Hainetze: Todesfallen für Delfine und Haie

In Hainetz ertrunkener Bullenhai - Ein im Hainetz ertrunkener Bleifarbener Delfin wird aus dem Netz geholt.

Bleifarbene Delfine in Südafrika:
Hainetze an den Stränden von KwaZulu-Natal töten die letzten ihrer Art!

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Ein Delfin wird auf einem Boot transportiert, es wird Wasser zur Kühlung über seinen Rücken gegossen, ein Mann beugt sich tief über den Kopf des Tieres und spricht beruhigend auf es ein.

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Delfinmassentourismus in Ägypten.Ich war bereits mehrere Male in Ägypten, auch in Hurghada, doch was wir jetzt erleben mussten, hat alles an Schlechtem übertroffen. Ich reiste Ende August bis Ende erste Septemberwoche nach Ägypten in das Hotel Jaz Aquamarine Resort in Hurghada (Früher Iberotel Aquamarine Resort).

Als wir ankamen, bekamen wir eine erste Infobroschüre, worauf vermerkt war, dass wir am nächsten Morgen zu einer Informationsveranstaltung kommen sollten.

Gesagt, getan. Am nächsten Morgen gingen wir zum Treffpunkt. Diese Veranstaltung entpuppte sich (es war auch wegen der vorherigen Reisen zu erwarten) als Verkaufsveranstaltung. Es wurden einige Ausflüge erläutert. Besonders wurde auf die Reisen "Luxor (1Tag)" mit Tal der Könige etc. und auf die so genannte Dolphin-House-Tour eingegangen.

Nun zur Schilderung der Dolphin-House-Tour:

Massenabfertigung der Touristen an der Anlegestelle.Treffpunkt war gegen 8 Uhr in der Lobby. Wir wurden mit einem Reisebus abgeholt, sammelten noch einige andere Leute ein und fuhren in Richtung El Gouna. Eine wohl neue künstlich angelegte Lagune nähe Hurghada. Fahrtzeit war etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde vom Hotel aus. Vor Ort angekommen, wurden wir in kleinere Gruppen (wie ich finde, ohne Sinn) aufgeteilt und in wiederum kleinere Busse verfrachtet.

Dann ging es zu einer Anlegestelle, wo erst einmal eine 1-stündige Lagunenrundfahrt stattfand (sehr langweilig, gab nichts zu sehen), bis wir dann schließlich wieder aussteigen durften und uns unterstellen konnten. Dann ging es wieder in kleine Busse, die uns zum Hafen brachten. Da dämmerte es uns schon. Der Reiseleiter sagte, es wären etwa 25-30 Personen auf einem Boot. Doch als wir ankamen, sah man viel mehr Leute, die verschiedene Boote bestiegen.

Auf dem Boot angekommen, die Plätze eingenommen, ging es auch direkt los. Uns wurde kurz gesagt, wo wir essen, trinken und Toiletten finden. Bis dahin alles recht okay, bis auf die Tatsache, dass wir im 5er- oder 6er-Pulk in Formationsflug das erste Riff ansteuerten.

Dort konnten wir das erste Mal Schnorcheln gehen. Ich fand es schon sehr prekär, da so viele Menschen im Wasser waren. Ich dachte mir nur, dass die Natur das hier nicht lange mitmachen wird, weil es auch keine Anweisungen gab, wie man sich zu verhalten hat. Es wurden uns lediglich 2 Bilder von giftigen Fischen gezeigt. DAS WARS!!!

Unglaubliches Unwissen: Tourguide versucht mit klappernden Löffeln Delfine anzulocken
Tourguide schwimmt mit Löffeln in der Hand hinter Delfinen. Weiterhin wurde uns gesagt, dass wenn der Gruppenführer Delphine sieht und das Kommando "Alibaba los" gibt (so hieß unsere Gruppe), wir uns sofort fertig machen sollen, um ins Wasser zu springen.

