Hurrikan Maria verwüstet Karibikinsel Dominica
"Maria" – der Name kommt unschuldig klingend daher, doch eine seiner Deutungsmöglichkeiten ist "die Widerspenstige; die Ungezähmte". Das passt zu dem, was der "Maria" getaufte Hurrikan der Kategorie 5 am 19. September auf der Karibikinsel Dominica anrichtete: schwerste Zerstörungen. Mit dem blanken Leben davon gekommen – Insel zerstörtWir waren in großer Sorge, ob Petra Charles und ihre Mitstreiter vom "Pottwalschutzprojekt Dominica" die...
Marine Science Education Program – For a better Future
Da wir unser Ziel, ein Marine Science Center zu bauen (siehe Projektbericht 2015) durch die schweren Schäden, die der Tropensturm Erika auf der Insel hinterlassen hat, bis auf Weiteres leider nicht verwirklichen können, konzentrierten wir unsere Tätigkeiten auf ein neues Projekt: Das "Marine Science Education Program". Mit Unterstützung der Regierung konnten wir dieses wunderbare, neue und einmalige Projekt ins Leben rufen. Nicht nur zuhören...
Dominica: "Whale Watching for Kids" - Oktober 2016
Im Oktober konnte nun endlich das zweite "Whale Watch for Kids" dieses Jahres stattfinden. Diesmal waren 30 Kinder der Newtown Primary School mit dabei. Pottwale außer Sicht …Leider wurden, wie auf den Ausfahrten der vergangenen drei Monate, keine Pottwale gesichtet und auch Delfine ließen sich nur vereinzelt sehen. Eine Erklärung dafür haben wir nicht. Zwar sinkt die Zahl der Pottwale vor Dominica, laut einer Studie von Dr. Shane Gero,...
Dominica: "Whale Watching for Kids", Mai 2016
Am 20.5.2016 war es wieder soweit, Walbesichtigung für 40 Kinder der St. Joseph Primary School. Traumwetter auf unserer Trauminsel Dominica, doch leider blieben die Wale und Delfine ebenso traumhaft unsichtbar. Zwar konnten wir mit dem Hydrophon zweimal in der Ferne zumindest einen einzigen Pottwal hören, doch für die ungeübten Ohren der Kinder waren diese weit entfernten Clicks kaum auszumachen. Umso mehr Freude hatten sie, mir ihr...
Dominica: Zweites "Whale Watching for Kids", Februar 2016
Diesmal gab es ein ganz besonderes Kinder-Whale-Watch: Es wurde keine bestimmte Schule ausgesucht, sondern mit Frau Gloria zusammengearbeitet, die sich auf Dominica um Kinder aus sozial schwachen Familien kümmert. Sie arbeitet ehrenamtlich und betreut die Kinder nachmittags nach der Schule. Ihre Gruppe nennt sie: "Love one - teach one". Sie bastelt mit ihren Schützlingen, macht Hausaufgaben und viele andere Aktivitäten mit ihnen. Es wurde...
Dominica: Erstes "Whale Watching for Kids" 2016
Am 28. Januar 2016 führten Andrea und Wilfried Steffen, die Leiter des Pottwalschutzprojekts auf Dominica, das erste "Whale Watching for Kids" (Walbeobachtungen für Kinder) mit 24 Schülern der 5. und 6. Klasse der Colihaut Primary School durch. Zwei Lehrer und zwei Eltern begleiteten die Schülerinnen und Schüler. Unterstützt wurde das Projekt diesmal wieder von dem Schweizer Förderverein "Kinder in Dominica" von Renate Siegenthaler, der den...
Neuigkeiten aus der Karibik von den Dominica-Pottwalen
Andrea und Wilfried Steffen, Leiter des Pottwalschutzprojekts Dominica, trafen gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes auf Dominica auf die beiden Weibchen "Pinchy" und "Fingers" aus der Group of Seven, aus der unsere Patenpottwale stammen. Beiden geht es gut und sie sehen wohlgenährt aus. Das neue Baby von "Pinchy" und das Pottwalmännchen "Enigma" wurden bislang nicht gesichtet. Auf "Fingers" traf man dann wieder am 10. Januar. "Sie hat...
Projektleiterin Andrea Steffen erhält Umweltpreis "Trophée de femmes"
Pressemitteilung, 16.02.2012 - Die Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" ehrt GRD-Projektleiterin Andrea Steffen mit dem Umweltpreis "Trophée de femmes" für ihren Einsatz für die Pottwale vor der Karibikinsel Dominica. Die für die GRD ehrenamtlich tätige Pottwalschützerin Andrea Steffen aus Düsseldorf erhielt den mit 5.000 Euro dotierten zweiten Platz für ihr Projekt "Schutz von Pottwalen und Umweltbildung im Inselstaat Dominica". 2012...

