Kampagne gegen Plastikmüll - Einführung von Recycling in Peru-Paracas, 2016
Für das Überleben von Seevögeln, Meeresschildkröten, Delfinen, Walen und vielen anderen marinen Lebewesen stellt Plastik im Meer einen signifikante Bedrohung dar. Die globale Dimension des Problems ist gewaltig: Schätzungen gehen von mehreren Millionen Tonnen Plastikmüllteilen aus, die derzeit auf den Weltmeeren treiben, an die entlegensten Stellen hin verdriftet oder in großen Meeresdriftströmungswirbeln zusammengetrieben werden. Eine...
Auch im Ärmelkanal sind Delfine durch Schadstoffe gefährdet
Britische Forscher hatten Anfang 2016 eine groß angelegte Studie veröffentlicht, die die großflächige Vergiftung von Delfinen in europäischen Gewässern mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) dokumentierte. Jetzt haben die französische Ökotoxikologin Cyrielle Zanuttini und ihre Kollegen vergleichbare Werte bei Delfinen aus dem Ärmelkanal festgestellt. Besorgniserregend hohe Konzentrationen von Quecksilber und PCBLaut der Studie, die am 2....
Offshore-Ölförderung in der kroatischen Adria vom Tisch?
Geht es nach den Aussagen des derzeitigen kroatischen Wirtschaftsministers Tomislav Panenić, dann wird es keine Offshore-Förderung von Öl und Gas geben, wie er auf Nachfrage kroatischer Medien erklärte. "Ich kann bestätigen, dass die Ölförderung in der Adria nicht erwünscht ist", wird Panenić in der kroatischen Tageszeitung "Poslovni dnevnik" zitiert. Wir danken allen, die ihre Stimme für den Schutz der Adria erhoben haben!Neben dem niedrigen...
Umweltgift PCB gefährdet Überleben von Delfinen in Europa
Große Tümmler, Orcas und andere Delfinarten in europäischen Gewässern sind hochgradig mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) vergiftet, und zwar so stark wie nirgendwo sonst. Zu diesem erschreckenden Fazit kommt der neue Scientific Report des Zoologen Paul Jepson und seiner Kollegen von der Zoologischen Gesellschaft in London. Über 25 Jahre hinweg untersuchten Jepson und sein Team 1.081 Große Tümmler, Streifendelfine, Orcas und Schweinswale. Es...
Geisternetze töten sinnlos weiter ...
Geisternetze töten sinnlos weiter ... Sogenannte Geisternetze werden zu einer immer größeren Gefahr für Meerestiere und das marine Ökosystem. Reste zerstörter Netze, von Fischern nicht wiedergefundene oder weggeworfene Netze fangen fast endlos weiter, da sie meist aus extrem langsam verrottenden Kunststoffen bestehen. Fische, Krabben, Meeresschildkröten, Seevögel, Delfine, Haie und sogar Wale verheddern sich ihnen, sterben langsam und...
GRD setzt sich bei Ostseeschutzkonvention HELCOM für den Schutz von Schweinswalen ein
Ein gewaltiges Umweltproblem: Verrottende Munition in deutschen Gewässern Auf der Tagung der SUBMERGED-Arbeitsgruppe der Ostseeschutzkonvention HELCOM, die vom 22.-23. April 2015 in Bonn stattfand, konnte der Meeresbiologe Sven Koschinski für die GRD wichtige Fortschritte für den Schweinswalschutz erreichen. HELCOMDas Helsinki-Abkommen für den Schutz der Ostsee (HELCOM) aus dem Jahr 1974 sollte das Einbringen von Schad- und Nährstoffen in die...
Kampagne gegen Plastikmüll in Paracas - 2014
In vielen Drittweltländern fehlen Mittel für wirksame Kläranlagen, Abwässer werden einfach in Flüsse und Meer geleitet. Billiges Plastik als Verpackungsmaterial, Tüten, Flaschen wird vielerorts achtlos weggeworfen und in der Umwelt entsorgt. Dies ist auch ein großes Problem in Paracas, das mit den beiden "National Nature Reserves" als Touristenattraktion jährlich bis über Hunderttausend Besucher verbucht. Weggeworfener Plastikmüll säumt...
Ölpest im Golf von Mexiko: Das große Delfinsterben
780 tote Delfine: Der Tod zahlreicher Delfine im Golf von Mexiko ist auf die Ölkatastrophe durch die Explosion der Bohrplattform "Deepwater Horizon" im vergangenen Jahr zurückzuführen. Laut einer Studie von US-Wissenschaftlern und nach Angaben der US-Behörden wurden seit Jahresanfang bereits 84 tote Delfine gefunden, 2011 starben 362 Delfine und von Februar bis Dezember 2010 fand man 260 tote Tiere an den Küsten von Florida, Labama,...

