Kampagne gegen Plastikmüll - Einführung von Recycling in Peru-Paracas, 2016
Für das Überleben von Seevögeln, Meeresschildkröten, Delfinen, Walen und vielen anderen marinen Lebewesen stellt Plastik im Meer einen signifikante Bedrohung dar. Die globale Dimension des Problems ist gewaltig: Schätzungen gehen von mehreren Millionen Tonnen Plastikmüllteilen aus, die derzeit auf den Weltmeeren treiben, an die entlegensten Stellen hin verdriftet oder in großen Meeresdriftströmungswirbeln zusammengetrieben werden. Eine...
Paracas- und Supay-Delfine: Monitoring 2016
Die Langzeitbeobachtung der Supay-Delfine, in ihrem eng umrissenen Lebensraum, sowie der vielen Großem Tümmler, die regelmäßig die Paracas-Bucht frequentieren oder sich sogar dauerhaft dort aufhalten, erlaubt uns einen besonderen Einblick in das komplexe Sozialgefüge von Delfingesellschaften, die Entwicklung der Population und das Leben einzelner Delfine. Paracas-TümmlerWährend vier Monitoringfahrten wurden 19 bereits bekannte Delfine...
Geliebte Delfine - Schüler in Paracas kommen Delfinen näher
Artenschutz kann heutzutage fast nur erfolgreich sein, wenn er fest in der lokalen Bevölkerung verankert ist. Deshalb besteht unsere Arbeit auch in der Umsetzung von Strategien, die die Integration der Bevölkerung zum Ziel haben. Wir pflanzen jetzt kleine Gedanken und Ideen, die in der Zukunft eine große Ernte für den Delfin- und Meeresschutz einbringen sollen. Wir tragen unser Wissen in die Schulen des Paracas-DistriktsUnsere...
Neues von den Patendelfinen Little Tree and Sun aus Peru
Little Tree und Sun sind noch immer Teil der Supay-Gruppe, die isoliert im Süden der Paracas-Bucht lebt. Die beiden sowie auch alle anderen Mitglieder konnten im August 2015 in ihrem Lebensraum während einer für das Langzeitmonitoring der Paracas-Delfine von ACOREMA durchgeführten Patrouillenfahrt beobachtet werden. Es ist so beruhigend zu wissen, dass auch nach 16 Jahren die Gruppe stabil ist und die Individuen nach der ersten Beobachtung...
Jagd auf Delfine in Peru – Patendelfine nicht in Gefahr
Seit 1999 kämpft die GRD, gemeinsam mit ihrer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA gegen die Jagd auf Delfine vor der Küste des Andenstaates Peru. Skrupellose Fischer harpunieren dabei Dusky-Delfine, das Blut der verwundeten Meeressäuger soll Haie anlocken. Anschließend werden die Delfine an Bord der Fischerboote getötet und zerlegt, um ihr Fleisch als Köder für den Fang der angelockten Haie einzusetzen. Die Jagd auf Delfine ist in Peru...
Kampagne gegen Plastikmüll in Paracas - 2014
In vielen Drittweltländern fehlen Mittel für wirksame Kläranlagen, Abwässer werden einfach in Flüsse und Meer geleitet. Billiges Plastik als Verpackungsmaterial, Tüten, Flaschen wird vielerorts achtlos weggeworfen und in der Umwelt entsorgt. Dies ist auch ein großes Problem in Paracas, das mit den beiden "National Nature Reserves" als Touristenattraktion jährlich bis über Hunderttausend Besucher verbucht. Weggeworfener Plastikmüll säumt...
Abschied von "Snowy Hill"
Good bye alte Dame | Bei einer Strandbegehung am Ufer in Nähe des Fischerortes San Andres/Pisco wurde ein toter Delfin gefunden, wie uns der Biolge Julio Reyes, Präsident unserer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA, mitteilte. Anhand der Rückenfinne konnte er sofort als "Snowy Hill" identifiziert werden. Diese Entdeckung macht uns alle traurig, denn "Snowy Hill" gehörte zu der Gruppe unserer Patendelfine, Große Tümmler, die in der...

Ein Strand voller Plastikmüll in Peru.

