgezogen. Beide zusammen kamen am 11.09.05 von Soltau nach Nürnberg. SUNNY lebt im Delfinarium I in der Nürnberger Gruppe, in die sie gut integriert wurde.
Dr. Dag Encke, Leitender Direktor, Tiergarten der Stadt Nürnberg

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