Es gibt nur noch knapp 7400 Tiere dieser nur etwa 1,20 m langen Delfine, die meisten vor der Südinsel Neuseelands. Bereits 1988 wurde hier angesichts der stetigen Abnahme dieser Population ein Meeresschutzgebiet vor der Banks Peninsula eingerichtet. Einige wenige Tiere leben auch vor der Nordinsel Neuseelands. Aufgrund genetischer Unterschiede gelten sie als eigene Unterart. Ihr Bestand wurde 2006 auf nur noch 111 Tiere geschätzt. Diese Unterart gilt als die seltenste der Delfinfamilie.
Nach internationalen Kriterien gilt eine Art als bedroht, wenn eine Population unter 10.000 Individuen sinkt oder eine rasche Abnahme bei einer oder mehreren Subpopulationen zu beobachten ist.
Gerade ihre extrem küstennahe Lebensweise (fast alle Sichtungen erfolgen bis 10 km Entfernung zur Küste) macht sie besonders anfällig für menschliche Aktivitäten. Stellnetzfischerei, Speedboote und der Delfintourismus haben in dieser Zone die größte Intensität. Hectordelfine springen oft und schwimmen gerne auf langsam fahrende Boote zu. Häufige zu beobachtende Aktivitäten der meist kleinen Gruppen sind die verschiedensten akrobatischen Sprünge, Schlagen mit der Fluke auf die Wasseroberfläche oder die Jagd auf Sprotten und Meeräschen, die sie auf ihren etwa zweiminütigen Tauchgängen erbeuten. Hectordelfine gelten als sehr verspielt. Oft sieht man sie in der Brandung surfen oder mit den Flossen Seetang durchs Wasser bewegen.
Zum Schutz der nördlichen Unterart fordern die GRD und andere Naturschutzorganisationen die Einrichtung eines neuen Schutzgebietes vor der Nordinsel zwischen Kawhia und Kaipara Harbour. Dort ist bereits die kommerzielle Stellnetzfischerei verboten. Hobbyfischer dürfen nach wie vor dort fischen, obwohl auch ihre Netze Hektordelfine fangen.