Überfischung der US-Gewässer ist nicht zu stoppen

25.06.07 | Quellen: Reuters|planetark.com - Auch im vergangen Jahr führte Überfischung in US-Gewässern zu einem Rückgang der Fischpopulationen. Zu diesem Ergebnis kommt der im Juni veröffentliche Fischereireport "2006 Report of Status of US Fisheries" der Nationalen Wetter- und Ozeanbehörde (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA). So musste die Liste der besonders stark dezimierten Populationen um einige Monkfisch (Himmelsgucker)-, Schrimp- und Haiarten erweitert werden. Und andere Arten wie Seezunge, Rochen und ostpazifische Gelbflossenthune werden weiterhin in zu großer Zahl gefischt.

Die Zahl der ausgeschöpften Bestände stieg auf 47 im Vergleich zu 43 in 2005, die Zahl der überfischten Bestände stieg auf 48, während es im Vorjahr noch 45 waren. "Das 2006er Ergebnis ist uneinheitlich. Einige Bestände haben sich stabilisiert, während andere zurückgegangen sind. Wir müssen die Überfischung bekämpfen und eine ganze Reihe Fischbestände wieder aufbauen", erklärt William Hogarth von der NOAA.

Umweltgruppen wie der National Environmental Trust (NET) kritisieren das Versagen der regionalen Fischereiabkommen und fehlende strikte Fischereibeschränkungen seitens der NOAA. "Der Kongress hat erst jüngst ein Gesetz verabschiedet, das die Überfischung beenden soll, aber wir brauchen jetzt harte Regeln, damit es auch umgesetzt wird", fordert Matt Rand vom NET.

"Die NOAA muss jährliche Fangquoten festsetzen und überwachen. Die im Augenblick von der NOAA entwickelten Ansätze sind zwar positiv, wenn die Fischereimanager aber weiterhin die NOAA-Empfehlungen ignorieren, wird es keine Ende der Überfischung geben", so Matt Rand.

Das vom Kongress im vergangenen Jahr verabschiedete Gesetz verlangt eine Anpassung der Fischereimanagementpläne, um ein Ende der Überfischung in US-Gewässern bis 2010 herbeizuführen.

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