Dezember 2009 - Im Vorfeld wurden im Grünbuch der Kommission einige Grundsätze vorgestellt, die eine ökosystemverträgliche Fischerei als Ziel der EU aufzeigen. Bisherige Erfahrungen mit der Politik der EU haben gezeigt, dass die EU in anderen Vorhaben von den proklamierten Zielen bedingt durch entsprechendes Lobbying nach und nach abgerückt ist. Nach vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Situation in den Ökosystemen der Meere jedoch mehr als dramatisch: Überfischung, Artenschwund, großflächige Zerstörung von Lebensräumen sind der Normalzustand geworden. Die bisherige GFP hat in europäischen und außereuropäischen Gewässern daran einen erheblichen Anteil. Daher muss jetzt nach Auffassung von GRD, GSM und NABU ein „großer Wurf“ gelingen!
Die Verbände zeigen in ihrer Stellungnahme Details auf, die in die GFP eingehen müssen, um zu gewährleisten, dass sich Fischbestände, Lebensräume und bedrohte Arten erholen können.
Insbesondere ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Grundlagen dafür gelegt werden, Beifänge von Meeressäugetieren, Seevögeln, Schildkröten und Haien wirkungsvoll zu unterbinden. Erprobte technische Lösungen liegen hierzu vor, scheitern jedoch meist an der Akzeptanz bei den Fischern, am erbitterten Widerstand von Fischerei-Lobbyisten oder aus finanziellen Gründen.
Stellungnahme von GRD, NABU SH und GSM ![]()
Weiterführende Links:
- Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik: Die Zukunft der Fischerei liegt in unseren Händen
- Die Gemeinsame Fischereipolitik
- Der Fischereisektor in der Europäischen Union
- Schwebenetze: Die EU und ihre Scheinheiligkeit beim Schutz der Meeresfauna