Mexico City verbietet Delfinhaltung
Es ist ein Anfang, auch wenn wir uns natürlich gewünscht hätten, dass das Verbot für ganz Mexiko gelten würde. Aber immerhin: Als erster der 32 mexikanischen Bundesstaaten verbietet der Bundesdistrikt Mexico City die Delfinhaltung für Showzwecke und Schwimmprogramme mit Delfinen. Wie die mexikanische NGO AnimaNaturalis erklärt, wurde das Gesetz einstimmig im Distriktparlament angenommen. Derzeit existiert dort ein Delfinarium mit 2 Delfinen...
Frankreich verbietet Nachzucht von Orcas und Delfinen
Völlig unerwartet brachte Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal noch kurz vor der Präsidentschaftswahl ein Gesetz auf den Weg, welches die Nachzucht von Delfinen und Orcas in Gefangenschaftshaltung verbietet. Die GRD begrüßt das Gesetz als "historisch und sensationell". Volle Breitseite auf DelfinarienEbenso soll zukünftig ein Haltungsverbot für die Meeressäuger gelten. Davon ausgenommen sind allerdings Delfine und Orcas, die sich zum...
Koreanisches Delfinarium entlässt Delfine in die Freiheit
Zwei im Seoul Grand Park Delfinarium gehaltene Indopazifische Große Tümmler erhalten im Juli ihre Freiheit zurück. Das berichtet KBW World Radio. Laut Angaben der Betreiber des Parkkomplexes im südlich der koreanischen Hauptstadt liegenden Gwacheon, gingen die beiden Delfine 1999 und 2002 vor der Südküste Koreas Fischern als Beifang in die Fangnetze. Die Tiere konnten gerettet werden. Sie wurden im Seoul Zoo im Seoul Grand Park untergebracht....
Im Urlaub kein Tierleid unterstützen: Delfinarien meiden
Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) bittet Urlauber mit den Reisezielen Mallorca, Türkei, Mexiko, Teneriffa oder Dominikanische Republik nachdrücklich darum, auf den Besuch von Delfinarien und Aquaparks, in denen Delfine gehalten werden, zu verzichten und im Urlaub kein Tierleid zu unterstützen. Delfine leiden unter den katastrophalen Bedingungen der GefangenschaftshaltungDelfinarien in diesen und in vielen anderen Ländern,...
Delfinarien: Film zeigt den trostlosen Alltag der Delfine
Der ca. 20-minütige Dokumentarfilm "Die Geschichte von Chaak" des Projekts "Seeds of Awareness", entstand in einem Delfinarium bei Puerto Aventuras im Bundesstaat Quintana Roo an der Riviera Maya in Mexiko und wurde uns von engagierten Delfinschützern freundlicherweise zur Verbreitung zur Verfügung gestellt. Zu sehen sind keine offensichtlichen Grausamkeiten gegenüber Delfinen, sondern die offensichtliche Grausamkeit des Alltags eines trost-...
Japanischer Delfin stirbt nach Ankunft in Südkorea
Was für ein Schicksal! Die brutale Treibjagd in die Todesbucht in Taiji (Japan) hat er überlebt. Er hat miterlebt, wie Menschen fast alle Mitglieder seiner Gruppe, Verwandte, Freunde, Bekannte, unbarmherzig niedermetzelten. Tiefrot färbte sich das Wasser der Bucht. Doch er wurde verschont, aussortiert und am Leben gelassen. Für eine Weile. Bis er seine Reise ins 1000 Kilometer entfernte Delfinarium im südkoreanischen Ulsan antrat. Es war...
Türkei: Das Land, wo die Delfine leiden
Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) appelliert eindringlich an Türkei-Urlauber auf den Besuch von Delfinarien zu verzichten und Reisepläne in die Türkei zu hinterfragen. Miserable Bedingungen für die Tiere - Tödliche Gefahr für BesucherDelfinqäulerei in einem türkischen Delfinarium.Foto: A.SteffenIn der Türkei boomt das Geschäft mit Delfinarien und Delfin-Shows. Mindestens ein Dutzend derartiger Anlagen existieren dort, die...
Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor
Internationale Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias! Untermalt von Rassismus-Vorwürfen gegen Delfin- und Meeresschützer, hat sich das chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren wollte, kurz vor Weihnachten anscheinend von dem Vorhaben verabschiedet. Auf der "Einkaufsliste"...
Namibia: Protestaktion gegen Delfinfänge für Delfinarien
Ein chinesisches Unternehmen will in namibischen Gewässern Delfine, Orcas, Haie, Robben und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren. Davor warnen die britische Organisation Marine Connection und die Earth Organisation Namibia. Wir haben den namibischen Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) Namibia aufgefordert, keine Fang- und Exporterlaubnis...
Wir nehmen Abschied von Mark Berman
Wir trauern um unseren lieben Freund und Kollegen Mark Berman vom amerikanischen Earth Island Institute (EII), der am 13. Mai 2016 plötzlich und unerwartet aufgrund postoperativer Komplikationen im Krankenhaus verstarb. Wir verlieren mit ihm einen leidenschaftlichen Delfinschützer und liebenswerten Weggefährten und Mitstreiter. Seit über 25 Jahren setzte sich Mark Berman beim EII für den Schutz von Delfinen einMark war zuständig für das...
Kein neues Delfinarium in Polen!!!
Der polnische Umweltminister Maciej H. Grabowski hat den geplanten Bau des ersten Delfinariums in Polen gestoppt. Sein Ministerium werde keine Einfuhrerlaubnis für die Delfine erteilen. Fast 1000.000 UnterschriftenDas ist ein großartiger Erfolg der Plattform "NIE! dla delfinarium" und andere polnische Umweltgruppen, die zu Protesten gegen die im 44 km südwestlich von Warschau gelegenen Mszczonów geplante Anlage aufgerufen haben. Zusammen...
Spaß für Urlauber – Qual für Tiere
München, 03.03.2015 - Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf: Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die vom 4. bis 8. März 2015 in Berlin stattfindet, fordern elf deutsche und internationale Tier- und Artenschutzorganisationen von den Reiseveranstaltern, Wildtiere vor Missbrauch als Touristenattraktion zu schützen. Ob Delfine, Tiger oder Elefanten – noch immer müssen Wildtiere zur...
Warnung vor Delfinarium Marineland Mallorca
Spanische Tierschützer von "SOS Delphine" dokumentierten Anfang Februar, wie Trainer im Delfinarium "Marineland" auf Mallorca Delfine brutal misshandeln und beschimpfen. Zu sehen sind Szenen, in denen Trainer die Tiere treten, schlagen und oder sogar auf sie springen. Die GRD warnt vor Besuchen dieses wie auch aller anderen Delfinarien. Da Mallorca besonders bei Deutschen ein beliebtes Urlaubsziel ist, dürften viele nichtsahnende deutsche...
Artenschutzkonferenz endet mit positiven Signalen für Delfine und Wale
Für Delfine, Wale und weitere 31 Tierarten brachte die elfte Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, CMS), die am 09.11.2014 im ecuadorianischen Quito endete, einige erfreuliche Ergebnisse. Größte und wichtigste Gruppe der neu in die CMS-Schutzlisten aufgenommenen Tiere sind 21 Hai-, Rochen- und Sägefischarten. Auf der...
TUI streicht fast alle Delfinarien-Angebote!
Nachdem der Tourismuskonzern TUI auf Druck der GRD kurz vor Weihnachten bereits sein Angebot für das tierquälerische Delfinarium Cayo Santa Maria auf Kuba aus dem Ausflugsprogramm genommen hatte, wurden jetzt weltweit Bewerbung und Verkauf von Ausflügen zu Delfinarien fast vollständig gestoppt. Seit Jahren setzt sich die GRD mit Erfolg bei den großen Tourismusanbietern dafür ein, dass diese keine Ausflüge in Delfinarien mehr anbieten. So...
Bitteres Ende für Schweizer Delfinarium: Erneut ein Delfin tot
Es ist unglaublich: Schon wieder ist im Schweizer Freizeitpark "Connyland" ein Delfin gestorben! Unmittelbar bevor er in ein Delfinarium in Jamaika verfrachtet werden sollte, erkrankte der achtjährige "Angel" und starb bereits am 3. November, wie die Geschäftsleitung des "Connyland" am 11. November eingestehen musste. Laut Aussagen der Betreiber des "Connyland" starb "Angel" an einer stressbedingten Erkrankung der Bauchspeicheldrüse....
Erfolg: Kein Import wilder Belugas aus Russland in die USA!
"Das ist eine wichtige Entscheidung und eine schwere Niederlage für US-Delfinarien", kommentiert die GRD den Beschluss der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (National Oceanic and Atmospheric Administration / NOAA), einen Importantrag des Georgia Aquariums für sage und schreibe 18 in russischen Gewässern wild gefangenen Weißwalen oder Belugas (Delphinapterus leucas) abzulehnen. Die GRD hatte - wie zahlreiche andere...
Indien erkennt Delfine als nicht-menschliche Personen an
Nachdem im August 2012 die Bewohner der japanischen Insel Toshima den weltweit bis dahin einmaligen Schritt wagten, die in den Gewässern um die kleine Insel lebenden Delfine zu Mitbürgern zu erklären und sie damit als nicht-menschliche Personen anzuerkennen, ist jetzt ein ganzes Land diesem Schritt gefolgt: In Indien wurden Delfine offiziell als nicht-menschliche Personen anerkannt, deren Rechte und Lebensbedürfnisse respektiert werden...
Türkei: Delfinarium in Kaş geschlossen
02. 05.2013 - Nach Informationen der "Deutsch Türkischen Nachrichten" soll das wegen seiner katastrophalen Haltungsbedingungen seit Langem im In- und Ausland heftig kritisierte Delfinarium in Kaş (Provinz Antalya) geschlossen worden sein. Die anhaltende Kritik von Nichtregierungsorganisationen habe laut "Deutsch Türkischer Nachrichten" Wirkung gezeigt. Experten der GRD hatten die Zustände in den Delfinarien an der türkischen Riviera mehrfach...
Sind Delfine so schlau wie Menschen?
Die Frage ist eigentlich so nicht zulässig. Delfine sind genauso schlau, wie sie es als Delfine sein müssen, sonst hätte sich ihre heutige Artenvielfalt nicht in dieser Weise im Laufe ihrer fast 60 Millionen Jahre langen Evolution durchsetzen können. Wenn Delfine "nur" so schlau wie Menschen wären, gäbe es sie in den Weltmeeren schon lange keine mehr. Und doch ziehen Menschen immer wieder gerne diese falschen Vergleiche zwischen der...
Erfolgreicher Protest gegen mobile Delfinshows in Indonesien!
Nach monatelangen Protesten aus der ganzen Welt hat der indonesische Forstminister jetzt zugesagt, Delfin-Wanderzirkusse zu verbieten und die verbleibenden Delfine zu rehabilitieren. Das ist ein toller Erfolg. Wir danken allen, die unserem Aufruf gefolgt sind und sich an den Online-Protesten beteiligt haben. Mitmachen lohnt sich also! Um sie auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten, kommen die etwa 72 Zirkusdelfine nun in eine...
ENDLICH: Delfine verlassen Allwetterzoo Münster
Anfang Februar 2013 war es endlich so weit: Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster schließt seine Pforten! Die drei dort noch verbliebenen männlichen Großen Tümmler "Nando", "Palawas" und "Rocco" sollen am Dienstagmorgen ins Delfinarium Haderwijk abtransportiert worden sein. Ursprünglich wollte man die Delfinhaltung bereits Ende 2012 beenden, doch es gab wohl Probleme, eine Zeit lang schienen die Verantwortlichen nicht so recht zu wissen,...
Warnung an Mexiko-Urlauber vor Gran Bahia Principe Tulum
Wer die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ablehnt, hat als Gast im Gran Bahia Principe Tulum keine Chance, dem Tierleid zu entkommen. Die GRD rät Mexiko-Urlaubern daher dringend davon ab, dieses Hotel zu buchen. Im Hotel Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in Mexiko erleben Tierfreunde das "Grauen der Delfine"Sechs Große Tümmler werden, keine 20 m von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt, unter katastrophalen Bedingungen in...
Connyland gibt auf: Schweiz wird "delfin-frei"
04.06.2012 - Jetzt hat man doch ein Einsehen im Freizeitpark Connyland im thurgauischen Lipperswil (Schweiz): Das letzte Delfinarium der Schweiz wird seine verbliebenen drei Großem Tümmler abgeben oder verkaufen. Der letzte Widerstand scheint gebrochen, das Connyland strebt kein Referendum gegen das kürzlich vom Schweizer Parlament beschlossene Importverbot von Delfinen mehr an. Bei der Information, man wolle mit Hilfe von in die Schweiz...
Keine neuen Delfine für die Schweiz - Parlament verabschiedet Importverbot!
30.05.2012 - Die Lex-Connyland steht: In die Schweiz dürfen keine Delfine mehr eingeführt werden. Dem hat nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat zugestimmt. Die GRD begrüßt diesen Entscheidung als Meilenstein und entscheidenden Schlag gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Eine Mehrheit des Nationalrates folgte dabei der Argumentation, wonach Delfine nicht artgerecht gehalten werden könnten – schon gar nicht im Binnenland...
Connyland-Delfine durch Opiate vergiftet?
11.05.2012 - Wurden die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers", die im Schweizer Vergnügungspark Connyland Ende November 2011 binnen einer Woche starben, durch Drogen vergiftet? Laut einem ersten Gutachten des Instituts für Veterinärpathologie der Universität Zürich sollen die beiden Tümmler an Gehirnschädigungen, ausgelöst durch Antibiotika, gestorben sein. Gegen die zwei Tierärzte, die die Antibiotika den Tieren verabreicht hatten,...
Erfolgreicher Protest gegen den Bau eines Delfinariums auf den Malediven
Pressemitteilung, 08.05.2012 - Dank internationaler Proteste, an denen sich auch die GRD und ihre Unterstützer beteiligt hatten, sind die Pläne für den Bau eines Delfinariums auf den Malediven vorerst vom Tisch. Anfang des Jahres hatte die GRD dazu aufgerufen, den vom Earth Island Institute (EII) und der ortsansässigen NGO Ecocare gestarteten Online-Protest gegen die geplante "Delfinlagune" zu unterstützen, nachdem es bei Demonstrationen vor...
Erfolgreicher Protest gegen den Bau eines Delfinariums in Indien
Februar 2012 - Toller Erfolg: Geplanter Bau eines Delfinariums in Indien vom Tisch! Auf Druck internationaler Proteste entschied sich das indische Umweltministerium gegen den Bau eines Delfinariums in Sindhudurg an der Küste des Arabischen Meeres. Dort sollte ein gigantisches Sea World mit Aquarium, Delfinarium plus Anlage zum Trainieren der Delfine, Theater, Themenrestaurants und Ferienhäusern entstehen. Am 20. Januar erreichte uns ein...
Hurghada-Vier sind endlich umgesiedelt
Ein Teilerfolg: Hurghada-Vier sind endlich umgesiedelt – in ein Loch mitten in der Wüste! - Fast 5.600 E-Mails bei GRD-Protestaktion! Wir danken allen ganz herzlich, die mitgemacht und sich für die vier Hurghada-Delfine mit ihrem Protest eingesetzt haben! Die Hurghada-Vier sind heute in ein innerhalb weniger Tage errichtete Beckenanlage mitten in der Wüste südlich von Hurghada transportiert worden. Da ein hochrangiger Politiker den Transport...
Traurige Bilanz des "UN-Jahr des Delfins 2007/2008"
Pressemitteilung, 06.01.2009 - Das mit großem Mediengewitter eingeläutete und um ein Jahr verlängerte "UN-Jahr des Delfins" (2007 und 2008) ist nach Ansicht der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben. "Die Bilanz ist mehr als enttäuschend, für die Delfine wurde nichts erreicht. Der Chinesische Flussdelfin gilt seit 2007 als ausgestorben. Weitere Arten stehen kurz davor, so die...