Ein toter Delfin treibt in der Adria.Britische Forscher hatten Anfang 2016 eine groß angelegte Studie veröffentlicht, die die großflächige Vergiftung von Delfinen in europäischen Gewässern mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) dokumentierte. Jetzt haben die französische Ökotoxikologin Cyrielle Zanuttini und ihre Kollegen vergleichbare Werte bei Delfinen aus dem Ärmelkanal festgestellt.

Besorgniserregend hohe Konzentrationen von Quecksilber und PCB
Laut der Studie, die am 2. September 2016 im nordfranzösischen Cherbourg vorgestellt wurde, sind die Ärmelkanal-Delfine durch hohe Konzentrationen hoch giftiger PCBs und Quecksilber belastet. Bei rund 400 untersuchten Tieren stellten die Wissenschaftler 1,4 Mal mehr PCB fest als eine vergleichbare Untersuchung aus dem USA gezeigt hatte. Auch die gemessenen Quecksilber-Konzentrationen seien besorgniserregend hoch, warnte Zanuttini.

Umweltgift PCB gefährdet Überleben von Delfinen in Europa
Zanuttini kommt damit zu ähnlichen Ergebnissen wir die der britische Zoologe Paul Jepson und sein Team von der Zoologischen Gesellschaft in London. Sie hatten im Rahmen einer 25-jährigen Studie bei Großen Tümmlern, Streifendelfinen, Orcas und Schweinswalen aus ganz Europa erschreckend hohe PCB-Werte gemessen. Als besonders belastet erwiesen sich Delfinarten im Mittelmeer. Die Konzentrationen lagen hier von 50 bis zu 350 Milligramm PCB pro Kilo Körpergewicht. Selten lagen die Messwerte darunter. Spätestens ab 40 Milligramm pro Kilo wird es für den betroffenen Organismus gefährlich.

Lautloser Killer
PCB verringert u.a. die Fruchtbarkeit. Die Tiere haben wesentlich seltener Nachwuchs, der dann auch noch mit einer lebensbedrohlichen, schleichenden Vergiftung zu kämpfen und kaum Überlebenschancen hat. Als Säugetiere geben Delfinmütter über die Muttermilch bis zu 90 Prozent aller gespeicherten Schadstoffe an ihren Nachwuchs weiter. Zusätzlich führen hohe PCB-Belastungen zu einem erhöhten Infektionsrisiko durch Schwächung des Immunsystems und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Das "Dreckige Dutzend" hochgefährlicher Umweltgifte
BiohazardPCBs, oder Polychlorierte Biphenyle, sind organische Chlorverbindungen. Sie gehören zum sogenannten "Dreckigen Dutzend" krebserregender und hochgiftiger Umweltgifte. Seit 2001 ist ihre Verwendung weltweit verboten, in Europa kamen sie schon seit den 1980er-Jahren kaum noch zum Einsatz. Sie waren beispielsweise in Weichspülern, Flammschutzmitteln oder Farben enthalten. PCB in der Natur nur sehr langsam abgebaut werden, reichern sie sich in den Nahrungsnetzen an. Man findet sie folglich auch in Gebieten, wo sie niemals zum Einsatz kamen, wie im arktischen Eis.

Trotz Verbots gelangen PCB weiterhin in die Umwelt
Ein Gemeiner Delfin springt aus dem Wasser.Erschreckend an beiden Studien ist, dass PCB, obwohl ihr Einsatz seit 15 Jahren verboten ist, in Europa offensichtlich immer noch in großen Mengen in die Umwelt gelangen. Die Forscher vermuten, dass durch unsachgemäße Entsorgung kontaminierter Altlasten große Mengen des Giftes in die Meeresumwelt gelangen. So soll es in der EU rund 1,1 Millionen Tonnen mit PCB kontaminiertes Material geben, das noch entsorgt werden muss, vor allem in Spanien und Frankreich.

Bei Orcas und Delfinen, die an den Küsten Nordamerikas leben, sind die PCB-Werte bereits gesunken. Dagegen gibt es für Europa keinen Grund zur Entwarnung, im Gegenteil.