Er meinte noch, wenn er mit 2 Löffeln raschelt, würde es die Delphine anlocken. Hupen mit dem Schiff sollte den gleichen Effekt erzeugen. (Ich konnte das alles nicht verstehen. Ich finde, es ist mit logischem Menschenverstand zu erklären, dass wilde Tiere dann eher Angst bekommen und sich zurückziehen.)

Okay. Es ging weiter in unserem Pulk mit den anderen Schiffen. Schließlich fuhren wir dann Richtung Dolphin-House. Wir sahen auch recht schnell eine Gruppe Delphine.

Es wurde geschrien, geraschelt, gehupt, gepfiffen und einfach nur Krach gemacht
Und jetzt ging es los... Die Schiffe bewegten sich etwas auseinander und umkreisten die Gruppe Delphine. Es wurde geschrien, geraschelt, gehupt, gepfiffen und einfach nur Krach gemacht. Die Schiffe kamen immer näher zueinander. Immer wieder sah man, wie Menschen ins Wasser gescheucht wurden. Teilweise waren round about 150-200 Menschen im Wasser und jeder wollte die Tiere einmal anfassen.

Touristen schwimmen auf ruhende Delfine zu.Ich meine okay. Sie wussten es ja nicht besser. Jegliche Information über Delphine fand NICHT statt. Wenn man sich ein wenig auskennen würde (wovon ich eigentlich als Tourist ausgehe, der nicht jeden Tag im Wasser ist), weiß man, dass man die Tiere nicht anfassen darf. Sie können dadurch Hautkrankheiten bekommen.

Es ging so eine ganze Weile. Es war richtig schlimm, mit anzusehen, wie die Tiere gehetzt werden. Einfach grausam.

Wieder im Hotel angekommen, trafen wir den Reiseleiter beim Abendessen und schilderten unsere Erfahrungen. Er reagierte verständnisvoll (Ich denke aber, das war nur gespielt und er weiß ganz genau was dort getrieben wird).

Habe die Touristen gewarnt und die haben dann auch sofort wieder storniert
Ich hörte, wie er wieder versuchte, Leute von der Dolphin-House-Tour zu überzeugen. Ich dachte mir nur, dass kann nicht wahr sein und habe die Touristen gewarnt und die haben dann auch sofort wieder storniert.

Am Abend bin ich dann wieder zum Reiseleiter und wieder waren Gäste vor uns, die die besagte und so hoch gelobte Delphinhetzjagd "Dolphin-House" buchen sollten. Mir platzte der Kragen, als er sagte, es wäre alles ganz ruhig und maximal 25-30 Leute auf einem Boot, aber das Boot ja eigentlich für 50 Leute sei, aber sie es nicht voll besetzen, weil es für die Tiere sonst zu viel wird.

Ich habe ihn vor den Gästen (3 Familien, eine sollte grade buchen, 2 waren hinter uns) der Lüge bezichtigt und extra so laut gesprochen, dass es jeder hören konnte. Er entgegnete nur: Ja weißt Du, es sind ja noch andere Boote von FTI draußen. Ich sagte dazu nur, dass ich es grausam finde, dass teilweise ca. 150-200 Menschen im Wasser sind. Stell dir vor, du bist am Schlafen und 200 Leute kommen auf einmal rein und belästigen dich. Dann hättest du auch Angst.

Es sind dann noch einige Wortgefechte gefallen, die ich hier nicht weiter erörtern möchte, jedoch habe ich mich zurückgehalten, da Kinder im Hintergrund warteten. Ich wünschte ihm noch viel Spaß beim Verkauf weiterer Delphinjagden. Und er zeigte mir nur den Daumen und meinte: OKAY, mein Freund. Die ganze Situation habe ich dann auch noch zusätzlich vor Ort dem Hotelmanager geschildert. Er war auf meiner Seite und fand es auch nicht gut.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Schilderung helfen.
R.H., Bochum

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