Delfine im kleinen Pool im Hotel Gran Bahia Principe Tulum, Mexiko.

Es ist ein Anfang, auch wenn wir uns natürlich gewünscht hätten, dass das Verbot für ganz Mexiko gelten würde. Aber immerhin:

Als erster der 32 mexikanischen Bundesstaaten verbietet der Bundesdistrikt Mexico City die Delfinhaltung für Showzwecke und Schwimmprogramme mit Delfinen.

Wie die mexikanische NGO AnimaNaturalis erklärt, wurde das Gesetz einstimmig im Distriktparlament angenommen. Derzeit existiert dort ein Delfinarium mit 2 Delfinen und 2 Seelöwen. Es ist ein sehr wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung, auch wenn angesichts der über 300 Delfine, die in rund 30 Einrichtungen in ganz Mexiko gehalten werden, noch viel zu tun bleibt.

Delfinpools mitten in Hotelanlagen
Mehrere Urlauber stehen um einen Delfin, um ihn zu streicheln7 Tage die Woche müssen die Delfine den Urlaubern zum Streicheln, Schwimmen, Trainieren zur Verfügung stehen. Für die intelligenten und sozial lebenden Meeressäuger ist das alles andere als ein Vergnügen.
Foto: S. Pütz
Die Initiative kam von den Grünen in Mexiko (PVEM), deren Anträge in anderen Bundesstaaten bislang scheiterten, wie etwa im April in Quintana Roo an der Karibikküste, eine Gegend, die auch als Riviera Maya bekannt ist. Dort wehrten sich die Vertreter der National Action Party (PAN) vehement gegen ein Verbot der Delfinhaltung, da dies das Ende einer Industrie bedeuten würde, die Hunderte von Jobs generiere. Allein dort gibt es mehrere Anlagen, die unter anderem von der Firma Dolphinaris betrieben werden.

Teilweise existieren Delfinpools sogar mitten in den Hotelanlagen mit Becken, die jeder Beschreibung spotten. Das Ganze ist zurzeit leider alles legal!

Tortur, und für die Delfine alles andere als Spaß!
Eine Studie der NGO Delfines en Libertad von 2015, die 16 unterschiedliche Delfinanlagen vor allem im Bundesstaat Quintana Roo besuchte, einer beliebten Urlaubsregion mit den meisten solcher Anlagen, zeigt auf, welche Torturen die Delfine dort erleiden müssen: enge Käfige, mehrmals täglich lärmende Shows, mehrmals täglich mit Touristen Schwimmen und Kunststückchen absolvieren und vieles mehr.

Etliche Tiere tragen sichtbare Spuren dieser Qual. So berichtet Delfines en Libertad: "In allen von uns besuchten Anlagen wiesen die Delfine Verletzungen an ihrer Schnauze auf. Manche Wunden waren sehr schlimm." Diese Verletzungen entstehen laut Bericht beim sogenannten "Foot Push": Zwei Delfine nähern sich rasch dem Schwimmer, setzen ihr Rostrum jeweils unter einen Fuß des Schwimmers und schubsen ihn aus dem Wasser. "Die Person befindet sich ein paar Sekunden lang außerhalb des Wassers und wird dann noch ein paar Meter weitergeschoben."

Dringender Appell an Mexiko-Urlauber
Wir appellieren an Mexiko-Urlauber: Verzichten Sie auf Besuche in Delfinpools und Delfinarien! Mit jedem Besuch unterstützen Sie die tierquälerische Ausbeutung der Meeressäuger! Boykottieren Sie Hotelanlagen mit Delfinpools!
Ulrike Kirsch, August 2017

 

⇒ Online-Protestaktion gegen Delfinhaltung im Ferienressort Gran Bahia Principe Tulum in Mexiko

 

"Die Geschichte von Chaak" - Über das traurige Leben in einem Delfinarium an der Riviera Maya:

 

Trainer steht auf dem Kopf eines Delfins.

 

Völlig unerwartet brachte Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal noch kurz vor der Präsidentschaftswahl ein Gesetz auf den Weg, welches die Nachzucht von Delfinen und Orcas in Gefangenschaftshaltung verbietet. Die GRD begrüßt das Gesetz als "historisch und sensationell".