Ausfahrt Kinder Whale Watch Oktober 2016."Maria" – der Name kommt unschuldig klingend daher, doch eine seiner Deutungsmöglichkeiten ist "die Widerspenstige; die Ungezähmte". Das passt zu dem, was der "Maria" getaufte Hurrikan der Kategorie 5 am 19. September auf der Karibikinsel Dominica anrichtete: schwerste Zerstörungen.

Mit dem blanken Leben davon gekommen – Insel zerstört
Wir waren in großer Sorge, ob Petra Charles und ihre Mitstreiter vom "Pottwalschutzprojekt Dominica" die gewaltige Naturkatastrophe heil überstanden hatten. Tagelang gab es keinerlei Kontakt. Ende September dann, die erste Nachricht: "Mir geht es dem Ausnahmezustand entsprechend gut, bin am Leben, das ist die Hauptsache. Von meinem geliebten Dominica ist nicht mehr viel übrig, der Anblick ist schwer zu ertragen".

Hurrikan "Maria" hat die Insel fast vollständig zerstört. Es gibt keinen Strom, kein Wasser, kaum noch Straßen und kaum etwas zu essen. Die meisten Lebensmittel sind verdorben, Gemüse- und Obstanbau wie auch die komplette Infrastruktur sind zerstört. Man kann das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht mal einschätzen, jeden Tag gibt es neue Hiobsbotschaften, weil man erst jetzt so langsam mit schwerem Gefährt und Gerät in die entlegenen Ecken gelangt und davon gibt es viele. Die Müllentsorgung ist ein großes Problem, da es auch die Müllkippe nicht mehr gibt.

Laut Angaben der Regierung soll es für mindestens 6 Monate keinen Strom und 1 Jahr lang kein Wasser geben. Schulen sollen laut Regierung 1 Jahr geschlossen bleiben, sie müssen als Not-Unterkünfte für tausende Obdachlose dienen. Ausnahmezustand und Aussgangssperre wurden bis zum 31.Dezember verlängert. Mindestens 40 Menschen sollen ums Leben gekommen sein, viele werden noch unter den Trümmern vermutet.

Wiederaufbauarbeiten kommen nur langsam voran
Nur an einem Ort in der Inselhauptstadt Roseau gibt es noch eine Internetverbindung. Mit ihrem Handy kann Petra sie aber nur kurz nutzen, da sie keine Möglichkeit hat, es wieder aufzuladen. "Wir arbeiten von morgens um 5 an und versuchen alle Wege frei zu räumen und zu Flüssen zu gelangen mit Geschirr und Dreckwäsche. Eine Insel voller Arbeitsloser jetzt, keine Ahnung wie es weiter geht, ein Tag nach dem anderen, es geht ums nackte Überleben hier und jetzt und nicht aufgeben. Zwei Supermärkte haben nun begonnen das nötigste stundenweise zu verkaufen und Lagerbestände mit Lkws in die Dörfer zu fahren. Hungern muss also keiner mehr ", schreibt Petra.

Schutzprojekt temporär nicht mehr aktiv
Whale Watching für Kinder beim Marine Science Education Program 2016.An eine Weiterführung der Projektarbeit auf Dominica ist jetzt nicht zu denken. Wir werden uns sicherlich erst gegen Ende 2018 mit allen Partnern beraten können, wie es weitergeht – nach "Maria".

