Delfin-Massengrab Nürnberger Delfinarium

Delfin Eva mit 40 Jahren gestorben

Nürnberg, 23.07.09 | Quellen: Nürnberger Nachrichten/WDSF/pnp.de - Schon wieder eine traurige Nachricht aus dem Tiergarten: "Eva", das älteste der Nürnberger Delfinweibchen, ist gestorben.

 

Die 40-jährige "Eva", die schon seit 1982 im Delfinarium am Schmausenbuck lebte, wurde plötzlich tot aufgefunden. Die Delfin-Dame starb offenbar an einer Gehirnentzündung. Dies teilte der Tiergarten nach einer Untersuchung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Sie soll bereits seit mehreren Monaten an einer altersbedingten Schwäche gelitten und vor zwei Wochen einen körperlichen Zusammenbruch erlitten haben. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Tod des Seelöwen Mike, der einen Tag zuvor verendet war, und "Eva" besteht - beide lebten im Delfinarium - ist unklar. Als mögliche Ursache kommt auch durch die mit den Bauarbeiten an der sogenannten "Delfin-Lagune" verbundener, erhöhter Stress bei den Tieren in Frage. Im September 2008 hatte die Tiergartenleitung bereits vorsorglich drei jüngere Delfine, "Anke", "Nynke" und "Naomi" in das Freiluftgehe des Delfinariums Harderwijk in Holland transferiert. Nach der Schließung des Delfinariums im Heide-Park Soltau kamen jedoch wieder zwei weitere Delfine nach Nürnberg.

"Eva" wurde in der Karibik gefangen und kam über Stationen in Mexiko und Curacao 1982 nach Nürnberg. Sie war vierfache Mutter und brachte die drei männlichen Delfine "Nemo", "Nando" und "Noah" sowie das weibliche Jungtier "Naomi" zur Welt, die alle im Tiergarten aufwuchsen. Allerdings hatts "Eva" auch drei Früh- oder Fehlgeburten, außerdem zog sie sich im November 1993 durch einen Schieber eine schwere Verletzung an ihrer Rückenfinne zu und stand schon vor Jahren wegen mehrfachen Atemstillstands unter Beobachtung. Mit 40 Jahren erreichte sie ein Alter, das nur höchst selten von in Gefangenschaft gehaltenen Delfinen erreicht wird.

Damit hat der Nürnberger Tiergarten mindestens 35 verstorbene Delfine seit Bestehen des Delfinariums zu verzeichnen.

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Nürnberg | Stadt des Tierleids | Kulturausschuss beschließt Ausbau der tierquälerischen Delfinhaltung

Nürnberg | 26.10.07 - Wie nicht anders zu erwarten war, hat der Kulturausschuss der Stadt Nürnberg mit der Mehrheit der CSU- und SPD-Stadtratsfraktionen dem geplanten Ausbau des Nürnberger Delfinariums zur so genannten "Delfin Lagune" zugestimmt. Tier- und Naturschutzorganisationen verurteilen diese Entscheidung und verpassten der Stadt kurzerhand den wenig schmeichelhaften Titel "Stadt des Tierleids". Die Tierqual im "Delfin-Massengrab Nürnberg" geht also ungehindert weiter.

 

Die Walschutzorganisation WDSF bezweifelt die Rechtmäßigkeit des Beschlusses und erwägt dagegen zu klagen. So sei die Betreiberpflicht nach Art. 3 Richtlinie 1999-22-EG des Rates der Europäischen Kommission über die Haltung von Wildtieren in Zoos, die im Bayerischen Naturschutzgesetz verankerert ist. Die WDSF bezweifelt daher die Zulässigkeit einer Genehmigung für den Ausbau der Delfin-Lagune.

Im Nürnberger Zoo soll das jetzige Delfinarium für sage und schreibe 24 Mio. € zu einer "Delfin-Lagune" für 8 zum Sterben verurteile, gefangene Delfine ausgebaut werden - ungeachtet der beeindruckenden Todesserie im Nürnberger "Delin-Massengrab": Seit 1973 sollen hier mindestens 32 Große Tümmler frühzeitig gestorben sein.

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Nürnberg: Zwei tote Delfinbabys in 14 Tagen!!!