Volle Breitseite auf Delfinarien
Ebenso soll zukünftig ein Haltungsverbot für die Meeressäuger gelten. Davon ausgenommen sind allerdings Delfine und Orcas, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erlasses schon in Gefangenschaft befanden. Trotzdem bedeutet die Regelung einen schweren Schlag gegen die Delfinariumsindustrie in Frankreich, deren Ende nun absehbar ist. So spricht, laut Spiegel-Online, der Chef des Freizeitparks Marineland in Antibes, von einer "Breitseite".

Harte Auflagen
In Frankreich und und Französisch-Polynesien sollen laut "Le Monde" in vier Delfinarien und Aquaparks rund 30 Delfine und vier Orcas leben. Für diese Tiere dürfte sich das Leben in Gefangenschaft jetzt etwas entspannter gestalten, während der Erlass von Ségolène Royal den Betreibern der Anlagen noch reichlich Kopfzerbrechen und sinkende Einnahmen bescheren dürfte.

So müssen die Showbecken um mindestens 150 Prozent vergrößert werden. Auch ein direkter Kontakt zwischen den Besuchern und Meeressäugern ist künftig verboten - das betrifft auch das finanziell lukrative Angebot von "Schwimmen mit Delfinen Programmen". Und bei der Wasseraufbereitung für die Becken darf kein Chlor mehr eingesetzt werden. Diese technisch sehr aufwändigen und teuren Umbauten und Modifikationen wurde den Betreibern eine Frist von drei Jahren eingeräumt.

Vor ziemlich genau fünf Jahren hatte das Schweizer Parlament einem Importverbot für Delfine zugestimmt, das einem Nachzucht- und Haltungsverbot gleichkam: In der Folge musste das letzte Schweizer Delfinarium, das Lipperswiler "Connyland", im November 2013 schließen.

Bleibt zu hoffen, dass das Gesetz von Ségolène Royal auch unter einer neuen Regierung Bestand haben wird ...
Ulrich Karlowski, 08. Mai 2017

 

Weitere Informationen:

⇒ Im Urlaub kein Tierleid unterstützen: Delfinarien meiden

⇒ Bitteres Ende für Schweizer Delfinarium: Erneut ein Delfin tot

⇒ Koreanisches Delfinarium entlässt Delfine in die Freiheit

⇒ Japanischer Delfin stirbt nach Ankunft in Südkorea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Delfine in Brandungswelle, Ponta do Ouro Schutzgebiet, Mosambik.

 

Zwei im Seoul Grand Park Delfinarium gehaltene Indopazifische Große Tümmler erhalten im Juli ihre Freiheit zurück. Das berichtet KBW World Radio.

Laut Angaben der Betreiber des Parkkomplexes im südlich der koreanischen Hauptstadt liegenden Gwacheon, gingen die beiden Delfine 1999 und 2002 vor der Südküste Koreas Fischern als Beifang in die Fangnetze. Die Tiere konnten gerettet werden. Sie wurden im Seoul Zoo im Seoul Grand Park untergebracht. Mit einer Fläche von 2 420 km2 ist der Seoul Zoo der größte und mit jährlich über 3,5 Millionen Besuchern auch der populärste des Landes.

Nicht ohne Risiko
Im Mai sollen die Delfine auf die südlich der koreanischen Halbinsel liegende subtropische Vulkaninsel Jeju gebracht werden. Dort will man sie auf das Leben in freier Wildbahn vorbereiten. Die Freilassung soll dann im Juli stattfinden. Ob die beiden nach so vielen Jahren der Gefangenschaftshaltung und nur wenigen Wochen Training in der Freiheit überleben werden? Entscheidend dürfte sein, ob und wenn ja, wie schnell, sie Anschluss an freilebende Artgenossen finden. Es ist nicht bekannt, ob nach der Freilassung der weitere Lebensweg der Tiere überwacht wird.

Erst im März hatte das Schicksal eines Delfins, der aus Japan kommend, nach seiner Ankunft in Südkorea verstorben war, in Korea für viel Bestürzung gesorgt. Das Tier hatte die brutale Treibjagd in der Todesbucht in Taiji (Japan) überlebt, wurde über 1000 Kilometer weit in ein Delfinarium im südkoreanischen Ulsan transportiert, wo es kurz nach der Ankunft verstarb.

Nach Angaben der koreanischen Delfinschutzorganisation Hotpinkdolphins leben in den acht koreanischen Delfinarien 41 Große Tümmler. Die meisten von ihnen stammen aus Japan.
Ulrich Karlowski, 23.04.2017

 

Weitere Informationen:

⇒ Japanischer Delfin stirbt nach Ankunft in Südkorea

⇒ Hotpinkdolphins

⇒ Spaß für Urlauber – Qual für Tiere: Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf

⇒ Wenn das Meer sich rot färbt: Japaner töten wieder Delfine

⇒ Hoffnung für Delfine in Japan: Auf der Insel Toshima erhalten Delfine Bürgerstatus

 

 

 

 

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) bittet Urlauber mit den Reisezielen Mallorca, Türkei, Mexiko, Teneriffa oder Dominikanische Republik nachdrücklich darum, auf den Besuch von Delfinarien und Aquaparks, in denen Delfine gehalten werden, zu verzichten und im Urlaub kein Tierleid zu unterstützen.

Delfine leiden unter den katastrophalen Bedingungen der Gefangenschaftshaltung
Delfinarien in diesen und in vielen anderen Ländern, dienen ausschließlich der kommerziellen Ausbeutung der Delfine, die unter katastrophalen Haltungsbedingungen leiden und auch sterben.

Etwa im Hotel Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in Mexiko. Dort leben sechs Große Tümmler in einem nur ca. 4 m tiefen und ca. 20 m im Durchmesser großen Becken. Für die Hotelgäste werden Schwimmprogramme angeboten.

 

 

 

Zwei Define im Pool im Hotel Gran Bahia Principe Tulum, Mexiko. Trostlos: Delfinpool im Hotel Gran Bahia Principe Tulum, Mexiko.
Foto: G.S.
Man kann die Delfine streicheln, sich durchs Becken ziehen lassen, Trainer spielen... Kinder werden laut Prospekt aufgefordert, die Tiere zu küssen! "Für die Delfine ist dies der pure Stress. Sie haben keine Rückzugsmöglichkeiten, müssen sieben Tage die Woche von früh bis spät zum Vergnügen der Hotelgäste bereit sein", erklärt der GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Ähnlich sieht es in Delfinarien der Türkei, der Dominikanischen Republik oder auf Mallorca und Teneriffa im dortigen "Loro Parque" aus.

Das Leid der Delfine bleibt den Urlaubern verborgen
Viele der in den Delfinarien oder Aquaparks gehaltenen Delfine stammen aus der freien Wildbahn. Manche wurden während der blutigen Massaker vor der japanischen Küste mitgefangen und für das Leben in Gefangenschaft aussortiert, während der Rest ihrer Familien vor ihren Augen geschächtet wurde. "Die meisten Delfinarien können nur existieren, weil sie ständig Nachschub aus Wildfängen erhalten und weil Urlauber, die die Nähe zu Tier und Natur suchen, aus Unwissen diese vermeintliche Attraktion besuchen. Das Leid der Delfine bleibt ihnen verborgen", sagt Ulrich Karlowski.

Nachhaltige Reiseangebote müssen tierschutzgerecht sein
Zahlreiche Reiseveranstalter haben sich zwar der Nachhaltigkeit verschrieben, z.B. bei der Reduzierung von Abfällen oder schonender Wassernutzung. Doch beim Thema Tiershows hat Gewinnmaximierung Vorrang. Obwohl z.B. die ehemalige REWE Touristik (jetzt DER-Touristik) Türkeireisenden Urlauber im Becken, ein Delfin springt aus dem Wasser.Delfinpool in der Türkei: Durch die künstliche Gefangenschaftssituation erhöht sich das Risiko von Bissen und Verletzungen.
Foto: A.Steffen
seit 2010 keine Ausflüge zu den Delfinarien an der Türkischen Riviera mehr anbietet und auch das "Horror-Delfinarium Manati-Park" in der Dominikanischen Republik aus dem Angebot genommen hat, können Urlauber noch Ausflüge zum Delfinarium "Dolphin Explorer" bei Punta Cana buchen, um dort an tierquälerischen Delfin-Schwimmprogrammen teilzunehmen.

Bereits 2015 forderte die GRD gemeinsam mit elf deutschen und internationalen Tier- und Artenschutzorganisationen von der deutschen Reisebranche, sich auf Kriterien für einen tierschutzgerechten Wildtier-Tourismus festzulegen. Geschehen ist seitdem nichts.

Die GRD rät, Wildtiere ausschließlich in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Und dies ausschließlich bei seriösen, umweltbewussten und nachhaltig operierenden Veranstaltern.
Pressemitteilung, 28. März 2017

 

Weitere Informationen:

⇒ Spaß für Urlauber – Qual für Tiere: Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf

⇒ Türkei: Das Land, wo die Delfine leiden

⇒ "Die Geschichte von Chaak" - Über den trostlosen Alltag in einem Delfinarium

⇒ Japanischer Delfin stirbt nach Ankunft in Südkorea

⇒ Helsinki-Deklaration für die Rechte von Walen und Delfinen | Declaration of Rights for Cetaceans: Whales and Dolphins

 

Trainer steht auf dem Kopf eines Delfins.

 

Der ca. 20-minütige Dokumentarfilm "Die Geschichte von Chaak" des Projekts "Seeds of Awareness", entstand in einem Delfinarium bei Puerto Aventuras im Bundesstaat Quintana Roo an der Riviera Maya in Mexiko und wurde uns von engagierten Delfinschützern freundlicherweise zur Verbreitung zur Verfügung gestellt.

 

Zu sehen sind keine offensichtlichen Grausamkeiten gegenüber Delfinen, sondern die offensichtliche Grausamkeit des Alltags eines trost- und hoffnungslosen Lebens in Gefangenschaft.