Wir bitten alle, die eine Pottwalpatenschaft übernommen haben oder das Projekt mit einer Spende unterstützen, ganz herzlich darum, den Pottwalen treu zu bleiben und wie Petra Charles es vorlebt, nicht aufzugeben.

Die Pottwale und die Menschen aus Dominica werden diese Unterstützung brauchen – jetzt mehr denn je! "Zurück auf die Bäume will keiner, aber defakto leben wir derzeit wie vor 100 Jahren und Kinder lesen wieder Bücher, auch nicht das Schlechteste. Es gibt hier ein Sprichwort, was sicherlich irgendwann seine Wahrheit entfaltet: Every disappointment is a blessing!", schrieb Petra in ihrer jüngsten Nachricht.

Aufgrund wiederholter Anfragen weisen wir der Vollständigkeit halber darauf hin, dass Dominica-Projektgelder nicht für den Wiederaufbau verwendet werden (dürfen). Finanziert werden ausschließlich Maßnahmen der Projektarbeit. Wir hoffen, dass es damit gegen Ende 2018 weitergehen kann.
nach Informationen von Petra Charles, Stand: 11.10.2017

 

 

Andrea und Wilfried Steffen haben das Marine Science Education Program für Kinder auf Dominica ins Leben gerufen.Da wir unser Ziel, ein Marine Science Center zu bauen (siehe Projektbericht 2015) durch die schweren Schäden, die der Tropensturm Erika auf der Insel hinterlassen hat, bis auf Weiteres leider nicht verwirklichen können, konzentrierten wir unsere Tätigkeiten auf ein neues Projekt: Das "Marine Science Education Program".

Mit Unterstützung der Regierung konnten wir dieses wunderbare, neue und einmalige Projekt ins Leben rufen.

Nicht nur zuhören sondern aktiv mitarbeiten
Ziel und Sinn dieses neuen Programmes ist die Integration der lokalen Schulen, um den Schülern den Schutz des marinen Lebens zu vermitteln. Vortrag beim Marine Science Education Program 2016.Dazu wurden von drei verschiedenen Institutionen gemeinsam entsprechende Vorträge in den Schulen gehalten. Dies waren:
- Pottwale e.V. über Wale und Delfine
- DomSeTCO (Dominican Seaturtle cooperation) über Schildkröten
- Fisheries Department über Fische und das Leben in Korallenriffen

Inhalt der Vorträge war vorranging das Wissen über die entsprechenden Tiere zu vermitteln, um dann im Anschluß auf die Gefahren hinzuweisen und was jeder Einzelne zum Schutz der Tiere und deren Lebensräume beitragen kann.

Die Kinder sollten jedoch nicht nur zuhören sondern aktiv an diesem Programm mitarbeiten.

Als Belohnung durften die Schulen sich dann ein dem Vortrag entsprechendes Event aussuchen an denen die Kinder teilnehmen konnten. Wir boten dazu den Kindern eine Walbeobachtungsausfahrt an, DomSeTCO entsprechende Schildkrötenbeobachtungen und das Fisheries Department offerierte einen „Fish Day“, an dem Schülern, Lehrern und Eltern an einem Tag ein kostenloses Fischessen angeboten wurde.

Alle wollen die Wale sehen
Whale Watching für Kinder beim Marine Science Education Program 2016.An allen Schulen wurde einstimmig das von uns angebotene Kinder Whale Watching ausgesucht. Wir haben uns natürlich sehr darüber gefreut, dass das Interesse an diesen Tieren so groß war. Die Kinder konnten somit das Gelernte sofort auf dem Meer umsetzen und sich zugleich davon überzeugen wie schön und spannend so eine Begegnung mit den Meeressäugern sein kann.

Auf allen Touren mit den Kindern hatten wir auch großes Glück und sahen Wale und Delfine. Die Stimmung war unglaublich und nicht zu beschreiben. Viele waren zum ersten Mal überhaupt auf einem Boot und fast alle hatten noch nie einen Wal oder Delfin im Meer gesehen. Sie überschlugen sich vor Freude und das äußerte sich auch schon manchmal in sehr lautem Geschrei.