Wissenschaftler und Meeresschützer fordern jetzt dringend Maßnahmen, die den PCB-Eintrag in europäische Gewässer reduzieren, damit Delfine in Europa langfristig eine Überlebenschance haben.
Ulrich Karlowski, September 2016

 

Weitere Informationen:

⇒ "Erst stirbt der Delfin – dann der Mensch" - Quecksilberverseuchte Meerestiere bedrohen Gesundheit von Millionen Menschen
von Michael Odenwald auf Focus Online

⇒ Umweltgift PCB gefährdet Überleben von Delfinen in Europa

⇒ Gesundheitsbehörde der Färöer rät dringend vom Grindwalfleischverzehr ab!

⇒ Themenseite Meeresverschmutzung

⇒ UBA-Publikation "Dioxine und dioxinähnliche PCB in Umwelt und Nahrungsketten"

 

SchwertwaleGroße Tümmler, Orcas und andere Delfinarten in europäischen Gewässern sind hochgradig mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) vergiftet, und zwar so stark wie nirgendwo sonst. Zu diesem erschreckenden Fazit kommt der neue Scientific Report des Zoologen Paul Jepson und seiner Kollegen von der Zoologischen Gesellschaft in London.

Über 25 Jahre hinweg untersuchten Jepson und sein Team 1.081 Große Tümmler, Streifendelfine, Orcas und Schweinswale. Es handelte sich zum Großteil um gestrandete Tiere, 150 Meeressäuger wurden lebend untersucht.

Das "Dreckige Dutzend" hochgefährlicher Umweltgifte
BiohazardPCBs, oder Polychlorierte Biphenyle, sind organische Chlorverbindungen. Sie gehören zum sogenannten "Dreckigen Dutzend" krebserregender und hochgiftiger Umweltgifte. Seit 2001 ist ihre Verwendung weltweit verboten, in Europa kamen sie schon seit den 1980er-Jahren kaum noch zum Einsatz. Sie waren beispielsweise in Weichspülern, Flammschutzmitteln oder Farben enthalten und beeinträchtigen das Immunsystem, die Fortpflanzung und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Da PCBs in der Natur nur sehr langsam abgebaut werden, reichern sie sich in den Nahrungsnetzen an. Man findet sie folglich auch in Gebieten, wo sie niemals zum Einsatz kamen, wie im arktischen Eis.

Besondere Gefahr für Meeressäuger
Die im Fettgewebe der Meeressäuger festgestellten PCB-Werte liegen weit über den als giftig geltenden Konzentrationen. Als besonders belastet erwiesen sich Orcas, Große Tümmler und Streifendelfine aus dem Mittelmeer. Die Konzentrationen lagen hier von 50 bis zu 350 Milligramm PCB pro Kilo. Selten lagen die Messwerte darunter. Spätestens ab 40 Milligramm pro Kilo wird es für den betroffenen Organismus gefährlich. Nur bei Schweinswalen fanden sich meist deutlich niedrigere Werte.

Adria-Patendelfin Crta mit Nachwuchs.PCB verringert die Fruchtbarkeit. Die Tiere bekommen wesentlich seltener Nachwuchs, der dann auch noch mit einer lebensbedrohlichen, schleichenden Vergiftung zu kämpfen und kaum Überlebenschancen hat. Als Säugetiere geben Delfinmütter über die Muttermilch bis zu 90 Prozent aller gespeicherten Schadstoffe an ihren Nachwuchs weiter. Zusätzlich führen hohe PCB-Belastungen zu einem erhöhten Infektionsrisiko durch Schwächung des Immunsystems.

Besonders fatal ist dies für Tierarten mit einer sowieso schon niedrigen Reproduktionsrate, wie bei Meeressäugern oder Haien. Für die Forscher ist PCB damit ein Top-Kandidat bei der Ursachensuche nach Populationsrückgängen vieler Meeressäugerarten und die ausbleibende Erholung der Bestände.

Trotz Verbots gelangen PCBs weiterhin in die Umwelt
Erschreckend an der Studie ist, dass PCBs, obwohl ihr Einsatz seit 15 Jahren verboten ist, in Europa offensichtlich immer noch in die Umwelt gelangen. Die Forscher vermuten, dass auch heute noch durch unsachgemäße Entsorgung kontaminierter Altlasten große Mengen des Giftes in die Meeresumwelt gelangen. So soll es in der EU rund 1,1 Millionen Tonnen mit PCB kontaminiertes Material geben, das noch entsorgt werden muss, vor allem in Spanien und Frankreich.

