Letzte Chance für die letzten rosa Delfine vor Taiwan
Die Taiwanesen lieben ihre rosa Delfine. Doch allen Schutzbemühungen zum Trotz nimmt ihre Zahl immer weiter ab. Bei der letzten Erfassung dieser Population des Chinesischen Weißen Delfins (Sousa chinensis) - eine der vier anerkannten Buckeldelfinarten - kam man 2010, laut Courthouse News Service, auf einen Bestand von nur noch 74 Tieren, die in der Taiwanstraße leben. Andere Quellen sprechen von bis zu 100 Delfinen. Sie leben wie alle...
Zwergblauwale sterben vor Sri Lanka durch Schiffskollisionen
Das Schicksal der vor Sri Lanka im Indischen Ozean lebenden Zwergblauwale (Balaenoptera musculus brevicauda) hängt an nur 15 Seemeilen. Die Verlegung einer Schiffsroute um diese Distanz könnte die Rettung für die Population dieser eng mit den großen Blauwalen verwandten, immerhin aber auch noch stolze 24 m groß werdenden Bartenwale bedeuten. Denn jedes Jahr kommt es vor der Südküste Sri Lankas zu über 1.000 Zusammenstößen zwischen bis zu 300...
Zu viel Lärm im Mittelmeer gefährdet Wale und Delfine
Im Mittelmeer herrscht zu viel Lärm. Dies wird besonders für die sich vornehmlich akustisch orientierenden Delfine und Wale zu einer immer bedeutender werdenden Überlebensfrage. In vielen Lebensräumen herrscht ein infernalisch hoher Lärmpegel. Die Ursachen sind hausgemacht: Seismische Untersuchungen für die Suche nach Erdöl- und Erdgaslagerstätten, der stark gestiegene Schiffsverkehr sowie Marinemanöver, bei denen Hoch- und...
Delfinmutter trauert um totes Baby – Todesursache: Schraubenverletzung?
Nahe der vor Istrien liegenden Insel Cres wurde am 10. August eine Delfinmutter beobachtet, die ihr totes Kleines auf dem Rücken balancierend sich schwerfällig durch die Wellen bewegte. Die kroatische Zeitung 24sata veröffentlichte darüber einen Bericht nebst Video mit dem Titel "Beerdigung eines Delfins". Immer wenn der bereits erste Verwesungsspuren zeigende Körper des Babys der Mutter vom Rücken rutscht, nimmt sie den kleinen Delfin wieder...
Hongkong: Neue Flughafenlandebahn gefährdet rosa Delfine
Der geplante Bau der dritten Landebahn des Hongkong International Airport gefährdet das Überleben der bedrohten Chinesischen Weißen Delfine (Sousa chinensis) in den Gewässern der Millionenmetropole. Seit Jahren warnen Experten vor dem Erlöschen der etwa fünf noch existierenden Populationen dieser noch weitgehend rätselhaften und streng geschützten Delfinart vor Hongkong. Eine sehr küstennah lebende DelfinartDas Verbreitungsgebiet der auch als...
Taiwan etabliert erstes Schutzgebiet für Chinesische Weiße Delfine
An der Westküste von Taiwan wird das erste Schutzgebiet für die bedrohten Chinesischen Weißen Delfine (Sousa chinensis), die auch Buckeldelfine genannt werden, entstehen, wie "Taiwan Today" berichtet. Die 763 Quadratkilometer große Schutzzone umfasst das Meeresgebiet zwischen dem im zentralen Westen der Insel gelegenen Fischereihafen von Longfeng (Miaoli Distrikt) und dem Leuchtturm auf der Waisanding Sandbank (Chiayi Distrikt) im Süden, auf...
Trauriger Fund: Weißer Ostsee-Schweinswal auf Fehmarn tot angestrandet
Pressemitteilung, 19.09.2013 - Am 08. September wurde bei der Marienleuchte auf Fehmarn gegen 12:00 Uhr ein toter weißer Schweinswal bei einem Spaziergang von Niels Ristau gefunden, der dies an die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und den für die Bergung Zuständigen meldete. Noch im Januar erfreute die Meldung in den Medien über die extrem seltene Sichtung eines weißen Schweinswals bei Fehmarn die Öffentlichkeit. Mit einiger...
Vor Hongkong sterben die rosa Delfine
In den verschmutzten Gewässern vor der Millionenmetropole Hongkong treiben immer mehr tote Jungtiere der bedrohten Chinesischen Weißen Delfine (Sousa chinensis). Experten warnen vor dem Erlöschen der etwa fünf noch existierenden Populationen dieser noch weitgehend rätselhaften und streng geschützten Delfinart vor Hongkong. Die Ursachen für das jetzt beobachtete Sterben von so vielen Jungtieren sind unklar, am ehesten kommen wohl die starke...
Schiffssonare lassen Blauwale verstummen
San Diego/Kiel, 01.03.2012 - Bootslärm stört auch in mittleren Frequenzen das Walverhalten - Der Lärm, den der Mensch im Meer verursacht, stört Blauwale in ihrem Verhalten - auch wenn er nicht in Frequenzen der Walgesänge dringt. Das berichten Biologen der University of California in San Diego im Open-Access-Journal "PLoS ONE". Je nach der Art des Geräusches stoßen die Wale selbst weniger oder mehr Töne aus, so das Ergebnis ihrer Studie. Ihre...
Koalition stimmt gegen GRD-Petition zum Verbot von Speedbootrennen in der Ostsee
Berlin, 27.10.2010 - Enttäuschung beim Schutz der Schweinswale - Koalition stimmt gegen GRD-Petition zum Verbot von Speedbootrennen in der Ostsee - Kein Schutz für bedrohte einheimische Schweinswale Speedbootrennen werden auch zukünftig die vom Aussterben bedrohten Schweinswale in der Ostsee gefährden. Die Koalitionsparteien haben mit ihrer Mehrheit die GRD-Petition abgewiesen, die sich dafür einsetzte, die Rennen auf der Ostsee in den...
Spanien verhängt Tempolimit für Pottwale vor Gibraltar
Im März 2007 verhängte die Spanische Regierung für ein Gebiet in der Straße von Gibraltar, in dem 25 Pottwale leben, ein Tempolimit von 13 Knoten. Diese für Europa beispiellose Entscheidung soll in der viel befahrenen Wasserstraße Kollisionen schnell fahrender Schiffe mit den Walen verhindern. Der Meeresbiologe Sven Koschinski, nationale Kontaktperson der Internationalen Walfangkommission (IWC) zum Thema Kollisionen, erklärt dazu: "Ein...