Für das Überleben von Seevögeln, Meeresschildkröten, Delfinen, Walen und vielen anderen marinen Lebewesen stellt Plastik im Meer einen signifikante Bedrohung dar. Die globale Dimension des Problems ist gewaltig: Schätzungen gehen von mehreren Millionen Tonnen Plastikmüllteilen aus, die derzeit auf den Weltmeeren treiben, an die entlegensten Stellen hin verdriftet oder in großen Meeresdriftströmungswirbeln zusammengetrieben werden. Eine schwimmende Last, die zukünftigen Generationen aufgebürdet wird.

 

Entwicklung für eine bessere Zukunft: Reduktion und Recycling
Müllsammelstelle in Peru.Eine der wenigen Müllsammelstellen in Peru.
Foto: Denise Wenger
In Peru gibt es in weiten Teilen des großen Landes noch kein Recycling und keine modernen Müllverbrennungsanlagen. Straßen und Strände sind von Plastikmüll gesäumt, Schiffe entsorgen ihren Müll oftmals einfach im Meer entlang der fast 3000 Kilometer langen Küste: So finden sich auch am Meeressaum und im Pazifik vor der Paracas-Halbinsel, dem Lebensraum unserer Paten-Delfine und vieler seltener und geschützter Arten, Unmengen an Plastikmüll in Form von Flaschen, Tüten, Verpackungen, Netzresten und kleinen Plastikteilen, die einen beim Schwimmen im Wasser umfluten.

Umdenken unterstützen – Lösungen anbieten
Deshalb starten wir 2016 mit finanzieller Unterstützung des HIH-Fonds der Rapunzel Naturkost AG und Deutschen Umwelthilfe mit unserer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA erneut eine große Kampagne in Peru-Paracas gegenMüllabfuhr in Paracas Peru.Müllabfuhr in Paracas. Foto: Denise Wenger die Plastikmüllflut.

Viel konnte hier zwar bereits in den vergangenen Jahren erreicht werden: die über viele Kilometer mit Plastikmüll übersäten Strände wurden gereinigt und Aktionen zum Müllsammeln durchgeführt.

Doch noch immer werden Plastikabfälle zusammen mit anderen Abfällen oft nur am Straßenrand zusammengetragen und kleine Haufen mit Holzstücken versehen einfach angezündet. Ungeachtet der giftigen Dämpfe, die dadurch entstehen, und der Kohlereste mit Rückständen, die dem Wind überlassen werden, der alles in Häuser und Gärten verteilt oder manches als Eintrag ins Meer bläst, ebenso wie die vielen Plastiktüten, die verweht werden.

 

Um das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Vermeidung von Plastikmüll und nötige Recyclingprojekte zu schärfen und für diesen Problembereich zu sensibilisieren, wurde eine neue Kampagne durchgeführt mit dem Ziel, ressourcenschonendes und umweltbewusstes Denken und Handeln der Bevölkerung durchzusetzen.

 

Anti Plastik Kampagne in Peru-Paracas.Insgesamt war es eine rundherum gelungene Kampagne gegen Plastikmüll auf der Paracs-Halbinsel. Foto: ACOREMA

 

Plastik reduzieren, Strände reinigen, Tiere retten
Anti Plastik Kampagne Peru, Paracas.1000 Kampagnen-Baumwolltaschen und 1500 Ekotek-Taschen aus recyceltem Plastik wurden produziert. Foto: ACOREMASo So wurden 1000 Öko-Baumwolltaschen und 1500 Ekotek-Taschen aus recyceltem Plastik produziert. Jeder, der seinen Plastikmüll an einer der speziell für die Kampagne aufgestellten Sammelstellen abgab, erhielt im Tausch eine Kampagnentasche.

Zusätzlich wurden 4000 Info-Broschüren mit dem Titel "Plastikflaschen: Problem und Lösung in unseren Händen" produziert und verteilt.

Besonders erfreulich ist, dass öffentliche Institutionen, Behörden und Geschäfte als flankierende Unterstützer der Anti-Plastik-Kampagne gewonnen werden konnten:

Die Hafenbehörde der Stadt Pisco, die Stadtverwaltungen von Pisco, Paracas und San Andrés, die Nationalparkbehörde des Paracas-Nationalparks sowie mehrere Schutzgebietsverwaltungen, das Ministerium FONDEPES zur Förderung der Entwicklung handwerklicher 4000 Info-Broschüren 'Plastikflaschen: Problem und Lösung in unseren Händen' wurden an die Bevölkerung verteilt.4000 Info-Broschüren 'Plastikflaschen: Problem und Lösung in unseren Händen' wurden an die Bevölkerung verteilt.Fischerei und Aquakultur, die Marina von Paracas sowie Reisebüros und Restaurants.

