Delfine bei Monkey Mia werden besser geschützt

Umweltminister von West-Australien greift hart durch

26.06.2006 - Quelle: Government of Western Australia - Die bei Touristen aus aller Welt sehr beliebten und unter dem daraus folgenden, durch zu viele Störungen verursachten touristischen Stress leidenden Großen Tümmler von Monkey Mia, sollen langfristig geschützt werden. Das entschied jetzt der Umweltminister von West-Australien, Mark McGowan, und reduzierte die Zahl der Lizenzen für kommerzielle Delfintourenanbieter auf eine.

"Forschungen von Dr. Lars Beijder von der Universität Murdoch haben gezeigt, dass Beobachtungsfahrten die Delfinpopulation von Monkey Mia wie auch die bei Red Cliff Bay lebenden Delfine negativ beeinflussen. Die Tiere meiden diese Gebiete, um den Booten nicht mehr zu begegnen. Zudem zeigte sich, dass die Reproduktionsrate der Populationen im Vergleich zu weniger stark frequentierten Delfingruppen gesunken ist.

Deshalb wird die neue Lizenz mit strengen Auflagen bezüglich de Dauer der Beobachtung verbunden sein. Außerdem wird ein Moratorium für Forschungsschiffe im Gebiet der Red Cliff Bay verhängt und es wird eine Evaluierung des gesamten privaten und kommerziellen Bootsverkehrs inklusive Fischereifahrzeuge stattfinden", erläutert Minister McGowan seine Pläne.

Die Tourismusindustrie von Monkey Mia basiert weitgehend auf Begegnungen mit den dortigen Delfinen und die Beschränkung auf eine Lizenz sei ein Opfer, das den langfristigen Erhalt der Region gewährleisten soll.

"Diese Entscheidung hat weit reichende Veränderungen zur Folge, aber wir müssen sicherstellen, dass dieser Schatz der Natur, die Delfine, den best möglichen Schutz bekommt. Wir wollen sicher stellen, dass auch zukünftige Generationen die Monkey Mia Delfine erleben können", so der Minister.

back to top back to top
Meeressäuger - Cetaceen