Dolphin-Saving Heroes

Boje Dolphin Protected Area. Foto: A. Ziltener/DWA

"GRD, ihr seid Delfinschutz-Helden! 1990 begann unser Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch und nur ein Jahr später wurde die GRD ins Leben gerufen. Seitdem kämpft sie mit uns Seite an Seite gegen das Delfintöten. Wir – und die Delfine – sind für immer dankbar für unsere gute Zusammenarbeit."
David Phillips, EII-Geschäftsführer, Leiter des EII-Kontrollprogramms für delfinsicheren Thunfisch/SAFE

MSC fördert Delfinsterben

Delfine gefangen im Ringwadennetz. Foto: Sam La Budde

Verbraucherwarnung vor Thunfisch aus Mexiko mit MSC-Fischlabel
Marine Stewardship Council (MSC) zertifiziert mit delfin-tödlichen Fangmethoden operierende Thun-Fischereien aus Mexiko als nachhaltig!

⇒ Lassen Sie sich nicht täuschen! Achten Sie auf SAFE

Im Fischernetz ertrunkener und von den Fischern verstümmelter Schweinswal auf Seziertisch (Kopf bis Rückenfinne, Flipper wurden abgetrennt)Über 100 zum Teil furchtbar zerstückelte Schweinswal-Kadaver wurden in den letzten drei Monaten an Strände der niederländischen Wattenmeerinseln Texel und Vlieland sowie in Nordholland angeschwemmt. "Etwa 30 Kadaver hatten eindeutig durch Messer verursachte Schnitte durch Haut und Speckschicht, einige waren teilweise skelettiert worden", berichtet ein Sprecher der GRD. 

GRD und Mitarbeiter des niederländischen Forschungszentrums IMARES vermuten, dass Fischer auf diese Weise ihre Beifänge vertuschen wollten. Zerstückelte Kadaver verschwinden schneller im Meer, werden von Krebsen schneller aufgefressen. Doch die grausame Rechnung ging nicht auf, Westwinde spülten zumindest einen Teil der toten Schweinswale an Land.

Rätselhaft bleibt, wer die Täter waren und welche Fischerei für diesen extrem hohen Meeressäugerbeifang verantwortlich ist
Netzabdrücke mit der Maschenweite 8 cm auf der Haut der Schweinswale deuten auf die Schollenfischerei hin. Allerdings spielt die Grundstellnetzfischerei auf Schollen vor der niederländischen Küste nach offiziellen Angaben nur eine untergeordnete Rolle. Weder niederländische Fischer noch offizielle Beobachter an Bord niederländischer Stellnetzkutter berichteten auffällig hohe Beifangzahlen. Dies spräche dafür, dass hier ausländische Fischer oder illegal operierende Piratenfischer am Werk waren.

Im Fischernetz ertrunkener und von den Fischern mit Messern verstümmelter Schweinswal liegt im SandVermutlich locken große Mengen von Heringen und Sprotten, die im Winter an die Küste wandern die Schweinswale an. "Es ist ein Skandal, dass generell keine Details zu Ausmaß und Verteilung der Fischerei erfasst und bekannt gegeben werden. Somit lassen sich die Verursacher dieses schrecklichen Desasters kaum feststellen. Die Erarbeitung von Schutzkonzepten und Ausweisung von Schutzgebieten für Meeressäugetiere wird so zur Makulatur", meint die GRD.

Bestimmungen der EU zum Schutz von Kleinwalen sind absolut unzureichend
Zwar müssen auch niederländische Kutter ab 12 m Länge sogenannte Pinger einsetzen, die Schweinswale von den todbringenden Netzen verscheuchen sollen, aber in der niederländischen Stellnetzfischerei gibt es lediglich 2 Kutter, die länger als 12 m sind. Die restlichen 80 Kutter sind kleiner. Hinzu kommt noch eine erhebliche Zahl von Nebenerwerbs- und Hobbyfischern. 

Brisant in diesem Zusammenhang ist auch, dass bis heute das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium abstreitet, dass Schollennetze überhaupt Schweinswal-Beifänge verursachen und das Stellen von Schollennetzen im Walschutzgebiet westlich von Sylt nach wie vor erlaubt ist!
GRD-Pressemitteilung, 12.03.2009
Fotos:
Von Fischern verstümmelter Schweinswal auf Seziertisch: Kees Camphuysen | ecomare
Abgeschnittene Schweinswal-Fluke: Christine Koersen

POVELIKI braucht Hilfe

Adria Patendelfin POVELIKI (ziemlich groß) in einer Gruppe mit 4 anderen Tümmlern, die eng zusammen fast auf gleicher Höhe schwimmen. POVELIKI ist der mit Abstand größte Delfin in der Gruppe und hat eine markante hell gefärbte Finnenspitze.

Poveliki (Riese), vierter von vorne, ist an seiner markanten Finne gut zu erkennen. Hier ist er u.a. mit Crta unterwegs.

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Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

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