Hainetze: Todesfallen für Delfine und Haie

In Hainetz ertrunkener Bullenhai - Ein im Hainetz ertrunkener Bleifarbener Delfin wird aus dem Netz geholt.

Bleifarbene Delfine in Südafrika:
Hainetze an den Stränden von KwaZulu-Natal töten die letzten ihrer Art!

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Ein Delfin wird auf einem Boot transportiert, es wird Wasser zur Kühlung über seinen Rücken gegossen, ein Mann beugt sich tief über den Kopf des Tieres und spricht beruhigend auf es ein.

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Ein Großer Tümmler zeigt beim Tail-Walking, dem rückwärts Gleiten auf der Schwanzflosse, seinen Bauch, im Hintergrund ist ein Absperrgitter zum offenen Meer zu erkennen.Wilde Delfine, die vor der Küste der südaustralischen Stadt Adelaide freiwillig das aus Delfinarien bekannte "Tail Walking" (rückwärts Gleiten auf der Schwanzflosse) - ein Verhalten, das in freier Natur nicht vorkommt - vollführen, stellten Wissenschaftler vor ein Rätsel. Dieses scheint nur gelöst.

Forscher fanden 2008 heraus, dass ein weiblicher Delfin der Gruppe, "Billie", als dreijährige Delfin-Waise in den 80er Jahren drei Wochen in einem Delfinarium verbrachte. "Billie" war in die Schleuse eines Jachthafens geraten und fand nicht mehr den Weg zurück ins Meer. Man brachte sie zur Behandlung einer Krankheit in ein Delfinarium, allerdings ohne sie dort zu trainieren. Bevor "Billie" wieder in die Freiheit entlassen wurde, markierte man ihre Rückenfinne mit einer "3", so dass sie leicht wiederzuerkennen war.

Sie lebte mit rund 30 anderen Delfinen überwiegend in der Port-River-Mündung, nur 15 Kilometer vom Stadtzentrum von Adelaide entfernt. Offensichtlich hat sich "Billie", die 2007 starb, das "auf der Schwanzflosse gehen" bei den in Gefangenschaft im Delfinarium lebenden Delfinen abgeschaut und dann wiederum ihren wild lebenden Artgenossen vorgeführt.

Ob sie damit angeben wollte, oder einfach Spaß an der ungewöhnlichen Bewegung gefunden hat oder ob ein anderer Grund dahinter steckt, dass sie sich den Trick nicht nur gemerkt, sondern auch den anderen Delfinen vorführte, wird sich wohl nicht feststellen lassen. Tatsache ist aber, dass sich mehrere Kolleginnen von "Billie" und mittlerweile auch deren Nachwuchs das "Tailwalking" angewöhnt haben. 

Die neuesten Anhänger des Modetanzes sind das Kalb "Tallula", das Delfinweibchen "Bianca" und deren Nachwuchs "Hope" und "Bubbles". Und so übt die Delfintruppe in der Port- River-Mündung bei Adelaide eifrig. "Bianca" hat die besten Tricks schon ziemlich raus und eifert der großen Tanz-Dame "Wave" nach. Die hatte ihr Handwerk von "Billie", der Urmutter des "Fluke-Dance" in freier Wildbahn, gelernt. Nur die Jungen albern noch reichlich rum, sind aber auch im Kommen.

Wissenschaftler werten diese Verhaltensentwicklung als Beispiel für kulturelles Verhalten – eine Vorgehens- oder Verhaltensweise, die von Generation zu Generation weitergereicht wird. Wenn dem so ist, dann kann man erwarten, dass sich das Flossenlaufen nicht nur weiter innerhalb der Gruppe von "Billie", sondern mit der Zeit auch bei anderen Gruppen der Population verbreiten wird.

Da das Flossenlaufen - so weit erkennbar - keine praktische Funktion hat und nur zum Spaß aufgeführt wird, kann man es beim Menschen mit Tanzen oder Turnen vergleichen, ein weiteres wichtiges Beispiel für die ähnlichen Verhaltensweisen zwischen Menschen und Delfinen.
U.Karlowski

Ein Charaktervoller braucht Hilfe

Zwei Große Tümmler schwimmen, von dem größeren Tier ist nur ein Teil der Finne sehen, davor hebt ein kleinerer gerade den Kopf aus dem Wasser.

Große Tümmler (Tursiops truncatus) kommen vor La Gomera am häufigsten vor. Die Kanaren-Population wird auf 300-400 Tiere geschätzt. Ihr Verhalten gegenüber Booten variiert von scheu bis neugierig, Jungtiere sind oft recht vorwitzig.

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