Ein Irawadi-Delfin steht mit halbem Körper über der Wasseroberfläche, er scheint mit seinen beiden Flippern wild zu plantschen, Wasser spritzt beidseitig auf, der helle Bauch des ansonsten dunkel gefärbten Delfins ist gut zu sehen.Nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN sind vier der fünf Süßwasserpopulationen des Irawadi-Delfins (Orcaella brevirostris) vom Aussterben bedroht.

Prekär ist die Lage der rund 30 Tiere im thailändischen Songkhla-See, wo in fünf Jahren 20 Delfine in Fischernetzen verendet sind und im Mekong, wo nur noch höchstens 70 Tiere im kambodschanischen Teil des Flusses leben sollen.

DDT und PCB schwächen vor allem die Delfinbabys
Hauptbedrohungsfaktoren sind Beifangverluste durch die Fischerei und die Schwächung des Immunsystems der Tiere durch Giftstoffe. In den vergangenen Jahren hat es ein Massensterben von Jungtieren gegeben, denn ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren hat das Immunsystem der Kälber geschwächt. Über die Muttermilch aufgenommene Giftstoffe wie DDT und PCB, machten sie anfällig für Krankheiten. Hinzu kommt eine zusätzliche Schwächung der Population durch Inzucht.

Das Insektizid DDT ist in Kambodscha zwar offiziell verboten, kommt jedoch immer noch zum Einsatz und gelangt so in das Ökosystem. PCB findet sich vor allem in Schiffsanstrichen, wo es Algenbewuchs verhindern soll. Es gibt keine Hoffnung, die Einleitung der Giftstoffe rechtzeitig zu stoppen.

Im August 2012 richtete die Regierung von Kambodscha auf einem 180 Kilometer langen Mekongabschnitt zwischen der östlichen Provinz Kratie und der Grenze zu Laos ein Schutzgebiet ein. Hier sollen zukünftig fischereiliche Aktivitäten mit Treibnetzen und Fischkäfigen verboten sein.

Irawadi-Delfine gehören zur Gruppe der Meeresdelfine. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit Belugas (Delphinapterus leucas) wird er - als sein tropisches Äquivalent - oft auch zur Familie der Monodontidae (Gründelwale) gezählt. Beluga und Irawadi sind die einzigen Cetaceen, die ihren Gesichtsausdruck ändern können. Ähnlich wie der Beluga und der Narwal hat der Irawadi ein bewegliches Genick.
U.Karlowski

LineL braucht Hilfe

Patendelfin LineL mit ihrem Baby Lilo.LineL lebt das ganze Jahr über in den Gewässern von Richards Bay und wurde im Mai 1998 erstmals gesichtet. Ihren Namen verdankt die inzwischen mindestens dreifache Mutter einer L-förmigen Narbe auf dem Buckel. Booten gegenüber verhält sie sich toleranter als die meisten anderen Delfine. Auf dem Bild ist sie mit Nachwuchs "Lilo" (hinten) zu sehen.

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