Aber nachdem wir alle wieder einigermaßen beruhigt hatten konnte im Anschluss sogar noch eine Fragestunde auf dem Boot stattfinden, wo die Kinder unter Beweis stellten, dass sie gut bei den Vorträgen zugehört hatten.

Eine kleine Geschichte hat uns dabei besonderes berührt
Die Stimmung war unglaublich.Natürlich wurde in den Vorträgen auch auf die große Gefahr des Plastikmülls in den Meeren hingewiesen. Nachdem die Ausfahrt fast beendet war, fuhren wir in Richtung Hafen und dort lagen einige Bojen der Fischer im Meer. Aufgeregt kam ein Kind zu mir und deutete auf die Bojen und meinte da liegt ganz viel Plastik im Meer und das müssen wir doch sofort rausholen. Schmunzelnd aber auch überglücklich, dass die Botschaft bei einigen Kindern angekommen war, klärten wir das kleine Mädchen auf und die Welt war wieder in Ordnung.

Aufregender Abschluss-Event mit wichtigem Status-Symbol
Die Kinder sollten aber auch noch spielerisch demonstrieren, was sie in den Vorträgen und den Ausfahrten alles gelernt hatten. Dazu wurde ein großer Schlussevent Eine Schulklasse hatte einen Tanz einstudiert.mit einem Wettbewerb von uns organisiert, an dem alle drei Parteien sowie alle Schulen die von uns besucht wurden teilnahmen.

Jede Schule bekam eine Aufgabe gestellt, indem sie eines der entsprechenden Tiere, einen Wal, einen Delfin, eine Schildkröte oder einen Fisch darstellen sollten. Entweder durch ein kleines Theaterstück, ein Lied, ein Gedicht oder was immer sie sich dazu einfallen lassen wollten.

Dafür schenkten wir den Schulen große Mengen blauen Stoffes den sie dafür benutzen und einsetzen konnten.

 

Kinder haben lebensgroßen Delfin genäht.Kinder haben lebensgroßen 10 Meter langen Pottwal genäht.

 

 

 

Nach der Präsentation mußten die Schüler dann auch noch drei Fragen zu dem entsprechenden Tier beantworten. Natürlich gehört zu einem richtigen Wettbewerb auch eine Preisvergabe, die hier auf Dominika immer mit einem Pokal verbunden ist. Ein Pokal ist ein wichtiges Statussymbol.

Für die große Schlussveranstaltung, welche wir dann an einem Sonntag festsetzen, wurden wieder alle Schulen eingeladen und natürlich auch alle Eltern der teilnehmenden Kindern. Zelte wurden aufgebaut, Stühle herbei geschafft, Banner aufgehängt, Musik organisiert und natürlich wurde auch durch frischen Fisch, der kostenlos zubereitet und verteilt wurde, für das leibliche Wohl gesorgt.

Es war ein riesiger Erfolg
Die große Schlussveranstaltung des Marine Science Education Program Dominica 2016.Über 200 Menschen kamen und die Schulkinder überboten sich in ihren Präsentationen. Es war unglaublich, mit welchem Enthusiasmus und Begeisterung die Kinder die Aufführungen darboten.

Ein Theaterstück wurde aufgeführt und eine Schule nähte sogar einen lebensgroßen 10 Meter langen Pottwal. Auch die drei gestellten Fragen über das entsprechende Tier welches sie präsentierten konnten mit Bravour beantwortet werden. Als Jury fiel es uns daher schon wirklich sehr schwer einen Sieger zu ermitteln.

Und so bekam dann jede Schule einen Pokal überreicht. Die Siegerschule allerdings, wie es sich gehört, den größten.

Es kamen auch alle Direktoren der Schulen, der Bildungs- und Erziehungsminister der Insel Dominika sowie die Bürgermeisterin der Stadt in der der Event stattfand. An diversen Tischen wurde auch Informationsmaterial ausgelegt und so konnten auch die Eltern noch viel Interessantes erfahren. 

