Mexiko: Delfine leiden in winzigem Hotel-Pool!

Zwei Delfine im kleinen Hotel-Pool im Gran Bahia Tulum in Mexiko.

"Das Grauen der Delfine"
Mexiko-Urlauber: Boykottieren Sie das Hotel Gran Bahia Principe Tulum!

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Delfine suchen Freunde!

Delfin spielt mit Kugelfisch. Foto: A. Ziltener/DWA

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Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) bittet Urlauber mit den Reisezielen Mallorca, Türkei, Mexiko, Teneriffa oder Dominikanische Republik nachdrücklich darum, auf den Besuch von Delfinarien und Aquaparks, in denen Delfine gehalten werden, zu verzichten und im Urlaub kein Tierleid zu unterstützen.

Delfine leiden unter den katastrophalen Bedingungen der Gefangenschaftshaltung
Delfinarien in diesen und in vielen anderen Ländern, dienen ausschließlich der kommerziellen Ausbeutung der Delfine, die unter katastrophalen Haltungsbedingungen leiden und auch sterben.

Etwa im Hotel Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in Mexiko. Dort leben sechs Große Tümmler in einem nur ca. 4 m tiefen und ca. 20 m im Durchmesser großen Becken. Für die Hotelgäste werden Schwimmprogramme angeboten.

 

 

 

Zwei Define im Pool im Hotel Gran Bahia Principe Tulum, Mexiko. Trostlos: Delfinpool im Hotel Gran Bahia Principe Tulum, Mexiko.
Foto: G.S.
Man kann die Delfine streicheln, sich durchs Becken ziehen lassen, Trainer spielen... Kinder werden laut Prospekt aufgefordert, die Tiere zu küssen! "Für die Delfine ist dies der pure Stress. Sie haben keine Rückzugsmöglichkeiten, müssen sieben Tage die Woche von früh bis spät zum Vergnügen der Hotelgäste bereit sein", erklärt der GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Ähnlich sieht es in Delfinarien der Türkei, der Dominikanischen Republik oder auf Mallorca und Teneriffa im dortigen "Loro Parque" aus.

Das Leid der Delfine bleibt den Urlaubern verborgen
Viele der in den Delfinarien oder Aquaparks gehaltenen Delfine stammen aus der freien Wildbahn. Manche wurden während der blutigen Massaker vor der japanischen Küste mitgefangen und für das Leben in Gefangenschaft aussortiert, während der Rest ihrer Familien vor ihren Augen geschächtet wurde. "Die meisten Delfinarien können nur existieren, weil sie ständig Nachschub aus Wildfängen erhalten und weil Urlauber, die die Nähe zu Tier und Natur suchen, aus Unwissen diese vermeintliche Attraktion besuchen. Das Leid der Delfine bleibt ihnen verborgen", sagt Ulrich Karlowski.

Nachhaltige Reiseangebote müssen tierschutzgerecht sein
Zahlreiche Reiseveranstalter haben sich zwar der Nachhaltigkeit verschrieben, z.B. bei der Reduzierung von Abfällen oder schonender Wassernutzung. Doch beim Thema Tiershows hat Gewinnmaximierung Vorrang. Obwohl z.B. die ehemalige REWE Touristik (jetzt DER-Touristik) Türkeireisenden Urlauber im Becken, ein Delfin springt aus dem Wasser.Delfinpool in der Türkei: Durch die künstliche Gefangenschaftssituation erhöht sich das Risiko von Bissen und Verletzungen.
Foto: A.Steffen
seit 2010 keine Ausflüge zu den Delfinarien an der Türkischen Riviera mehr anbietet und auch das "Horror-Delfinarium Manati-Park" in der Dominikanischen Republik aus dem Angebot genommen hat, können Urlauber noch Ausflüge zum Delfinarium "Dolphin Explorer" bei Punta Cana buchen, um dort an tierquälerischen Delfin-Schwimmprogrammen teilzunehmen.

Bereits 2015 forderte die GRD gemeinsam mit elf deutschen und internationalen Tier- und Artenschutzorganisationen von der deutschen Reisebranche, sich auf Kriterien für einen tierschutzgerechten Wildtier-Tourismus festzulegen. Geschehen ist seitdem nichts.

Die GRD rät, Wildtiere ausschließlich in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Und dies ausschließlich bei seriösen, umweltbewussten und nachhaltig operierenden Veranstaltern.
Pressemitteilung, 28. März 2017

 

Weitere Informationen:

⇒ Spaß für Urlauber – Qual für Tiere: Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf

⇒ Türkei: Das Land, wo die Delfine leiden

⇒ "Die Geschichte von Chaak" - Über den trostlosen Alltag in einem Delfinarium

⇒ Japanischer Delfin stirbt nach Ankunft in Südkorea

⇒ Helsinki-Deklaration für die Rechte von Walen und Delfinen | Declaration of Rights for Cetaceans: Whales and Dolphins

 

Trainer steht auf dem Kopf eines Delfins.

 

VITALI braucht Hilfe

Peru Patendelfin VITALI, dümpelt ruhig im Wasser, Kopf, Blasloch, Finne und sein linkes Auge sind sichtbar.

Vitali steckt voller Lebenskraft. Er hat keine Schwanzfluke, kommt aber dennoch zurecht - nicht zuletzt Dank seines Freundes Vitali-Pal.

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