Besucher und Kunden wurden informiert, dass sie ihre Plastikflaschen an einer der Sammelstellen abgeben können.

Insgesamt war es eine rundherum gelungene Aktion gegen Plastikmüll auf der Paracs-Halbinsel. ACOREMA hat jetzt das entscheidende Know-how, um den örtlichen Gemeinden bei der langfristigen und nachhaltigen Bewältigung des Problems mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Logo HIH Fonds.HAND-IN-HAND-FONDs hilft
Die Kampagne wurde vom HIH-Fonds der Rapunzel Naturkost AG und Deutschen Umwelthilfe mit 5000 € unterstützt. Weitere 5000 € stellte die GRD bereit.

 

Wir danken allen Unterstützern die mit ihrer Hilfe die Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt und der Delfine möglich gemacht haben ganz herzlich!
Julio Reyes, Denise Wenger

 

Anti Plastik Kampagne, Paracas, Peru.Sammelstelle für Plastikflaschen.Foto: ACOREMAPoster zur Anti Plastik Kampagne Peru, Paracas - 2016.Poster zur Anti Plastik Kampagne - 2016.

 

 

 

Anti Plastik Kampagne, Paracas, Peru.Es herrscht Andrang an der von ACOREMA eingerichteten Sammelstelle. Foto: ACOREMA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

⇒ Anti-Plastik Kampagne 2014

⇒ Broschüre "El Mar se Ahoga ¡Sálvalo!" (Das Meer ertinkt rettet es!)

 

 

Karte Paracas HalbinselDie Langzeitbeobachtung der Supay-Delfine, in ihrem eng umrissenen Lebensraum, sowie der vielen Großem Tümmler, die regelmäßig die Paracas-Bucht frequentieren oder sich sogar dauerhaft dort aufhalten, erlaubt uns einen besonderen Einblick in das komplexe Sozialgefüge von Delfingesellschaften, die Entwicklung der Population und das Leben einzelner Delfine.

Paracas-Tümmler
Während vier Monitoringfahrten wurden 19 bereits bekannte Delfine gesichtet, darunter die Patentiere "Trinity", "Longscar", "Nixo", "Andrea" und "Argentine". Zusätzlich wurden 4 Delfine neu identifiziert, sodass der Finnenkatalog der Paracas-Tümmler mittlerweile auf 127 Delfine angewachsen ist. Bei 3 Tieren war es nicht möglich, sie zu identifizieren.

Sehr erfreulich ist, dass es auch wieder Zuwächse gegeben hat: "Longscar" hat ein jetzt etwa 2 Monate altes Jungtier und in der Nähe von "Andrea" hielt sich ein Baby auf. Die Gruppegröße variierte zwischen 3 bis zu 26 Tieren. Die größeren Gruppen wiederum waren aus Teilgruppen bestehend aus 2 bis 5 Tieren zusammengesetzt, weiträumig verteilt auf das Gebiet der Paracas-Bucht.

Supay-Delfine
Die in der wegen ihrer schweren Brandung von See aus kaum zugängliche Supay-Bucht ist Lebensraum der kleinen, isolierten Gemeinschaft der Supay-Delfine. Sie können meist nur von den die Bucht umgebenden Klippen oberhalb der Strandabschnitte von Supay, Yumaque, Lagunilla und Punta Prieta aus beobachtet werden, was in diesem Jahr nur einmal gelang.

Ein Paracas Tümmler taucht aus den Wellen auf.Etwa 20 Delfine, aufgeteilt in Kleingruppen von 2 bis 3 Tieren, konnten dabei beobachtet werden. Vor drei Jahren schätzten wir die Gruppengröße auf 22 Tiere, sodass sich die Zahl der Supay-Delfine seitdem wahrscheinlich kaum verändert hat.