Bei Orcas und Delfinen, die an den Küsten Nordamerikas leben, sind die PCB-Werte bereits gesunken. Dagegen gibt es für Europa keinen Grund zur Entwarnung, im Gegenteil. Hier fanden sich besonders im westlichen und zentralen Mittelmeer, im Golf von Cadiz, in der Straße von Gibraltar und im Atlantik südwestlich der Iberischen Halbinsel wahre PCB-Hotspots, mit Messwerten, die alles bisher von Meeressäugern Bekannte in den Schatten stellten.

Jepson und seine Kollegen fordern von der EU jetzt dringend Maßnahmen, die den PCB-Eintrag in europäische Gewässer reduzieren, um die Delfine im Mittelmeer und im Nordost-Atlantik vor dem Aussterben zu bewahren.
Ulrich Karlowski, Januar 2016

Weitere Informationen:

⇒ Auch im Ärmelkanal sind Delfine durch Schadstoffe gefährdet

⇒ Gesundheitsbehörde der Färöer rät dringend vom Grindwalfleischverzehr ab!

⇒ Scientific Reports: PCB pollution continues to impact populations of orcas and other dolphins in European waters

⇒ UBA-Publikation "Dioxine und dioxinähnliche PCB in Umwelt und Nahrungsketten"

 

Ein Gestrandeter Großer Tümmler liegt tot auf einem vermüllten Sandstrand.780 tote Delfine: Der Tod zahlreicher Delfine im Golf von Mexiko ist auf die Ölkatastrophe durch die Explosion der Bohrplattform "Deepwater Horizon" im vergangenen Jahr zurückzuführen.

Laut einer Studie von US-Wissenschaftlern und nach Angaben der US-Behörden wurden seit Jahresanfang bereits 84 tote Delfine gefunden, 2011 starben 362 Delfine und von Februar bis Dezember 2010 fand man 260 tote Tiere an den Küsten von Florida, Labama, Mississippe und Lousiana. Auffällig waren die vielen toten Delfinbays. Es wurden zehn Mal so viel tote Delfin-Babys angespült wie in den Jahren vor der Ölkatastrophe.

In den Jahren vor der Explosion der"Deepwater Horizon" lag der Durchschnittswert bei 74 toten Delfinen im Jahr. Allein in Louisiana, dem am stärksten betroffenen Gebiet, stieg die Zahl tot angeschwemmter Meeressäuger von einem Jahresdurchschnitt von 20 vor der Katastrophe auf 138 in 2010 und 159 in 2011. Insgesamt verendeten vor der Küste Lousianas in den letzten zwei Jahren damit fast 16-mal so viele Delfine wie sonst in einem Jahrzehnt.

Mittlerweile sehen Experten einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im vergangenen Jahr einerseits und dem massiven Einsatz chemischer Dispersionsmittel, die zur Zersetzung des ausgelaufenen Öls eingesetzt wurden. Die toten Delfine wurden in Gebieten gefunden, die besonders stark von der Ölpest betroffen waren.

Bei dem Versuch das Öl zu binden wurden große Mengen hochgiftiges Corexitin eingesetzt. Kritiker hatten vor dem Einsatz dieses Bindemittels wegen seiner Toxizität gewarnt. Das Gift könnte sich bei den Delfinmüttern über die Nahrungskette angereichert und die wachsenden Embryos langsam vergiftet haben.

Im Golf von Mexiko leben nach Angaben des Institute for Marine Mammal Studies zwischen 2000 und 5000 Delfine. Im Frühjahr ist die Fortpflanzungszeit und in diesen Zeitraum fällt auch die Explosion der"Deepwater Horizon" (20.04.2010). Die Tragzeit der Meeressäuger liegt bei elf bis zwölf Monaten und dementsprechend kamen bis in den April 2011 hinein ihre Jungen zur Welt. Und so begann fast ein Jahr nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ein großes Delfinsterben.

Das aus dem leckgeschlagenen Bohrloch ausgetretene Öl, man schätzt, dass es 780 Millionen Liter waren, war in dichten Schwaden durch den Golf von Mexiko gezogen und so auch in die Buchten und in flachen Gewässer gelangt, in denen die Delfine ihre Jungen gebären.
© U.Karlowski, 01.04.2012

SRECKOVIC braucht Hilfe

Der Delfin Srećković schwimmt an der Wasseroberfläche, er zieht einen viereckigen, weißen Plastikkanister, der sich auf Höhe seiner Schwanzfluke befindet und dort mit einem Seil fixiert ist.

Srećković (Glückspilz) hatte sich hoffnungslos in Fischereigerät verheddert. ⇒ Dank der Hilfe beherzter Menschen konnten unsere Projektpartner ihn retten (mit zwei Videos).

⇒ Pate von SRECKOVIC werden ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für bedrohte Delfine

Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.

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