Der Film schließt mit einem flammenden Appell für die Helsinki-Deklaration für die Rechte von Cetaceen.

In der 2010 formulierten Helsinki-Deklaration fordern international anerkannte Wissenschaftler grundlegende Rechte für Wale und Delfine, darunter die Rechte auf Leben, Freiheit und Freizügigkeit, den Schutz ihrer natürlichen Umgebung oder den Schutz ihrer Kulturen vor Zerstörung.

Delfin "Chaak" erzählt sein trauriges Leben
Das Projekt "Seeds of Awareness" entstand aus der Idee, in Gefangenschaft lebenden Delfinen zu helfen. Aufzuzeigen, was das alltägliche Leben für die Delfine bedeutet, die an der mexikanischen Riviera May jeden Tag performen und mit Touristen schwimmen müssen. Der Große Tümmler Chaak (Gott des Regens und des Donners in der alten Maya-Kultur) erzählt uns in dem Film über seinen Alltag, stellt uns einige seiner Mitgefangenen vor, berichtet über seine Arbeit, seine Traurigkeit und sein Heimweh nach seinem natürlichen Lebensraum in der Karibik.

Jeder einzelne hat es in der Hand: Delfinarien wie die Anlagen bei Puerto Aventuras können nur existieren, weil Touristen Geld dafür ausgeben, diesen gefangenen, traurigen Tierpersönlichkeiten nahe zu sein. Es ist eine Schande für die Menschen!
GRD-Presse. Mit herzlichem Dank an die Autoren des Films!

 

⇒ Helsinki-Deklaration für die Rechte von Walen und Delfinen | Declaration of Rights for Cetaceans: Whales and Dolphins

 

Trainer steht auf dem Kopf eines Delfins.

 

Tote Delfine liegen in einem offenen Fischerboot, das Meereswasser ringsum ist blutrot verfärbt.Was für ein Schicksal! Die brutale Treibjagd in die Todesbucht in Taiji (Japan) hat er überlebt. Er hat miterlebt, wie Menschen fast alle Mitglieder seiner Gruppe, Verwandte, Freunde, Bekannte, unbarmherzig niedermetzelten. Tiefrot färbte sich das Wasser der Bucht. Doch er wurde verschont, aussortiert und am Leben gelassen. Für eine Weile. Bis er seine Reise ins 1000 Kilometer entfernte Delfinarium im südkoreanischen Ulsan antrat. Es war seine letzte. Kurz nach der Ankunft Ende Februar starb der Große Tümmler. Die Todesursache ist unklar. In seinen Lungen und im Brustkorb fanden Tierärzte viel Blut.

Regierung soll den Import von Delfinen verbieten
Koreanische Tierschützer, wie Hotpinkdolphins, fordern jetzt von der Regierung einen vollständigen Einfuhrstopp für Delfine, berichtet The Korea Times. Bislang dürfen Große Tümmler mit einer Einfuhrerlaubnis des Fischereiministeriums offiziell nach Korea verfrachtet werden. Nach Angaben von Hotpinkdolphins stammen die meisten der 41 in acht koreanischen Delfinarien lebenden Großen Tümmler aus Japan, verkauft von den Delfinschlächtern aus Taiji.

Gefangene Delfine sollen Nachfrage nach Whale-Watching verstärken
Whale-Watching gehört in der im Südosten von Südkorea gelegenen Stadt Ulsan zu einer beliebten Touristenattraktion. Das Delfinarium dort wurde, so The Korea Times, eigens gebaut, um den Whale-Watching-Tourismus noch beliebter zu machen! Hotpinkdolphins fordert die Freilassung der im Ulsan-Delfinarium verbliebenen 4 Delfine und die Schließung der Anlage.

Ohne den Handel mit lebenden Delfinen keine Taiji-Massaker
Auch nachdem der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) vor zwei Jahren seine Mitglieder aufgefordert hatte, keine Delfine aus Taiji mehr zu beziehen, bleibt Südkorea Einfallstor für Tiere aus der Todesbucht. Große Delfinarien befinden sich dort auf der Geoje-Insel, in Seoul, Ulsan und auf der südlich der Koreanischen Halbinsel gelegenen Vulkaninsel Jejudo. Immer wieder kommt es unter den importierten Delfinen zu unerklärlichen Todesfällen. Ihr Leben in Gefangenschaft währt meist nicht sehr lange.

Der Verkauf von Delfinen in Delfinarien ist Hauptantrieb für die Fischer von Taiji, ihr blutrünstiges Tun fortzuführen. Sämtliche Versuche, die japanischen Regierung zum Handeln zu bewegen, um den sinnlosen Massakern Einhalt zu gebieten, waren bislang vergeblich.
Ulrich Karlowski, März 2017

 

Weitere Informationen:

⇒ Hotpinkdolphins

⇒ Spaß für Urlauber – Qual für Tiere: Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf

⇒ Wenn das Meer sich rot färbt: Japaner töten wieder Delfine

⇒ Wenn die Meere sterben, dann sterben auch wir

⇒ Hoffnung für Delfine in Japan: Auf der Insel Toshima erhalten Delfine Bürgerstatus

 

Sechs Menschen stehen dicht um einen Delfin und berühren ihn.

 

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) appelliert eindringlich an Türkei-Urlauber auf den Besuch von Delfinarien zu verzichten und Reisepläne in die Türkei zu hinterfragen.

Miserable Bedingungen für die Tiere - Tödliche Gefahr für Besucher
Delfinqäulerei in einem türkischen Delfinarium. Foto: A.SteffenDelfinqäulerei in einem türkischen Delfinarium.
Foto: A.Steffen
In der Türkei boomt das Geschäft mit Delfinarien und Delfin-Shows. Mindestens ein Dutzend derartiger Anlagen existieren dort, die meisten davon an Ägäis und Mittelmeer. Rund 50 Große Tümmler und mehrere der in arktischen Gewässern beheimateten Belugawale fristen dort unter miserablen Bedingungen ein mehr als trauriges Dasein. Die hygienischen Bedingungen sind oft vollkommen unzureichend und als absolute Gefährdung für die Tiere einzustufen.

Beim beliebten Schwimmen mit den Delfinen kann eine Gefährdung der Teilnehmer nicht ausgeschlossen werden. Die Sicherheit ist nicht gegeben und kann für die Besucher zur tödlichen Gefahr werden.

Deutsche Reiseanbieter nehmen türkische Delfinarien aus dem Programm
Bereits vor 7 Jahren hatte die damalige REWE Touristik mit den Veranstaltermarken ITS, JAHN REISEN und TJAEREBORG sich entschlossen, keine Ausflüge zu den Delfinarien an der Türkischen Riviera anzubieten. Die Entscheidung fiel nach einer Inspektion von 3 türkischen Delfinarien durch Experten der GRD und dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragten Touristik der REWE Group.

Die Experten stellten im "Troy Dolphinarium" in Belek, im "Sealanya Dolphinarium" in Avsallar bei Alanya und im "Dolphinland" in Antalya massive Mängel in der Haltung, Versorgung und Unterbringung der Tiere fest. Ende Februar 2010 waren vier von elf Delfinen des Sealanya Yunus Park in Alanya unter bislang nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen.

 

⇒ Situationsanalyse Delfinarien und Aquaparks, Türkei

Petition gegen Bau eines Delfinariums in Polen. Der polnische Umweltminister Maciej H. Grabowski hat den geplanten Bau des ersten Delfinariums in Polen gestoppt. Sein Ministerium werde keine Einfuhrerlaubnis für die Delfine erteilen.

Fast 1000.000 Unterschriften
Das ist ein großartiger Erfolg der Plattform "NIE! dla delfinarium" und andere polnische Umweltgruppen, die zu Protesten gegen die im 44 km südwestlich von Warschau gelegenen Mszczonów geplante Anlage aufgerufen haben. Zusammen hatten "NIE! Dla delfinarium", WWF-Polen und Greenpeace-Polen bis Anfang September fast 100.000 Unterstützer für ihre Petitionen.

Die GRD unterstützt die von polnischen Wissenschaftlern und Tierschützern gegründete Aktionsplattform "NIE! dla delfinarium - Petition to stop dolphinarium in Mszczonow". Wir danken allen, die die Petition mit ihrer Stimme unterstützt haben vielmals für ihren Einsatz!

Vier Große Tümmler sollten in der Anlage in Mszczonów ab 2017 mit ihren unfreiwillig erbrachten "Diensten" für so genannte "Delfintherapien" die Taschen der Betreiber füllen.

⇒ Zur Entscheidung des Ministers (engl.)

⇒ Radio Poland: Tear drops in the ocean

Petition gegen Bau von Delfinarium in Polen bitte weiter unterstützen!
Am 25. Oktober finden in Polen Parlamentswahlen statt. Es ist ungewiss, ob die derzeitige Regierung im Amt bleiben wird. Ein neuer polnischer Umweltminister könnte die Entscheidung von Maciej H. Grabowski kippen!

Deshalb bittet die Plattform "NIE! dla delfinarium" weiterhin um Unterstützung ihrer Petition.

⇒ Petition "NIE! dla delfinarium"

GRD-Presse, September 2015

München, 03.03.2015 - Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf: Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die vom 4. bis 8. März 2015 in Berlin stattfindet, fordern elf deutsche und internationale Tier- und Artenschutzorganisationen von den Reiseveranstaltern, Wildtiere vor Missbrauch als Touristenattraktion zu schützen.

 

Ob Delfine, Tiger oder Elefanten – noch immer müssen Wildtiere zur Unterhaltung von Touristen leiden.

Ein Kriterienkatalog soll den Reiseveranstaltern helfen, ihre Angebote tierfreundlich zu gestalten.

Ausrottung aus purer Gier
Attraktionen mit gefangenen Wildtieren stehen bei vielen Reisenden hoch im Kurs und füllen die Kassen der Veranstalter. Für die betroffenen Tiere bedeutet dies jedoch meist eine lebenslange Qual und einen frühen Tod. Besonders bedenklich ist, dass unzählige dieser Touristen-Tiere aus der freien Wildbahn stammen.