Wir freuen wir uns sehr, dass die Delfine rund um die Paracas-Halbinsel, Dank der nunmehr 17-jährigen Kooperation zwischen GRD und ACOREMA, vor Bedrohungen geschützt sind und sich großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreuen.
Nach Informationen v. Julio Reyes und Mónica Echegaray, ACOREMA, "Final Technical Report - Research and focused education for resident dolphin conservation of Pisco, Peru. 2016"

 

⇒ Projektbericht "Final Technical Report - Research and focused education for resident dolphin conservation of Pisco, Peru. 2016"

 

Patendelfin "Longscar" mit ihrem Baby:
Longscar mit ihrem Baby.

Schüler aus Peru-Paracas während der Initiative 'Unsere Delfine suchen Freunde'Artenschutz kann heutzutage fast nur erfolgreich sein, wenn er fest in der lokalen Bevölkerung verankert ist. Deshalb besteht unsere Arbeit auch in der Umsetzung von Strategien, die die Integration der Bevölkerung zum Ziel haben. Wir pflanzen jetzt kleine Gedanken und Ideen, die in der Zukunft eine große Ernte für den Delfin- und Meeresschutz einbringen sollen.

Wir tragen unser Wissen in die Schulen des Paracas-Distrikts
Unsere Bestandserfassung und Arbeit zum Schutz der residenten Delfingruppen in Paracas (Provinz Pisco, Peru) hat wichtige Informationen geliefert und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung und der zuständigen Behörden gewonnen.

Neben dem kontinuierlichen Monitoring der Delfine ist es ebenso wichtig, die Menschen vor Ort einzubinden und für den Schutz der Biodiversität vor ihrer Haustür zu begeistern. Um nachhaltige Effekte für den Schutz der Meeressäuger zu erzielen, tragen wir unser Wissen über die ParacasTümmler in die Schulen in Pisco, San Andrés und den ganzen Distrikt Paracas.

Wir führen den Kindern vor Augen, wie die Delfine in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft leben und was sie auszeichnet. Eltern oder Verwandte vieler dieser Kinder leben vom Fischfang oder -handel und die Begeisterung der Kinder für die Delfine soll auch auf sie überspringen.

Schüler aus Peru-Paracas während der Initiative 'Unsere Delfine suchen Freunde'Im Jahr 2015 nahmen 3.600 Lehrer, Schüler, Schulleiter und Erzieher an unseren Unterrichtseinheiten teil. Jeder Teilnehmer erhielt anschauliches Informationsmaterial, das wir dank der Unterstützung der GRD herstellen konnten, darunter Arbeitsmappen, Sticker, Flyer, Broschüren und spezielle Informationen für Fischer.

Initiative "Unsere Delfine suchen Freunde"
Schüler und Lehrer sind jedes Mal gleichermaßen fasziniert, wenn wir ihnen erklären, wie wir Menschen Delfine individuell erkennen können und wie die Delfine das untereinander auch können. Jeder einzelne Tümmler ist eine einzigartige Persönlichkeit, da ist der nächste Schritt naheliegend: den von uns identifizierten Tieren Namen zu geben.

Begeisterte Teilnehmerin beim Malwettbewerb aus der Initiative 'Unsere Delfine suchen Freunde'"Unsere Delfine suchen Freunde" nannten wir die mit viel Enthusiasmus aufgenommene Initiative. In einigen der teilnehmenden Schulen führten Lehrer sogar "allgemeine Wahlen" durch, um den beliebtesten Namen zu finden. Es fanden Mal- und Zeichenstunden statt oder Gedichte und Erzählungen wurden über die ortstreuen Delfine geschrieben.

Jede teilnehmende Schule erhielt zum Abschluss ein großformatiges Bild "ihres" Delfins und Informationen über dessen Leben und den notwendigen Schutz der Meere.

Wir freuen uns sehr, dass auf diese Weise für weitere zwölf individuell identifizierte Große Tümmler in der Paracas-Bucht schöne Namen gefunden wurden. Heißen Sie mit uns willkommen: Jo, Mariajose, Divina, Shalom, Argentine, JCT, Bandera, Santi, Capi, Andrea, Chuspi und Isabel!

Bericht des Präsidenten von ACOREMA, Julio Reyes, über Projekte mit den Jüngsten - Schülern, die sich für die Delfine stark machen, von Denise Wenger

Herzlichen Dank an alle Delfinpaten und Förderer dieses Projekts, die all dies ermöglichen!