Radio und Zeitungen berichteten ausführlich über diesen gelungenen Tag, so dass die Verbreitung des Marine Science Education Programm schnell die Runde auf der ganzen Insel machte. Nach dem Ende der Veranstaltung konnten wir uns somit vor weiteren Anfragen von anderen Schulen kaum retten.

Strandsäuberungsaktion beim Marine Science Education Program.Da das Programm so erfolgreich verlief, beschlossen wir es auszuweiten und begannen wir mit diversen Veranstaltungen in einem Sommercamp, so z.B. mit dem Einsammeln von Plastikmüll an diversen Strandabschnitten, sowie Art und Dance Workshops über Wale und Delfine. In 2017 werden diese Veranstaltungen noch wesentlich vertieft und ausgeweitet.

Wichtige Schritte für eine bessere Zukunft
Es ist ein unbeschreiblich schöner Moment, wenn man diese Kinder unterrichten darf und anschließend erkennt, wie aufmerksam sie zugehört haben und wieviel Liebe sie plötzlich zu diesen Tieren entwickelt haben. Sollten wir nur einige Kinder davon überzeugt haben, dass es wichtig ist das marine Leben in allen Formen und mit allen Lebewesen zu schützen, ist ein ganz wichtiger Schritt für die Zukunft erreicht.

2016 war eine unvorstellbar aufregende Zeit für den Meerestierschutz in Dominica und wir sind unglaublich stolz darauf, den Tieren der Region unsere Stimme zu verleihen und dabei unsere treuen Unterstützer, Sponsoren und Helfer in der ganzen Welt zu vertreten. Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich. Vielen, vielen Dank!
Andrea Steffen, Projektleiterin

 

Die Siegerschule bekam den größten Pokal.

 

⇒ Weitere Informationen zum Marine Science Education Program auf Pottwale e.V.

 

Ausfahrt Kinder Whale Watch Oktober 2016.Im Oktober konnte nun endlich das zweite "Whale Watch for Kids" dieses Jahres stattfinden. Diesmal waren 30 Kinder der Newtown Primary School mit dabei.

Pottwale außer Sicht …
Leider wurden, wie auf den Ausfahrten der vergangenen drei Monate, keine Pottwale gesichtet und auch Delfine ließen sich nur vereinzelt sehen. Eine Erklärung dafür haben wir nicht.

Zwar sinkt die Zahl der Pottwale vor Dominica, laut einer Studie von Dr. Shane Gero, jährlich um etwa 4 Prozent. Doch allein damit lässt sich die neue, ungewohnte "Schüchternheit" der Leviathane uns Menschen gegenüber nicht erklären...

⇒ Lesen Sie mehr: Whale Watch für die Kinder der Newtown Primary School

 

Herzlichen Dank an alle, die unser Projekt mit ihrer Wal-Patenschaft oder einer Spende unterstützen! Nur mit Ihrer Hilfe werden wir diese so wichtige Aufklärungsarbeit für die Kinder von Dominica weiterführen können.

Unterricht am Pottwalskelett beim 'Whale Watch for Kids' im Mai 2016.Am 20.5.2016 war es wieder soweit, Walbesichtigung für 40 Kinder der St. Joseph Primary School. Traumwetter auf unserer Trauminsel Dominica, doch leider blieben die Wale und Delfine ebenso traumhaft unsichtbar.

Zwar konnten wir mit dem Hydrophon zweimal in der Ferne zumindest einen einzigen Pottwal hören, doch für die ungeübten Ohren der Kinder waren diese weit entfernten Clicks kaum auszumachen. Umso mehr Freude hatten sie, mir ihr überraschend umfangreiches Wissen über Wale und Delfine lauthals zu demonstrieren.

Auch dieses Whale-Watch wurde wieder von dem Schweizer Förderverein "Kinder in Dominica" von Renate Siegenthaler, der den Transport der Kinder von der Schule übernahm, unterstützt.

⇒ Lesen Sie mehr: Whale Watch für die Kinder der St. Joseph Primary School

 

Begeisterte Kinder beim 'Whale Watch for Kids' im Mai 2016.