"Für einige Arten wird dieser Blutzoll mit dem Aussterben enden und das nur, damit skrupellose Reiseveranstalter schnelle Gewinne einfahren können", warnt der Biologe Ulrich Karlowski von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD).

Die Tier- und Artenschutzverbände fordern, dass deutsche Reiseunternehmen sich zu wirklich tierfreundlichen Standards bekennen. Angebote wie Delfinarien, Wildtier-Shows, Elefanten als Reit- und Showtiere und unseriöse Tierwaisenhäuser müssen aus den Reiseangeboten verschwinden.

Kriterienkatalog zur Verhinderung von Tiermissbrauch
Mit ihrem Positionspapier wollen die Tierschützer der Reiseindustrie Kriterien an die Hand geben, die einen Missbrauch von Wildtieren für Touristenattraktionen verhindern und den Schutz von Wildtieren fördern.

Das Positionspapier wurde unterzeichnet von Animal Public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutscher Tierschutzbund e.V., Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V., Meer e.V., Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Peta Deutschland e.V., Pro Wildlife e.V., Vier Pfoten Stiftung für Tierschutz, Whale and Dolphin Conservation, World Animal Protection.

⇒ Gemeinsames Positionspapier: Wildtiere im Tourismus (PDF)

 

Trainer steht auf dem Kopf eines Delfins.

 

Delfinshow im Marineland MallorcaSpanische Tierschützer von "SOS Delphine" dokumentierten Anfang Februar, wie Trainer im Delfinarium "Marineland" auf Mallorca Delfine brutal misshandeln und beschimpfen. Zu sehen sind Szenen, in denen Trainer die Tiere treten, schlagen und oder sogar auf sie springen.

Die GRD warnt vor Besuchen dieses wie auch aller anderen Delfinarien. Da Mallorca besonders bei Deutschen ein beliebtes Urlaubsziel ist, dürften viele nichtsahnende deutsche Touristen – auch über Angebote ihrer Reiseveranstalter – das Marineland besuchen.

Zwei im türkischen Delfinarium Sealanya gefangene Große Tümmler dümpeln apathisch vor einem AbsperrgitterNachdem der Tourismuskonzern TUI auf Druck der GRD kurz vor Weihnachten bereits sein Angebot für das tierquälerische Delfinarium Cayo Santa Maria auf Kuba aus dem Ausflugsprogramm genommen hatte, wurden jetzt weltweit Bewerbung und Verkauf von Ausflügen zu Delfinarien fast vollständig gestoppt.

Seit Jahren setzt sich die GRD mit Erfolg bei den großen Tourismusanbietern dafür ein, dass diese keine Ausflüge in Delfinarien mehr anbieten.

So bieten die großen deutschen Reiseveranstalter seit 2010 ihren Gästen keine Ausflüge zu den Delfinarien an der Türkischen Riviera mehr an. Grundlage war eine Situationsanalyse vor Ort durch zwei GRD-Experten.

TUI stoppt Verkauf von Delfinariumsausflügen und deren Bewerbung
Auf Dauer scheint das Delfinariums-Angebot die TUI dann doch vor zu viele Imageprobleme gestellt zu haben. Jedenfalls sind Ausflüge, Bewerbung und Verkauf von Ausflügen in Delfinarien seit Januar 2014 gestoppt. Weiterhin teilte uns Annika Föhse, Referentin Nachhaltigkeitsmanagement, der TUI mit: "Auch soll es in unseren Reisekatalogen künftig keine Bilder mit Delfinen und Orcas und keine Katalogtexte mehr geben, die zum Besuch von Delfinarien ermuntern. Wir versuchen, dies bereits für die Winterkataloge 2014/15, die im Juni bzw. Juli 2015 erscheinen, umzusetzen."

Leider kein vollständiger Abschied von Delfinarien
Damit hat die TUI eine Vorreiterrolle im Tourismusbereich in Deutschland übernommen. Die GRD begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich und hofft sehr, dass sich andere Tourismuskonzerne dieser fortschrittlichen Haltung anschließen werden.

Doch so erfreulich der lange überfällige Schritt der TUI ist, so unerfreulich ist, dass es Ausnahmen gibt. Von der Regelung ausgenommen wurden, so die TUI, der Loro Parque auf Teneriffa sowie SeaWorld in Kalifornien und Florida. Diese Parks werden mehr als Themenparks angesehen, da die integrierten Delfinarien lediglich einen kleinen Teil des gesamten Angebotes darstellen. Dennoch wird die TUI auch hierfür die aktive Bewerbung im Internet und in den Katalogen einstellen.

Ein Gruppe von Touristen steht im flachen Wasser und hat einen Delfin eingekesselt, um ihn streicheln zu können, tödlicher Stress für den Meeressäuger, Delfinarium Sealanya, TürkeiEs ist aus Sicht der GRD sehr bedauerlich, dass die TUI ausgerechnet bei diesen "Schwergewichten" der internationalen Delfinariumsindustrie vor der eigenen Courage zurückschreckt. Denn spätestens seit dem erschütternden Dokumentarfilm BLACKFISH über die Hintergründe der tierquälerischen Haltung von Orcas in Gefangenschaft, die im Loro Parque und in den SeaWorlds stattfindet, sollte auch der TUI klar sein, das derartige "Themenparks" eine absolute No-Go-Area sind. Aber das kann ja noch kommen, wir bleiben jedenfalls dran!
GRD-Presse, Februar 2014

⇒ Die Welt v. 08.11.2013: Warum ein Wal seinen Menschen tötete

Drei im türkischen Delfinarium Sealanya gefangene Große Tümmler dümpeln traurig an der Wasseroberfläche vor einer Absperrung zu einem anderen Becken. Ein Delfin befindet sich direkt mit dem Maul an der Absperrung.Es ist unglaublich: Schon wieder ist im Schweizer Freizeitpark "Connyland" ein Delfin gestorben! Unmittelbar bevor er in ein Delfinarium in Jamaika verfrachtet werden sollte, erkrankte der achtjährige "Angel" und starb bereits am 3. November, wie die Geschäftsleitung des "Connyland" am 11. November eingestehen musste.

Laut Aussagen der Betreiber des "Connyland" starb "Angel" an einer stressbedingten Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Angeblich waren die Transportvorbereitungen zu viel für "Angel", die tägliche Routine wurde umgestellt, der Abtransport mit einer speziellen Trage wurde intensiv geübt – vielleicht zu intensiv?

Neue Heimat: Jamaika
"Chicky", die Mutter von "Angel", und ihr Junges "Secret" waren unter Polizeischutz und in speziellen Boxen verpackt am 9. November mit einer Boeing 737 vom Flughafen Zürich auf den Weg nach Jamaika gebracht worden. Dort sollen sie am folgenden Tag in ihrer neuen Heimat, dem Lagunen-Delfinarium "Dolphin Cove", angekommen sein.

Schweiz verhängt Importverbot für Delfine
Im Mai 2012 hatte das Schweizer Parlament einem Importverbot für Delfine zugestimmt, die Mehrheit der Parlamentarier folgte dabei der Argumentation, wonach Delfine nicht artgerecht gehalten werden könnten – schon gar nicht im Binnenland Schweiz.

Das Ende einer Sackgasse und einer traurigen Ära
Ohne neue Delfine konnte das "Connyland" die Gefangenschaftshaltung nicht weiterführen, da die drei verbliebenen Tümmler alle miteinander verwandt sind (eine Mutter mit ihren zwei männlichen Jungtieren) – an dieser Sackgasse, in die sich das "Connyland" letztendlich selbst manövriert hat, wird einmal mehr der haarsträubende Unsinn der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft deutlich. So musste nach 40 Jahren die Delfinhaltung in der Schweiz endlich aufgegeben werden. Viele Delfine - viel zu viele - haben diesen eidgenössischen Irrsinn mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Neun tote Delfine in nur 4 Jahren
Ende November 2011 waren im "Connyland" die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers" binnen einer Woche unter immer noch nicht restlich geklärten Umständen einen offensichtlich sehr schmerzvollen Tod gestorben. Damit hatte das "Connyland" in gerade nur vier Jahren acht Delfine verloren, jetzt ist mit Angel der neunte dazugekommen.
U. Karlowski, 12.11.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erniedrigende Beluga-Show im türkischen Delfinarium Dolphinland"Das ist eine wichtige Entscheidung und eine schwere Niederlage für US-Delfinarien", kommentiert die GRD den Beschluss der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (National Oceanic and Atmospheric Administration / NOAA), einen Importantrag des Georgia Aquariums für sage und schreibe 18 in russischen Gewässern wild gefangenen Weißwalen oder Belugas (Delphinapterus leucas) abzulehnen.

Die GRD hatte - wie zahlreiche andere internationale Tier - und Naturschutzorganisationen - im Oktober vergangenen Jahres bei der NOAA Einspruch gegen den Import eingereicht und zu Protesten aufgerufen. Die NOAA bestätigte in ihrer Ablehnung einen von mehreren von den Organisationen vorgebrachten Kritikpunkt: Der Fang könnte schädigende Auswirkungen für den Belugabestand im Ochotskischen Meer gehabt haben.

Wir danken allen Mitgliedern und Unterstützern, die unserem Protestaufruf gefolgt sind, ganz herzlich. Dieser Erfolg ist auch Ihr Erfolg!

"Beluga-Flut" in den USA?
Im Georgia Aquarium leben derzeit (noch) 4 Belugas, insgesamt sind in dieser erst seit 2006 bestehenden Anlage aber bereits 4 Weißwale verstorben. So hatte das Aquarium bereits 2010 den Importantrag für 18 neue Belugas gestellt. Sie wären die ersten Wildfänge für amerikanische Delfinarien seit 20 Jahren gewesen.

Hautschäden am Kinn eines Belugawals durch zu hohe Wassertemperaturen im Troy-Delfinarium in Belek, TürkeiDas Aquarium wollte die Belugas aus der an der russischen Schwarzmeerküste befindlichen Utrish-Meeressäugerforschungsstaion importieren.