⇒ Für Argentine, Andrea und Isabel, die ihre Namen von den Schülern erhalten haben, können Sie eine Patenschaft übernehmen oder verschenken

 

Dolphin Book by ACOREMA.

Supay Patendelfin Little Tree 2015.Little Tree und Sun sind noch immer Teil der Supay-Gruppe, die isoliert im Süden der Paracas-Bucht lebt.

Die beiden sowie auch alle anderen Mitglieder konnten im August 2015 in ihrem Lebensraum während einer für das Langzeitmonitoring der Paracas-Delfine von ACOREMA durchgeführten Patrouillenfahrt beobachtet werden. Es ist so beruhigend zu wissen, dass auch nach 16 Jahren die Gruppe stabil ist und die Individuen nach der ersten Beobachtung 1999 noch am Leben sind.

Beide, Little Tree und Sun, sind leicht an ihren natürlichen Markierungen der Rückenfinne zu erkennen, und überraschenderweise haben sich diese in all der Zeit nicht wesentlich geändert. Da in der Zwischenzeit ihr Lebensraum als Schutzgebiet ausgewiesen wurde, sollten diese Delfine eigentlich sicher dort leben können, wo einst viel Dynamitfischerei betrieben wurde.Supay Patendelfin Sun 2015.

Trotzdem sollten wir weiterhin wachsam sein und kontrollieren, um ihnen das Überleben hier zu ermöglichen, denn es sind menschliche Aktivitäten im Gebiet zugelassen und wenn es keine regelmäßigen Patrouillen gibt, könnten sich wieder auch illegale Dynamitfischer einschleichen.
Nach Informationen von ACOREMA, Dez. 2015

 

 

Karte Lebensraum der Supay Delfine.

Stolz präsentiert sich ein peruanischer Fischer mit einem von ihm getöteten Delfin, den er neben sich in den Händen hält, an Bord seines BootesSeit 1999 kämpft die GRD, gemeinsam mit ihrer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA gegen die Jagd auf Delfine vor der Küste des Andenstaates Peru.

Skrupellose Fischer harpunieren dabei Dusky-Delfine, das Blut der verwundeten Meeressäuger soll Haie anlocken. Anschließend werden die Delfine an Bord der Fischerboote getötet und zerlegt, um ihr Fleisch als Köder für den Fang der angelockten Haie einzusetzen. Die Jagd auf Delfine ist in Peru verboten.

 

Peruanische Delfinschutzorganisationen zweifeln an Datengrundlage
Auf diese barbarische Praxis machte ein im Oktober 2013 veröffentlichtes, "undercover" gedrehtes Video eines britischen Journalisten erneut aufmerksam. Allerdings wird die in diesem Zusammenhang genannte Zahl von angeblich jedes Jahr abgeschlachteten 10.000 bis 15.000 Delfinen von anerkannten peruanischen Delfinschutzorganisationen angezweifelt.

"Die Zahl zum Ausmaß der Delfin-Massaker ist eine Schätzung. Sie beruht auf der Beobachtung eines Bootes, und wurde dann ohne weitere Datengrundlage auf alle Fischerboote hochgerechnet. Wir können sie nicht bestätigen", erklärt Julio Reyes von ACOREMA, unserer Partnerorganisation. ACOREMA hat die grausame Praxis der Jagd auf Delfine bereits im Rahmen des von der GRD finanzierten Schutzprojekts mit einer Studie 2002 untersucht und arbeitet seitdem mit Öffentlichkeitskampagnen und in Zusammenarbeit mit den Behörden mit Erfolg gegen die illegale Jagd auf Delfine.

Behörden wurden aktiv
Dass Delfine in Peru nicht mehr gefangen und gegessen werden dürfen, dazu haben maßgeblich unsere peruanischen Partner von ACOREMA beigetragen, die wir seit vielen Jahren unterstützen! Um schneller zu handeln, wurden bereits 2007 von der GRD finanzierte Hinweisschilder auf den Fischmärkten aufgehängt, ein Netz von freiwilligen Wildhütern ins Leben gerufen und eine Aufklärungskampagne bei den Fischern selbst durchgeführt.

