Hilfe für seltene Seeohren

Juli 2002 - Die nur vor der Küste von Kalifornien vorkommende weiße Abalone-Seeschnecke könnte die erste Meerestierart sein, die durch Überfischung ausgerottet wird.

Deshalb setzte die kalifornische Regierung jetzt die wegen ihres Fleisches und der in kräftigen Farben schimmernden Perlmuttschalen sehr beliebten bis zu 25cm großen Mollusken (Haliotis sorenseni) auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Die Nationale Fischereibehörde verweigerte dabei die Angabe der Lebensräume der letzten verbliebenen etwa 3000 Abalone-Exemplare, um zu verhindern, dass diese auch noch ausgeplündert werden.

Wissenschaftler des Abalone Restauration Consortium versuchen unterdes fieberhaft die normalerweise in Tiefen zwischen 20 und 60 Meter lebenden Seeohren nachzuzüchten. Kürzlich gelang es ihnen, sechs Abalones zur Produktion von 6 Millionen befruchteten Eiern zu bewegen. So hofft man, eines Tages in der Lage zu sein, etwa 10 000 kleine Seeschnecken jährlich auszuwildern.
Ulrich Karlowski

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Lebensraum Ozean