Kinder beobachten hoch aus dem Wasser ragendende Fluke eines abtauchenden Pottwal beim Whale Watch for Kids.Diesmal gab es ein ganz besonderes Kinder-Whale-Watch: Es wurde keine bestimmte Schule ausgesucht, sondern mit Frau Gloria zusammengearbeitet, die sich auf Dominica um Kinder aus sozial schwachen Familien kümmert.

Sie arbeitet ehrenamtlich und betreut die Kinder nachmittags nach der Schule. Ihre Gruppe nennt sie: "Love one - teach one". Sie bastelt mit ihren Schützlingen, macht Hausaufgaben und viele andere Aktivitäten mit ihnen. Es wurde eines der berührendsten "Whale Watch for Kids", das jemals im Rahmen des Pottwalschutzprojekts auf Dominica durchgeführt wurde.

Auch dieses Whale Watch wurde wieder von dem Schweizer Förderverein "Kinder in Dominica" von Renate Siegenthaler, der den Transport der Kinder von der Schule übernahm, unterstützt.

⇒ Lesen Sie mehr: Whale Watch für Kinder der Gruppe “Love one - Teach one” - Februar 2016

 

Schwanzfluke von Fingers ragt senkrecht aus dem Wasser.

Schulkinder aus Dominica lauschen dem Vortrag von Andrea Steffen.Am 28. Januar 2016 führten Andrea und Wilfried Steffen, die Leiter des Pottwalschutzprojekts auf Dominica, das erste "Whale Watching for Kids" (Walbeobachtungen für Kinder) mit 24 Schülern der 5. und 6. Klasse der Colihaut Primary School durch. Zwei Lehrer und zwei Eltern begleiteten die Schülerinnen und Schüler.

Unterstützt wurde das Projekt diesmal wieder von dem Schweizer Förderverein "Kinder in Dominica" von Renate Siegenthaler, der den Transport der Kinder von der Schule übernahm.

Erst lernen, dann geht’s aufs Boot
Nach dem obligatorischen etwa 45-minütigen Unterricht zum Thema Wale, Delfine und ihr Lebensraum, hieß es 2 Stunden Ausfahrt mit dem Whale-Watching-Boot. Alle Kinder waren total aufgeregt. Fast alle waren zum ersten Mal auf einem Boot und fragten mich immer wieder: "Miss ... fahren wir wirklich dort auf das Meer hinaus?"

Und dann ließ sich sogar einer der Paten-Pottwale, Pinchy, blicken und sagte den Kindern "Hallo".... 

⇒ Lesen Sie mehr: Whale-Watching für Kinder - Januar 2016 - Colihaut Primary School

 

Schwanzfluke von Fingers ragt senkrecht aus dem Wasser.

Schwanzfluke von Fingers ragt senkrecht aus dem Wasser.

 

Andrea und Wilfried Steffen, Leiter des Pottwalschutzprojekts Dominica, trafen gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes auf Dominica auf die beiden Weibchen "Pinchy" und "Fingers" aus der Group of Seven, aus der unsere Patenpottwale stammen. Beiden geht es gut und sie sehen wohlgenährt aus. Das neue Baby von "Pinchy" und das Pottwalmännchen "Enigma" wurden bislang nicht gesichtet.

Auf "Fingers" traf man dann wieder am 10. Januar. "Sie hat tatsächlich 20 Minuten an der Oberfläche geschlafen. Es war ein tolles Erlebnis", erzählt Andrea Steffen.

Hilfseinsatz nach Tropensturm
Schwanzfluke von Pinchy ragt senkrecht aus dem Wasser.Vergangenen Dezember wurde die Insel durch den Tropensturm Erika stark verwüstet, ganze Bergdörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten und konnten nur durch Abseilen von Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Andrea und Wilfried Steffen beteiligten sich natürlich spontan an Hilfseinsätzen für die Bevölkerung.

Neue Kinder Whale-Watching-Ausflüge
Im Januar und Februar sollen noch zwei Kinder-Whale-Watching veranstaltet werden. Diesmal wieder in Zusammenarbeit mit Renate Siegenthaler und ihrem Verein "Kinder in Dominica".