Die Berichterstattung über die Delfin-Massaker führte bereits 2013 dazu, dass die Behörden in Peru umfassendere Ermittlungen einleiteten. Einer der skrupellosen Fischer ging ihnen ins Netz, nachdem er ein Foto von sich und einem getöteten Delfin auf seiner Facebookseite gepostet hatte und dadurch identifiziert werden konnte. ACOREMA wird gemeinsam mit der GRD weiter gegen illegale Delfintötungen in Peru kämpfen.

Kampagnen gegen die Delfinjagd seit 2002: GRD-Patendelfine nicht in Gefahr
Die Patendelfine der GRD sind von den Delfinjägern nicht bedroht, in der Region Pisco / Paracas werden Dank der jahrelangen Aufklärungs- und Informationsarbeit von ACOREMA keine Delfine gejagt!
Denise Wenger

Weitere Informationen:

⇒ Los Tiburones de la provincia de Pisco - Analyse der Jagd auf Haie in der Region Pisco (PDF) von ACOREMA

⇒ Homepage von ACOREMA

Ein Strand voller Plastikmüll in Peru.

 

Zeichnung verschiedener im Meer schwimmender Gegenstände mit Angaben (in spanisch), wie lange Abfälle im Meer verbleiben, z.B. Autoreifen (500 Jahre), Tetrapack (5 Jahre), Getränkedosen (80 bis 200 Jahre), Glasflaschen (1 Millionen Jahre).In vielen Drittweltländern fehlen Mittel für wirksame Kläranlagen, Abwässer werden einfach in Flüsse und Meer geleitet. Billiges Plastik als Verpackungsmaterial, Tüten, Flaschen wird vielerorts achtlos weggeworfen und in der Umwelt entsorgt.

Dies ist auch ein großes Problem in Paracas, das mit den beiden "National Nature Reserves" als Touristenattraktion jährlich bis über Hunderttausend Besucher verbucht. Weggeworfener Plastikmüll säumt Straßen und Strände, Kläranlagen gibt es kaum, weder für die privaten Haushalte noch für Industrieabwässer, die einfach ins Meer eingeleitet werden.

Deshalb haben wir uns in den ersten drei Monaten dieses Jahres zum zweiten Mal im Rahmen des langjährigen Projekts auf das Thema "Müll" konzentriert. Das Motto lautete diesmal: "Strand und Meer sind keine Müllhalden!" Poster, Broschüren, drei Video-Spots und eine Wanderausstellung wurden konzipiert und verbreitet. ACOREMA arbeitete dabei mit den zuständigen Behörden und Gemeinden zusammen, die froh über das Informationsmaterial waren, um ihre eigenen Bemühungen zu verstärken.

Strandsäuberungsaktionen wurden durchgeführt und auch diejenigen, meist Frauen, die von offizieller Seite für die Sauberkeit der Strände und das Einsammeln des vielen Mülls verantwortlich sind, fühlten sich bestärkt und wurden gewahr, dass ihre Tätigkeit nicht bloßes Müllsammeln ist, sondern sie dazu beitragen, die Umwelt und Tierwelt zu schützen.

Ein Delfin trägt ein Stück Plastikplane, das vor der Finne hängt mit sich herum. Von allen Materialien, die in der Kampagne eingesetzt wurden, hat am meisten Aufmerksamkeit das Foto eines Delfins erregt, der einen weißen Plastiksack mit seiner Rückenfinne mitzog.

Die Anti-Plastikmüll-Kampagne erreichte mehr als 20.000 Einheimische und Besucher in Paracas!
Obwohl noch viel zu tun bleibt, wurde bereits vielfach beobachtet, wie Leute ihren Müll zu den aufgestellten Müllcontainern brachten.

Die positive Beeinflussung der öffentlichen Meinung und des Bildungsniveaus und das Aufzeigen, dass sich durch ökologische Prinzipien auch die eigene Lebenssituation verbessern kann, motiviert zur langfristigen Änderung negativer Gewohnheiten hin zu umweltgerechtem Verhalten.