Mit einigen der wegen ihrer Stimmfreudigkeit auch als "Kanarienvögel der Meere" bekannten weißen Wale wollte man in der eigenen Anlage ein Schwimmprogramm aufbauen, die restlichen sollten auf Partner-Delfinarien verteilt warden, darunter Sea World Anlagen in Texas, Kalifornien, Florida und das Shedd Aquarium in Chicago. Die Wale waren in russischen Gewässern im Ochotskischen Meer zwischen 2006 und 2011 gefangen worden.

Nur das Geld zählt - Das Leiden der Tiere spielt keine Rolle
Da wild lebende Belugas in US-Gewässern vor dieser Art kommerzieller Ausbeutung geschützt sind, versuchen Delfinariumsbetreiber es immer wieder, diese wunderbaren Meeressäuger, aus Ländern mit weniger strengen Vorschriften zu erhalten.

Für die in sozialen Verbänden lebenden und in den arktischen und subarktischen Gewässern von Russland, Grönland und Nordamerika heimischen Belugas ist die Haltung in Gefangenschaft die reinste Hölle, entsprechend hoch ist der "Tierverbrauch": 56 Belugas sollen bislang allein in US-Delfinarien frühzeitig gestorben sein.

Die unfassbare Skrupellosigkeit der Delfinariumsindustrie zeigt sich nicht nur an den Zahlen aus den USA. So gibt es weiße Wale auch in türkischen Delfinarien. Die an maximal 8 Grad Wassertemperatur angepassten Belugas müssen hier mit Werten von weit über 20 Grad klar kommen und sich im Zuge der zutiefst erniedrigenden Vorführungen sogar in die mit über 40 Grad sengend heiße Luft katapultieren oder am Beckenrand aufliegen, damit von Mitgefühl oder Wissen um die Tiere völlig imunisierte Touristen die bedauernswerten Kreaturen streicheln können.
U.Karlowski, August 2013

Ans Licht: Ein Großer Tümmler schwimmt der hell leuchtenden Meeresoberfläche entgegen.Nachdem im August 2012 die Bewohner der japanischen Insel Toshima den weltweit bis dahin einmaligen Schritt wagten, die in den Gewässern um die kleine Insel lebenden Delfine zu Mitbürgern zu erklären und sie damit als nicht-menschliche Personen anzuerkennen, ist jetzt ein ganzes Land diesem Schritt gefolgt:

In Indien wurden Delfine offiziell als nicht-menschliche Personen anerkannt, deren Rechte und Lebensbedürfnisse respektiert werden müssen.

Als direkte Folge dieser für den Delfinschutz bahnbrechenden Entscheidung werden sämtliche Bauvorhaben für Delfinarien in Indien abgebrochen und eingestellt. Das indische Ministerium für Umwelt und Forsten wies die Verwaltungen der Bundesstaaten an, Delfinarien und andere kommerzielle Unterhaltungsshows, für die Meeressäugerarten wie Große Tümmler oder Orcas gefangen werden, um sie anschließend in Gefangenschaft zu halten, zu verbieten.

Das Ministerium erklärte, es gäbe ausreichend viele wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Meeressäuger hoch intelligente und emphatische Lebewesen seien und sie als nicht-menschliche Personen anerkannt werden müssen. Die Entscheidung fiel nach wochenlangen Protesten im Bundesstaat Kerala gegen den Bau mehrerer Delfinarien.

Ein weiteres wegweisendes Beispiel für die Anerkennung von Delfinrechten
Die GRD freut sich sehr über diese klare Entscheidung der indischen Regierung und hofft, dass dieses weitere Beispiel für die Anerkennung der Delfine als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten andere Staaten zur Nachahmung animieren wird.

"Die Entscheidung eröffnet eine völlig neue Diskussionsgrundlage für ethische Tierschutzfragen in Indien", erklärt Putja Mitra von der Vereinigung der indischen Tierschutzorganisationen (FIAPO, Federation of Indian Animal Protection Organisations). Für Ric O'Barry, den früheren Flipper-Trainer, der jetzt das Dolphin Project unserer amerikansichen Partnerorganisation Earth Island Institut leitet, ist dies "ein gewaltiger Sieg für die Delfine".

Delfinarien: Eine Lizenz zum Gelddrucken
Der wachsende Wohlstand von Teilen der indischen Bevölkerung führt zu einer stärkeren Nachfrage nach Vergnügungsangeboten. So gab es Pläne zum Bau neuer Delfinarien in Delhi, Kochi und Mumbai.

Die GRD hatte im Februar 2012 gemeinsam mit indischen und internationalen Tierschutzorganisationen erfolgreich gegen den Bau eines Delfinariums in Sindhudurg an der Küste des Arabischen Meeres protestiert. Dort sollte ein gigantisches Sea World mit Aquarium, Delfinarium plus Anlage zum Trainieren der Delfine, Theater, Themenrestaurants und Ferienhäusern entstehen.

Touristin wird von Delfin durch's Wasser gezogen, Delfinarium Belek, Türkei."Es gibt keine bessere Möglichkeit auf schnellem Wege viel Geld zuverdienen, als trainierte Delfine in Vergnügungsparks zu präsentieren", sagt Belinda Wright von der Wildlife Protection Society of India. "Nur den wenigsten Besucher ist bewusst, in welchem Ausmaß die Tiere unter den Bedingungen der Gefangenschaftshaltung leiden".

Wir kämpfen für eine eigene Delfin-Ethik und die Anerkennung der Delfine als nicht-menschliche Personen
Wenn man alle bislang bekannten Eigenschaften dieser faszinierenden Meereslebewesen überdenkt, dann drängt sich zwangsläufig der Schluss auf, dass man es hier mit eigenständigen, nicht-menschlichen Personen zu tun hat, die dasselbe (gesetzlich verbriefte) Recht auf Leben, Freiheit und Gesundheit wie Menschen haben sollten.

Es verbietet sich eigentlich von selbst, diese Tiere für Shows oder das angeblich "therapeutische Schwimmen" in Gefangenschaft zu halten und solche Angebote als Kunde zu wahrzunehmen, sie zu Tausenden als Beifangopfer auf dem Alter der Profitmaximierung der industriellen Fischerei zu opfern oder sie als Nahrungsquelle zu nutzen.
Juli 2013, U. Karlowski

Karge Becken im Wüstensand vor die vier Hurghada-TümmlerEin Teilerfolg: Hurghada-Vier sind endlich umgesiedelt – in ein Loch mitten in der Wüste! - Fast 5.600 E-Mails bei GRD-Protestaktion! Wir danken allen ganz herzlich, die mitgemacht und sich für die vier Hurghada-Delfine mit ihrem Protest eingesetzt haben!

Die Hurghada-Vier sind heute in ein innerhalb weniger Tage errichtete Beckenanlage mitten in der Wüste südlich von Hurghada transportiert worden. Da ein hochrangiger Politiker den Transport begleitete, hat "Delfinschinder" Wagdy Saad aus Angst vor Tumulten notgedrungen auch andere Beobachter beim Transport zulassen müssen.

Viele Delfinfreunde beobachteten die Villa seit Tagen ganz genau, sodass der Transport nicht heimlich geschehen konnte, und so waren einige unserer Kontaktpersonen mit dabei und auch Ric O’Barry mit seinem Sohn. Nachdem die Delfine ins Wasser gelassen worden waren, mussten alle Beobachter allerdings das Gelände verlassen. Die Becken entsprechen augenscheinlich den in Ägypten vorgeschriebenen Standards, aber sie befinden sich einfach im Wüstensand, (noch) ohne Sonnenschutz für die Tiere, ohne Strukturen in den Becken, ohne Beschäftigungsmöglichkeit für die vier Delfine.

So weit erkennbar, sind sie nur mit zwei Gegenstromanlagen und einem Sandfilter ausgerüstet. Sonst ist da nichts. Doch es wird gerade eine hohe Ziegelsteinmauer um die Becken gezogen, sicher auch, um die Öffentlichkeit vor "neugierigen" Blicken abzuhalten und weitere Recherchen über das Wohlergehen der Hurghada-Vier zu verhindern. "Delfinschinder" Wagdy Saad hatte schon bei der Umsetzung des ersten Delfins versucht, die Anwesenden mit seinem Applaus und Bravorufen zu animieren, doch das Gleiche zu tun. Bei den anwesenden Ägyptern hat das auch funktioniert. Auf der Haut dieses Tieres war eine 8 aufgemalt. Ursprünglich sollten 9 Delfine importiert werden.

Über den weiteren Verbleib der Hurghada-Vier nach Ablauf der Quarantänezeit gibt es noch keine verlässlichen Informationen. Eventuell sollen sie zu ihrem laut Papieren ursprünglichen Zielort nach Sharm El Sheik in das dortige Delfinarium "Dolphinella". Es gibt Hinweise, dass die momentan dort lebenden drei Delfine außer Landes gebracht werden sollen. Außerdem sollen sich derzeit in Bahrain fünf weitere Delfine befinden, die angeblich für das im Bau befindliche Delfinarium an der Makadi Bay bestimmt sind.

Besuchen Sie kein Delfinarium und sprechen Sie sich persönlich gegen das Delfinarium vor Ort aus, bei Ihrem Reiseführer, bei Ihrem Tourveranstalter, an der Rezeption des Hotels, bei der Touristeninformation, informieren Sie andere Touristen über den Fall "Wagdy Saad und die Hurgahda-Vier"und protestieren Sie gegen den Neubau von Delfinarien.
05.10.2010 - Denise Wenger / GRD-Presse | © Fotos: Bakadi-Tours

 

Erschöpfter Großer Tümmler im Sealanya-Delfinarium, TürkeiFebruar 2012 - Toller Erfolg: Geplanter Bau eines Delfinariums in Indien vom Tisch! Auf Druck internationaler Proteste entschied sich das indische Umweltministerium gegen den Bau eines Delfinariums in Sindhudurg an der Küste des Arabischen Meeres. Dort sollte ein gigantisches Sea World mit Aquarium, Delfinarium plus Anlage zum Trainieren der Delfine, Theater, Themenrestaurants und Ferienhäusern entstehen.