Rätselhafter Tiefsee-Kalmar
Pottwale können bis zu 3.000 m tief tauchen, um in der Tiefsee in völliger Dunkelheit Riesenkraken und Kalmare zu erbeuten. Eines dieser weitgehend unerforschten und rätselhaften "Tiefseemonster" wurde kürzlich in Dominica angeschwemmt: Ein fast völlig intakter Kalmar, dessen Art bislang nicht identifiziert werden konnte.
GRD, Januar 2016

Unbekannter Tiefseekalmar aus Dominica.Kopf des unbekannten Tiefseekalmars.

Andrea Steffen bei der Verleihung des Trophée de femmes, sie steht neben einem Poster, das für den Umweltpreis für Frauen wirbtPressemitteilung, 16.02.2012 - Die Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" ehrt GRD-Projektleiterin Andrea Steffen mit dem Umweltpreis "Trophée de femmes" für ihren Einsatz für die Pottwale vor der Karibikinsel Dominica.

Die für die GRD ehrenamtlich tätige Pottwalschützerin Andrea Steffen aus Düsseldorf erhielt den mit 5.000 Euro dotierten zweiten Platz für ihr Projekt "Schutz von Pottwalen und Umweltbildung im Inselstaat Dominica".

2012 zeichnet die Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" bereits zum neunten Mal drei Frauen aus Deutschland für ihr außergewöhnliches Engagement im Umwelt- und/oder Tierschutz aus.

"Wir wollen mit dieser Auszeichnung Frauen ehren, die sich nachhaltig für die Natur engagieren und sich beispielhaft für Umweltschutz einsetzen – ob national oder weltweit", erläutert Sabine Fesenmayr von der Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher". Die Jury legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf Frauen, die durch ihr Engagement eigene Umweltprojekte initiiert und andere Menschen motiviert haben, sich an diesen Projekten zu beteiligen.

Die offizielle Preisverleihung fand am 14.2.2012 in Stuttgart statt. "Dieser Preis ist eine große Ehre für mich. Ich freue mich sehr und hoffe, dass er dazu beiträgt, das Schicksal der Wale und Delfine vor Dominica bekannter zu machen", freut sich die Preisträgerin, die bereits seit 1997 die Pottwale vor der Karibikinsel erforscht.

Steffen hat über ihre Erlebnisse mit Pottwalen bereits ein Buch veröffentlicht ("Pottwale - Im Dunklen Blau des Meeres"), ihr zweites ("Wale – hautnah") wird im Sommer im Verlag Naglschmid erscheinen.

Der riesige Kopf des Pottwalbullen SCAR von unten gesehen, die Nasenspitze des Giganten lugt knapp aus dem WasserIns Leben gerufen wurde das GRD-Projekt auf Dominica zum Schutz der dort lebenden Pottwale und anderen Meeressäugetiere im Jahr 2005 mit der offiziellen Eröffnung der GRD-Pottwalforschungsstation in Roseau auf Dominica. Gemeinsam mit ihrem Mann Wilfried hat Andrea Steffen mit ihrer Pottwal-Forschung und Arbeit vor Ort den Grundstein für das GRD-Projekt gelegt.

Die wichtigsten Ziele sind die Einrichtung eines Walschutzgebiets, Aufklärungsprojekte für Einheimische und Touristen, Whale Watching und Umwelterziehung für Kinder sowie die Überwachung und Erforschung der vor Dominica lebenden Pottwalpopulation.

Einige der residenten Pottwale sind anhand ihrer Fluke identifiziert. Für diese Tiere kann auch eine symbolische Patenschaft übernommen werden.

⇒ Fondation Yves Rocher

PINCHY braucht Hilfe

Fluke von Pinchy vor einem Tauchgang

Pinchy (Länge 9,7 m) ist die Mutter des mittlerweile fast erwachsenen Pottwalbullen "Scar", der Dominika verlassen hat. Im Oktober 2006 bekam "Pinchy" ihr zweites Baby, das Männchen "Scrape".

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