27.06.2007 - Quelle: Süddeutsche Zeitung - Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 27. Juni ist im Nürnberger Delfinarium erneut ein Delfinbaby ums Leben gekommen. Das Jungtier soll nur eine Stunde nach seiner Geburt in der Nacht zum Dienstag gestorben sein.

 

Als Ursache wird die Unerfahrenheit der Delfinmutter "Jenny" genannt und mit der abstrusen und wissenschaftlich unhaltbaren Erklärung argumentiert, dass Erstgebärende erfahrungsgemäß nicht in der Lage seien, ihr Kalb auf Anhieb zu versorgen. "Wenn dem so wäre, dann wären sämtliche Delfinarten als offensichtliche evolutionäre Sackgasse schon vor Millionen Jahren ausselektiert worden", kommentiert die GRD diesen hilflosen Erklärungsversuch der angeblichen "Delfinspezialisten" aus Nürnberg. Zusätzlich wurde, so das Delfinarium, bei dem Baby eine Muskeldegeneration festgestellt, die ebenfalls zum schnellen Tod beigetragen habe.

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Schon wieder ein totes Delfinbaby

12.06.2007 - Quelle: ddp-bay|GRD|Donaukurier - Nur vier Tage alt wurde diesmal ein im Nürnberger Delfinarium geborenes Delfinbaby. Der kleine Tümmler starb am Sonntag (09.06.07), wie der Tiergarten mitteilte. "Das Nürnberger Delfinarium ist eine grausame Delfin-Tötungsmaschine, ein Guantanamo für Delfine", kommentiert die GRD den Tod des kleinen Tümmlers. Seit 1973 sollen im Nürnberger Zoo inklusive des namenlosen Tieres mindestens 32 Delfine frühzeitig gestorben sein.

 

Nach Angaben der Tierparkleitung hatte der kleine Delfin nicht genügend getrunken. Doch statt einzugreifen, blieben die Verantwortlichen zu lange tatenlos und überließen das verhungernde Tier seinem Schicksal. Es wurde ein extrem niedriger Blutzuckerspiegel festgestellt, die genaue Todesursache ist bislang unklar.

Alle in den vergangenen drei Jahren in Nürnberg geborenen Delfine starben innerhalb der ersten Woche. Doch statt ihr sinnloses Tun endlich einzustellen, will man jetzt die Ursachen für die vielen Todefälle gründlich untersuchen. Dabei sind diese offensichtlich: die völlig ungenügenden und tierquälersichen Haltungsbedingungen im Delfinarium Nürnberg. Eine artgerechte Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist aus Expertensicht nicht möglich.

Dennoch meint Lorenzo von Fersen, Tierarzt im Nürnberger Tiergarten, in einem Statement gegenüber dem Donaukurier v. 22.06.07: "Wir hatten einfach in der letzten Zeit eine große Pechsträhne. Aber ich kann garantieren, dass es allen acht Delfinen, die bei uns leben, prima geht." Wenn es den Nürnberger Delfinen tatsächlich so hervorragend gut geht, dann besteht eigentlich keine Notwendigkeit, weiterhin so vehement an den mittlerweile auf ein nicht mehr finanzierbares Investitionsvolumen von 24 Mio. € angewachsenen Plänen für den Bau der so genannte "Lagune" festzuhalten. In diesem 60 Meter langen, 30 Meter breiten und bis zu sieben Meter tiefen Becken sollen sich die Delfine dann "frei" bewegen können. Folgt man der Logik von Fersen’s, kann die "Lagune" aber nur eine Verschlechterung der Ist-Situation sein.

Letztendlich geht es im Nürnberger Tiergarten um Geld, Jobs und Karrieren und NICHT um Delfine. Einen "vernünftigen" Grund für die Haltung von Großen Tümmlern, z.B. Auffrischung bedrohter Wildpopulation durch Gefangenschaftszuchten, gibt es nicht. Dennoch bleibt der Tiergarten Nürnberg unbeirrt auf seinem mit Delfinleichen gepflasterten Weg: Ein weiteres Delfinweibchen ist zurzeit schwanger, die Geburt wird in den nächsten Wochen erwartet. "Die nächsten Todesfälle sind vorprogrammiert", ist sich die GRD sicher.