Am 20. Januar erreichte uns ein Hilferuf aus Indien. Die FIAPO (Federation of Indian Animal Protection Organisations), ein Zusammenschluss von ca. 80 Tierschutzorganisationen in Indien, bat Naturschützer auf der ganzen Welt um Unterstützung bei ihrem Kampf gegen das geplante Delfinarium.

Wir wandten uns daraufhin sofort an die indische Regierung und lancierten eine Protestaktion. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Delfine sind vorerst gerettet und Indien bleibt delfinarienfrei!

Wir danken allen, die sich am Protest beteiligt haben!

Logo von Ecocare MaledivesPressemitteilung, 08.05.2012 - Dank internationaler Proteste, an denen sich auch die GRD und ihre Unterstützer beteiligt hatten, sind die Pläne für den Bau eines Delfinariums auf den Malediven vorerst vom Tisch.

Anfang des Jahres hatte die GRD dazu aufgerufen, den vom Earth Island Institute (EII) und der ortsansässigen NGO Ecocare gestarteten Online-Protest gegen die geplante "Delfinlagune" zu unterstützen, nachdem es bei Demonstrationen vor Ort sogar zu Handgreiflichkeiten gegen unseren Freund und Kollegen Mark Berman vom EII gekommen war.

Ende April nun versicherte der Fischereiminister Ahmed Shafeeu in einem persönlichen Gespräch mit Mark Berman und Paolo Bray von Friend of the Sea (FoS), dass der vor Kurzem neu gewählte Präsident und sein Kabinett keine Gefangenschaftshaltung von Delfinen befürworteten und auch keine Pläne für Delfinarien verfolgten.

Der Minister besuchte die beiden überraschend auf der alljährlich stattfindenden "Seafood Exposition" (Messe für Meeresprodukte) in Brüssel, wo das EII und FoS als Partnerorganisationen der GRD ebenfalls vertreten sind, um Fischereibetriebe und Verarbeiter über delfinsichere und nachhaltige Fangmethoden beim Thunfischfang aufzuklären.

Beim Thunfischfang gelten die Malediven als vorbildlich, da der Thun mit Angelruten gefischt wird, einer Methode, die zu den selektivsten und schonensten überhaupt zählt. Schone lange sind die dortigen Firmen Mitglied des Internationalen Kontrollprogramms für delfinsicheren Thunfisch/SAFE, dessen Kontrollen in Deutschland von der GRD durchgeführt werden.

Die GRD begrüßt, dass das Naturparadies im Indischen Ozean auch beim Thema Gefangenschaftshaltung ein Herz für Delfine zeigt und seinem Motto "Always Natural" treu bleibt.

Die Delfinariumspläne waren nicht bei allen Inselbewohnern auf Zustimmung gestoßen. Wegen ethischer Bedenken, aber auch aus Gründen des Artenschutzes und der mit Meeresanlagen verbundenen Umweltverschmutzung hatte ECOCARE Maldives zusammen mit mehreren ortsansässigen Tauchschulen und Tauchverbänden eine Kampagne gegen die geplante Delfinlagune gestartet und international viel Unterstützung gefunden.
Ulrike Kirsch

Großer Tümmler mit Basketball 11.05.2012 - Wurden die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers", die im Schweizer Vergnügungspark Connyland Ende November 2011 binnen einer Woche starben, durch Drogen vergiftet? Laut einem ersten Gutachten des Instituts für Veterinärpathologie der Universität Zürich sollen die beiden Tümmler an Gehirnschädigungen, ausgelöst durch Antibiotika, gestorben sein.

Gegen die zwei Tierärzte, die die Antibiotika den Tieren verabreicht hatten, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Doch ein Untersuchungsbericht des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen benennt jetzt Opiate als mögliche Todesursache. Im Urin der beiden Delfine wurde das Opium-Derivat Buprenorphin festgestellt.

Die Luft fürs Connyland wird immer dünner
Gegen die Antibiotika-These gab es von Anfang an starke Zweifel, denn Antibiotika können unter normalen Umständen nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden und somit Schädigungen im zentralen Nervensystem verursachen. Damit geraten jetzt doch wieder durchgeknallte Raver, die sich vielleicht einen tödlichen Scherz mit den Delfinen erlaubten, ins Fadenkreuz.

Denn kurz vor dem Tod von "Shadow" und "Chelmers" hatte das Connyland eine Rave-Party veranstaltet, die von Delfinschutzorganisationen aus Deutschland und der Schweiz wegen möglicher Gefährdungen für die Delfine heftigst kritisiert worden war.

Das rezeptpflichtige Opiat Buprenorphin wirkt wie Heroin oder Morphin und wird in der Humanmedizin als starkes Schmerzmittel verwendet. Bei in Gefangenschaft gehaltenen Meeressäugern wird es nicht eingesetzt. Laut NZZ wurde zusätzlich noch Benzodiazepin nachgewiesen. In Verbindung mit Buprenorphin kann es zur Atemlähmung führen.

Derzeit "leben" im Connyland nur noch drei Delfine - ein erwachsenes Weibchen mit ihrem Nachwuchs, einem männlichen Jungtier im Alter von 9 Monaten, sowie ein 7 Jahre altes Männchen - zu wenig, für eine langfristige Profit-Perspektive auf Kosten der Delfine. Und diese könnte sich bald endgültig in Luft auflösen, wenn sich die beiden Kammern des Schweizer Parlaments tatsächlich auf das bereits anvisierte Delfin-Importverbot einigen. Dies könnte dann endlich der Anfang vom längst überfälligen Ende der Delfinhaltung im Connyland sein.

Nationalratskommission für Delfin-Importverbot
Zwar sollen Delfine in der Schweiz auch künftig gehalten werden, aber nicht mehr importiert werden dürfen. Für diese Version sprach sich Anfang Mai nach dem Ständerat auch die vorberatende Kommission des Nationalrates aus. Dieser hatte sich ursprünglich sogar dafür ausgesprochen, die Delfin-Haltung in der Schweiz gänzlich zu verbieten. Doch der Ständerat votierte nur für das Importverbot, auf das es jetzt hinauszulaufen scheint.

Connyland kündigt Widerstand an
Das Ende vor Augen, haben die Betreiber ein letztes Aufbegehren angekündigt. Sie wollen ein Referendum gegen die Revision des Tierschutzgesetzes ergreifen. Die Delfinkiller aus der Schweiz wollen einfach nicht von ihrem mörderischen aber sicher sehr einträglichen Geschäft lassen. Ungeachtet dessen, dass sie in gerade nur vier Jahren den Tod von acht Delfinen zu verantworten haben!
U.Karlowski

30.05.2012 - Die Lex-Connyland steht: In die Schweiz dürfen keine Delfine mehr eingeführt werden. Dem hat nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat zugestimmt. Die GRD begrüßt diesen Entscheidung als Meilenstein und entscheidenden Schlag gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Eine Mehrheit des Nationalrates folgte dabei der Argumentation, wonach Delfine nicht artgerecht gehalten werden könnten – schon gar nicht im Binnenland Schweiz.

Acht tote Delfine in nur 4 Jahren
Ende November 2011 waren im Schweizer Vergnügungspark Connyland die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers" binnen einer Woche unter immer noch nicht restlich geklärten Umständen einen offensichtlich sehr schmerzvollen Tod gestorben. Damit hatte das Connyland in gerade nur vier Jahren acht Delfine verloren - ein enormer Blutzoll!

Zu wenige Delfine für die Weiterzucht
Derzeit "leben" im Connyland nur noch drei Delfine - ein erwachsenes Weibchen mit seinen zwei männlichen Jungtieren, eines im Alter von 9 Monaten, das andere im Alter von 7 Jahren. Es ist unmöglich, darauf eine Zucht aufzubauen und somit auch langfristig weiter Profite auf Kosten der Delfine zu erzielen.

Tümmler-Sperma für Schweizer Delfindame?
Ob die Betreiber des Connyland, wie angekündigt, ein Referendum gegen das Importverbot auf den Weg bringen werden, ist noch offen. Nach noch unbestätigten Informationen soll es aber bereits Pläne geben, jetzt mit Hilfe von in die Schweiz importiertem Delfin-Sperma und anschließender künstlicher Befruchtung die Zucht wiederzubeginnen. Sollte dies gelingen, wäre dies der endgültige Offenbarungseid, der die Herz- und Kaltblütigkeit der Delfinariumsbetreiber, die das letzte ihnen verbliebene Delfinweibchen zur Zuchtmaschine degradieren würden, mehr als verdeutlicht. Ungeachtet dessen, was sie bereits bislang zu verantworten haben!
U.Karlowski

04.06.2012 - Jetzt hat man doch ein Einsehen im Freizeitpark Connyland im thurgauischen Lipperswil (Schweiz): Das letzte Delfinarium der Schweiz wird seine verbliebenen drei Großem Tümmler abgeben oder verkaufen.

Der letzte Widerstand scheint gebrochen, das Connyland strebt kein Referendum gegen das kürzlich vom Schweizer Parlament beschlossene Importverbot von Delfinen mehr an. Bei der Information, man wolle mit Hilfe von in die Schweiz importiertem Delfin-Sperma und anschließender künstlicher Befruchtung die Zucht weiterführen, handelte es sich wohl nur um ein Gerücht.

Das Ende einer Sackgasse
Ohne neue Delfine kann das Connyland aber die Gefangenschaftshaltung von Delfinen nicht weiterführen, da die drei verbliebenen Tümmler alle miteinander verwandt sind (eine Mutter mit ihren zwei männlichen Jungtieren). Da das ältere Männchen "Angel" mit seinen sieben Jahren bald geschlechtsreif ist, würde es versuchen, sich mit seiner Mutter "Chicky" zu paaren – an dieser Sackgasse, in die sich das Connyland letztendlich selbst manövriert hat, wird einmal mehr der haarsträubende Unsinn der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft deutlich. "Angel" müsste also von seiner Mutter getrennt werden und allein leben, während er in freier Wildbahn jetzt mit gleichaltrigen Artgenossen eine "Männerbande" bilden oder sich einer anderen Delfingruppe anschließen könnte.

