Ein Vaquita Golf von Kalifornien.Vaquitas (Phocoena sinus), auch Hafenschweinswale genannt, gehören zur Familie der Schweinswale (Überfamilie Delfinartige). Aufgrund ihres geringen Verbreitungsgebietes im nördlichen Golf von Kalifornien (Mexiko) verbunden mit dem enorm hohen Nutzungsdruck in ihrem Lebensraum gelten sie als eine der am stärksten bedrohten Kleinwalarten der Welt. Die nur bis etwa 1,5 Meter groß werdenden Vaquitas gehören zu den kleinsten Delfinartigen.

Gibt es überhaupt noch eine Überlebenschance?
Im Mai 2016 teilte die mexikanische Regierung mit, dass der Bestand vor einem Jahr auf etwa 63 Individuen gesunken sei, darunter etwa 25 Weibchen. Damit hat sich die Population der kleinen Wale nach Angaben des WWF pro Jahr um 18,5 Prozent verringert. Wenn es keine effektiven Schutzmaßnahmen gibt, wird der Vaquita mit hoher Wahrscheinlichkeit bis 2018 ausgestorben sein.

Internationale Walfangkommission beschließt Schutzmaßnahmen – zu spät?
Gegen Ende der 66. Tagung der Vertragsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) im slowenischen Portorož wurden nunmehr Schutzmaßnahmen für die stark bedrohten Kleinwale beschlossen. Doch ob dies das Aussterben der Mini-Wale wird verhindern können, erscheint fraglich. Denn ein Bestand von mindestens 100 Tieren wäre nötig, damit die Art sich erholen kann und eine Überlebenschance hat.

Eine am 27. Oktober angenommene IWC-Resolution nennt mehrere Maßnahmen, wie eine konsequentere Umsetzung des Verbots von Stellnetzfischerei im Lebensraum der Vaquitas sowie die Unterstützung für Monitoringprogramme.

Hauptursache für den dramatischen Bestandsrückgang ist die illegale Stellnetzfischerei, bei der Vaquitas als Beifang in den Netzen ertrinken. Die Stellnetzfischer haben es dabei hauptsächlich auf den gleichfalls bedrohten Totoaba (Totoaba macdonaldi), einen Umberfisch, der über 2 m Länge erreichen und über 100 kg schwer werden kann, abgesehen. Seine Schwimmblase wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet.

Deklarierung der Lebensräume von Vaquita und Totoaba als "Welterbe in Gefahr"
Die GRD hatte im vergangenen Jahr eine an das UN-Welterbekomitee gerichtete Petition des "Animal Welfare Institute" und des "Center for Biological Biodiversity" unterstützt, die Inseln und Schutzgebiete im Golf von Kalifornien in die "Liste des gefährdeten Welterbes" aufzunehmen. Damit sollten verbesserte Schutzmaßnahmen für Vaquitas und Totoabas ermöglicht werden. Diese und andere Petitionen führten schließlich dazu, dass Mexiko im Herbst 2015 einen Etat von 13 Millionen US-Dollar für Marine-Patrouillen gegen die illegale Fischerei bereitstellte.

Das Überleben einer der kleinsten Meeressäugerarten der Ozeane steht auf des Messers Schneide.
Ulrich Karlowski, 27. Oktober 2016
Foto Vaquita: Paula Olson | NOAA | public domain

 

Weitere Informationen:

⇒ Die ihrer Art sollen jetzt eingefangen werden

INGRID braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Mosambik Patendelfins INGRID, Nahaufnahme des Kopfes, in ihrer Schnauze hält sie einen kleinen runden Fisch.

Ingrid ist ein Weibchen und wurde 2006 identifiziert. Sie wurde nach einer Frau benannt, deren letzter Wunsch es war, einmal mit Delfinen zu schwimmen. Ingrid verbrachte besonders viel Zeit mit ihr, als ob sie die ungewöhnliche Situation spürt...

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