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Neues Delfin-Drama in Nürnberg: Neunter Todesfall in acht Jahren

25.07.2006 - Quelle: tz-online - Es ist ein Drama ohne Beispiel: Im Nürnberger Tiergarten ist innerhalb von zwei Monaten der vierte Delfin gestorben! Diesmal traf es das Kalb von Nynke (23), das bei einem Kampf der Mutter mit dem Delfinweibchen Anke ums Leben kam. Seit gut einem Jahr grassiert im der Nürnberger Tiergarten eine rätselhafte Todesserie unter den Meeressäugern für die Tiergarten-Chef Dag Encke (40) keinerlei Erklärung parat hat.

 

Erst vor einem Monat erschütterte ein Flipper-Drama die Stadt: Delfin-Weibchen Daisy (35) überlebte die Tot-Geburt ihres Jungen nicht.

Danach musste Encke einräumen: Von 13 Aufzuchten seit 1971 glückten nur fünf. "Das liegt aber immer noch im statistischen Normbereich. Auch in freier Natur überlebt nur jedes zweite Delfin-Baby die Geburt", verteidigte sich der Zoo-Chef. Weil es aber immer andere Todesursachen waren, wisse man nicht, was man verbessern solle.

Nach Meinung von Enke seien die Todesfälle in seinem Delfinarium kein Beleg für nicht artgerechte Haltung:

- 1998 verunglückte ein Kalb tödlich an der Beckenwand, seine Mutter verkraftete die Aufregung nicht;

- 2004 kümmerte sich ein Delfin nicht um sein Junges, die Handaufzucht misslang;

- 2005 bekam ein Kalb Wasser in die Lunge und verendete;

- im Mai 2006 atmete ein Neugeborenes nicht und starb;

- im Juni starb ein Junges noch im Mutterleib an einer Infektion und zerriss bei der Geburt die Gebärmutter;

- am 22. Juli die nächste Geburt; doch die Mutter nahm ihr Baby nicht an und verletzte es bei einem Kampf tödlich

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Nürnberg: Delfinmutter stirbt bei Frühgeburt

Die Fragwürdigkeit der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft macht der tragische Tod des Delfinweibchens DAISY im Zoo Nürnberg deutlich - einer von vielen in der langen Liste toter Nürnberger Delfine..

 

Aus der Pressemitteilung des Tiergartens der Stadt Nürnberg:
Am 19.06.2006 musste der Tiergarten Nürnberg einen weiteren herben Schlag im Delfinarium hinnehmen. Das Delphin-Weibchen DAISY, das vom Heidepark Soltau (einziger Vergnügungspark in Deutschland, in dem noch Delfine für Showzwecke gehalten werden; Anm. GRD) in Nürnberg eingestellt wurde, um hier ihr Junges zu gebären, musste heute wegen einer Gebärmutterruptur eingeschläfert werden. Das Kalb war zur Zeit der letzten Ultraschalluntersuchung noch lebendig.

Regelmäßige Wehen und die Öffnung des Genitalschlitzes deuteten auf einen normalen Geburtsvorgang hin, jedoch war die Geburt nach 10 Stunden nicht weit genug fortgeschritten. Die Leitung des Tiergartens entschied sich, DAISY, die sich nicht mehr wie früher freiwillig der Ultraschalluntersuchung unterzog, aus dem Wasser zu heben und zu untersuchen. Vorsichtshalber wurden bereits alle Vorbereitungen getroffen, das Kalb durch Geburtshilfe zu holen. Der Ultraschall zeigte, dass das Kalb in der Nacht verstorben war.

Während der Geburtshilfe für das tote Kalb stellte sich heraus, dass die Gebärmutter der Mutter während des Geburtsvorgangs zerrissen war. Das Tier hatte keine Überlebenschance und wurde in der Narkose eingeschläfert.

Das Kalb lag zwar richtig herum mit der Fluke (Schwanzflosse) im Geburtskanal. Jedoch hatte sich eine U-förmige Fehlstellung des Kopfes eingestellt, so dass dieser wie ein gebogener Haken das Herauspressen des Kalbes verhinderte.

DAISY war 35 Jahre alt und hatte ihr früheres Jungtier SUNNY problemlos großgezogen. Beide zusammen kamen am 11.09.05 von Soltau nach Nürnberg. SUNNY lebt im Delfinarium I in der Nürnberger Gruppe, in die sie gut integriert wurde.
Dr. Dag Encke, Leitender Direktor, Tiergarten der Stadt Nürnberg

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