Wohin die drei verbleibenden Connyland-Delfine verbracht werden ist noch unklar, besonders der Transport des einjährigen Jungtieres "Secret" ist mit großen Risiken behaftet, er ist eigentlich noch zu jung, um die damit verbundenen Strapazen zu überstehen.

Die Schweiz wird "delfin-frei"
Damit scheint das Ende des Katastrophen-Delfinariums "Connyland" besiegelt, die Schweiz wird "delfin-frei", ein lange überfälliger Fortschritt. Vom Schweizer Steuerzahler möchte das Connyland allerdings noch eine angemessene Entschädigung, da man sich durch das Delfin-Importverbot enteignet sieht.

Acht tote Delfine in nur 4 Jahren
Ende November 2011 waren im Connyland die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers" binnen einer Woche unter immer noch nicht restlich geklärten Umständen einen offensichtlich sehr schmerzvollen Tod gestorben. Damit hatte das "Connyland" in gerade nur vier Jahren acht Delfine verloren - ein enormer Blutzoll!
U.Karlowski

Zwei Delfine im Hotel-Pool im Hotel Gran Bahia Principe Tulum, Mexiko.Wer die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ablehnt, hat als Gast im Gran Bahia Principe Tulum keine Chance, dem Tierleid zu entkommen. Die GRD rät Mexiko-Urlaubern daher dringend davon ab, dieses Hotel zu buchen.

Im Hotel Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in Mexiko erleben Tierfreunde das "Grauen der Delfine"
Sechs Große Tümmler werden, keine 20 m von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt, unter katastrophalen Bedingungen in einem winzigen Becken auf der Anlage des Ferienresorts gehalten. Im ca. 4 m tiefen und ca. 20 m im Durchmesser "großen" Pool dürfen sich die Gäste gegen zusätzliche Gebühr mit den Tieren vergnügen, sie streicheln, sich durchs Becken ziehen lassen, Trainer spielen… Kinder werden laut Prospekt sogar aufgefordert, die Delfine zu küssen!

Mehrere Urlauber stehen um einen Delfin, um ihn zu streicheln7 Tage die Woche müssen die Delfine den Urlaubern zum Streicheln, Schwimmen, Trainieren zur Verfügung stehen. Für die intelligenten und sozial lebenden Meeressäuger ist das alles andere als ein Vergnügen.
Foto: S. Pütz
Für die Tiere ist dies die reinste Qual, nicht einmal minimalste Erleichterungen sind ihnen gegönnt: kein Schatten, keine Rückzugsmöglichkeiten, sieben Tage die Woche von früh bis spät "Dienst" zum Vergnügen der Hotelgäste. Die GRD fordert von den zuständigen Behörden in Mexiko die sofortige Schließung der Anlage und von den deutschen Reiseveranstaltern die Streichung des Ferienresorts aus ihrem Programm.

Der auf den Anlagen des Ferienresorts gelegene, aber von der externen Firma Dolphinaris betriebene Delfin-Pool wird nicht von jedem Veranstalter in der Hotelbeschreibung erwähnt (weil, so die "clevere" Erklärung, dieser ja offiziell nicht zum Resort gehört).

Deshalb gibt es für viele Gäste des Gran Bahia Principe Tulum eine böse Überraschung, so für den Gast, der uns auf diese Anlage aufmerksam machte:
"Morgens gegen 5.30 Uhr wurden wir durch ein lautes, jämmerliches Pfeifen geweckt. Als ich auf dem Balkon stand, sah ich […] Delfine, die sich auf den flacheren Beckenrand Kopf an Kopf gelegt hatten und schrien. Ich dachte, ich sehe nicht recht, und meine Begleiterin fing sofort an zu weinen, als sie diese armen Tiere sah. Wenn es irgendwie möglich gewesen wäre, wären wir auf der Stelle abgereist."

Wir appellieren an Mexiko-Urlauber, das Hotel Gran Bahia Principe Tulum zu boykottieren! Bitte unterstützen Sie auch unsere Protestaktion.
Ulrike Kirsch
Weitere Fotos: Geraldine S.

 

⇒ Online-Protestaktion

 

Delfine im kleinen Pool im Hotel Gran Bahia Principe Tulum, Mexiko.

 

 

Anfang Februar 2013 war es endlich so weit: Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster schließt seine Pforten! Die drei dort noch verbliebenen männlichen Großen Tümmler "Nando", "Palawas" und "Rocco" sollen am Dienstagmorgen ins Delfinarium Haderwijk abtransportiert worden sein.

Ursprünglich wollte man die Delfinhaltung bereits Ende 2012 beenden, doch es gab wohl Probleme, eine Zeit lang schienen die Verantwortlichen nicht so recht zu wissen, wohin mit den Tieren. Während es sich bei Nando um ein "geparktes" Männchen aus dem Tiergarten Nürnberg handelt, stammen die beiden anderen Tümmler aus Haderwijk.

Der Abschied wurde aus nicht näher bekannten Gründen über mehrere Wochen vertagt. Das lang ersehnte Aus nach 38 Jahren Delfinhaltung hatte finanzielle Hintergründe. Die Anlage im Allwetterzoo ist mit ihrem gerade einmal 10 mal 20 Meter "großen" Hauptbecken absolut unterdimensioniert. Laut Zoochef Jörg Adler wären rund 20 bis 30 Millionen Euro nötig gewesen, um die Haltungsbedingungen auf den neuesten Stand zu bringen.

Die GRD begrüßt die längst überfällige Schließung des völlig veralteten Münsteraner Delfinariums ausdrücklich.

Von ehemals 9 Delfinarien in Deutschland haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten somit 7 Anlagen die Delfinhaltung aufgegeben:

  • Europapark Rust
  • Holiday Park Hassloch
  • Phantasialand Brühl
  • Tierpark Hagenbeck, Hamburg
  • Hansapark Sierksdorf
  • Heidepark Soltau (seit Herbst 2008)
  • Allwetterzoo, Münster

Somit existieren in Deutschland nur noch die beiden Delfinarien in den Zoos Nürnberg und Duisburg.

Zwei im türkischen Delfinarium Sealanya gefangene Große Tümmler dümpeln apathisch vor einem Absperrgitter02. 05.2013 - Nach Informationen der "Deutsch Türkischen Nachrichten" soll das wegen seiner katastrophalen Haltungsbedingungen seit Langem im In- und Ausland heftig kritisierte Delfinarium in Kaş (Provinz Antalya) geschlossen worden sein. Die anhaltende Kritik von Nichtregierungsorganisationen habe laut "Deutsch Türkischer Nachrichten" Wirkung gezeigt.

Experten der GRD hatten die Zustände in den Delfinarien an der türkischen Riviera mehrfach unter die Lupe genommen, zuletzt im Juli 2012 gemeinsam mit einem TV-Team des Senders VOX für die Sendung "Hilfe, mein Urlaub geht baden". Das erschreckende Ergebnis der Analyse von zwei GRD-Experten aus dem Jahr 2010 festigte die Haltung der REWE Touristik mit den Veranstaltermarken ITS, JAHN REISEN und TJAEREBORG und anderer großer deutscher Tourismuskonzerne, seinen Gästen auch weiterhin keine Ausflüge zu den Delfinarien an der türkischen Riviera anzubieten.

Die beiden in der Anlage in Kaş dahinvegetierenden Delfine, die unter anderem auch für Delfin-Therapien missbraucht wurden, sollen bereits Ende April ins Moonlight-Delfinarium in Kemer, einen Vergnügungs- und Aquapark, gebracht worden sein. Die Anlage in Kaş werde nun demontiert, berichtet Hürriyet.

"Die Schließung des Delfinariums in Kaş ist natürlich sehr zu begrüßen. Für die Delfine ist die Unterbringung in Kemer allerdings allenfalls eine geringfügige Linderung einer schlimmen, quälenden Lebenssituation. Auch das Show-Delfinarium in Kemer gehört geschlossen", fordert die GRD. Wie die "Deutsch Türkischen Nachrichten" berichten, wurden unter Federführung des renommierten türkischen Schriftstellers Buket Uzuner 20.000 Unterschriften über die Petitions-Webseite Change.org gegen das Delfinarium in Kaş gesammelt.
GRD-Presse

Delfin springt durch einen Feuerreifen in einem im Delfin-Wanderzirkus in IndonesienNach monatelangen Protesten aus der ganzen Welt hat der indonesische Forstminister jetzt zugesagt, Delfin-Wanderzirkusse zu verbieten und die verbleibenden Delfine zu rehabilitieren. Das ist ein toller Erfolg.

Wir danken allen, die unserem Aufruf gefolgt sind und sich an den Online-Protesten beteiligt haben. Mitmachen lohnt sich also!

Um sie auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten, kommen die etwa 72 Zirkusdelfine nun in eine Rehabilitationsanlage, die unsere Partnerorganisation Earth Island Institute zusammen mit der indonesischen Tierschutzorganisation JAAN (Jakarta Animal Aid Network) an der Küste errichtet hat.

Bis zuletzt hatten Mitglieder von indonesischen Wanderzirkussen mit harten Bandagen gekämpft, um ihre Pfründe zu verteidigen. Nur mit kugelsicheren Westen konnten der amerikanische Delfinschützer Ric O’Barry und Mitglieder von JAAN an einer vor Kurzem abgehaltenen öffentlichen Podiumsdiskussion in Jakarta über mobile Delfinshows teilnehmen! Anlass für diese drastischen Sicherheitsmaßnahmen waren Gewaltandrohungen und ein regelrechter Mob vor dem Veranstaltungsort.
Ulrike Kirsch, 14.02.2013

Ein Familientyp braucht Hilfe

Drei Grindwale oder Pilotwale schwimmen ganz eng zusammen im tiefblauen Meer vor La Gomera.

Indische Grindwale sind Delfine und leben in Familienverbänden. Ihre Körperlänge variiert von 3,5 bis 6,5 m. Männchen deutlich größer als Weibchen.

⇒ Familientyp-Patenschaft ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für bedrohte Delfine

Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.

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