Das Umweltbundesamt (UBA) beziffert die die Abfallmengen in den Meeren auf derzeit über 100 Millionen Tonnen, etwa Dreiviertel davon bestehen aus Kunststoffen. Jährlich kommen laut UBA bis zu 6,4 Millionen Tonnen Abfälle hinzu. Etwa 70 Prozent der Abfälle sinken zu Boden, der Rest wird entweder an Strände gespült, treibt an der Wasseroberfläche oder in tieferen Meeresschichten. Auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche treiben mittlerweile durchschnittlich 13.000 Plastikmüllpartikel.
Denise Wenger, Juni 2014

 

Weitere Informationen

⇒ Kampagne gegen Plastikmüll - Einführung von Recycling in Peru-Paracas, 2016

⇒ Broschüre "El Mar se Ahoga ¡Sálvalo!" (Das Meer ertinkt rettet es!)

 

Grafik Strand und Meer sind keine Mülleimer.

Der Delfin Snowy Hill hatte eine sehr markanten Rückenfinne.Good bye alte Dame | Bei einer Strandbegehung am Ufer in Nähe des Fischerortes San Andres/Pisco wurde ein toter Delfin gefunden, wie uns der Biolge Julio Reyes, Präsident unserer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA, mitteilte.

Anhand der Rückenfinne konnte er sofort als "Snowy Hill" identifiziert werden. Diese Entdeckung macht uns alle traurig, denn "Snowy Hill" gehörte zu der Gruppe unserer Patendelfine, Große Tümmler, die in der Paracas-Bucht im Süden Perus leben, und wir kannten diesen Delfin bereits seit 2004. Da wurde "Snowy Hill" zum ersten Mal mit einem genauen Foto der Finne identifiziert.

Die jetzige Untersuchung ergab, dass "Snowy Hill" ein Weibchen war, ein altes Weibchen nach dem Zustand ihrer Zähne zu urteilen, die meist bis zum Zahnfleisch hinunter abgenutzt waren. Der Kadaver war komplett und unversehrt und es waren keine Zeichen von Netzabdrücken oder Einstiche von Harpunen zu erkennen.

So kann davon ausgegangen werden, dass sie wohl aufgrund ihres Alters eines natürlichen Todes auf See gestorben war und durch die Wellen an Land gespült wurde. Diese Vermutung wird auch bestärkt durch die Tatsache, dass dem Tier kein Fleisch entnommen wurde, wie es in der örtlichen Fischerei oft noch üblich ist, wenn Delfine als Beifang im Netz verendeten.

Der Delfin Snowy Hill liegt tot auf einem KiesstrandIhr Körper wirkte sehr ausgemergelt, vor allem im Bereich des unteren Rückens, und war von zahlreichen Zahnspuren (aber alle älteren Datums) übersät. Dass die Gebärfähigkeit im Alter abnimmt, wurde für Delfine bislang nicht angenommen, doch "Snowy Hill", die seit 5 Jahren regelmäßig beobachtet werden konnte, wurde in dieser Zeit nie mit einem Jungen gesehen.

Zwei Hypothesen können nun aufgestellt werden:
a) "Snowy Hill" war ein altersschwaches Weibchen und konnte aufgrund ihres dementsprechenden gesundheitlichen Zustandes keine Jungen mehr bekommen.
b) das Geburten-Intervall, das heißt die Zeitspanne mit der die Delfinweibchen in der Paracas-Bucht Junge bekommen, könnte länger sein als bisher angenommen.

Der Tod von "Snowy Hill" und die durchgeführten Untersuchungen werfen neue Fragen auf. Dies zeigt uns einmal mehr, wie viel wir noch nicht wissen und wie viel wir noch näher untersuchen müssen. Es zeigt, wie wichtig die Studien über die Paracas-Delfine sind und wie neue Erkenntnisse durch Erforschung dieser ortstreuen und dank unseres Patenprogramms bekannten und beliebten Delfingruppe gewonnen werden können.
Denise Wenger, September 2009

Ihre Hilfe für Peru-Delfine

Drei Paracas Delfine schauen mit ihren Köpfen aus dem Wasser.

SUN braucht Hilfe

Peru Patendelfin SUN, dümpelt ruhig im Wasser, Kopf, Blasloch und Finne sind sichtbar.

Die Rückenfinne von Sun hat eine weiße Narbe auf der linken Seite, von der wie Sonnenstrahlen mehrere kleine Kerben ausgehen.

⇒ Pate von SUN werden ⇒ Patenschaft verschenken

Kostenlos Gutes tun!

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