Toter Brydewal liegt quer auf dem Bugwulst eines Containerschiffs

Das Schicksal der vor Sri Lanka im Indischen Ozean lebenden Zwergblauwale (Balaenoptera musculus brevicauda) hängt an nur 15 Seemeilen. Die Verlegung einer Schiffsroute um diese Distanz könnte die Rettung für die Population dieser eng mit den großen Blauwalen verwandten, immerhin aber auch noch stolze 24 m groß werdenden Bartenwale bedeuten. Denn jedes Jahr kommt es vor der Südküste Sri Lankas zu über 1.000 Zusammenstößen zwischen bis zu 300 m langen Containerschiffen und den schätzungsweise 300 Zwergblauwalen, die sich dort in ihren Nahrungsgründen aufhalten. Für etwa 50 der seltenen Wale enden die Kollisionen tödlich.

Karte zur Verlegung der Schifffahrtsrouten vor Sri Lanka.

Verlegung um 15 Seemeilen verringert Kollisionsgefahr um 95%
Leider konnten sich die Regierung von Sri Lanka und der World Shipping Council (Interessenvertretung der Container-Linienreedereien) bislang nicht darauf einigen, einen Antrag auf Verlegung der Schifffahrtsrouten um 15 Seemeilen bei der International Maritime Organization (IMO) zu stellen. Der Seeweg würde dadurch um durchschnittlich nur 5 Seemeilen länger und nach Ansicht von Experten die Kollisionsgefahr um 95 % verringern.

Auch Kleinfischer und die für den regionalen Tourismus bedeutende Whale-Watching-Industrie würden profitieren, die Verschmutzung der Küsten könnte reduziert werden.

Unsere Partner von Friend of the Sea (FOS) haben am 11. Februar die IMO und die wichtigsten angeschlossenen Reedereien aufgefordert, zum Schutz der Zwergblauwale im Gebiet zwischen dem 80° und 81° Längengrad Ost wenigstens die Geschwindigkeit von Containerschiffen auf 10 Knoten (18,52 km) zu reduzieren.

 

Weitere Informationen:

⇒ Schiffskollisionen – Neue Gefahr für Meeressäuger

⇒ Spanien verhängt Tempolimit für Pottwale

Toter Wal hängt auf dem Bugwulst eines Containerschiffs.Im März 2007 verhängte die Spanische Regierung für ein Gebiet in der Straße von Gibraltar, in dem 25 Pottwale leben, ein Tempolimit von 13 Knoten. Diese für Europa beispiellose Entscheidung soll in der viel befahrenen Wasserstraße Kollisionen schnell fahrender Schiffe mit den Walen verhindern.

Der Meeresbiologe Sven Koschinski, nationale Kontaktperson der Internationalen Walfangkommission (IWC) zum Thema Kollisionen, erklärt dazu: "Ein Tempolimit von 13 Knoten (24 Stundenkilometer) ist eine sinnvolle Maßnahme, Großwale vor tödlichen Kollisionen zu bewahren. Leider gilt dieses Limit nur in einem sehr begrenzten Meeresgebiet. Rundherum fahren Schnellfähren nach wie vor mit Geschwindigkeiten bis zu 38 Knoten."

Um das Problem wirkungsvoll zu lösen, müssen Geschwindigkeitsbegrenzungen für alle Gebiete erlassen werden, in denen es regelmäßig zu Unfällen mit Walen kommt. Die IWC benennt vor allem den Ärmelkanal, Skagerrak, die Ostsee, Kattegat und Belte und die Straße von Dover als Risikogebiete. Dazu kommen die Gebiete rund um die Kanarischen Inseln, wo Schnellfähren häufig Wale rammen.

Von Schiffskollisionen betroffen sind nach derzeitiger Kenntnis mindestens 17 verschiedene Walarten, vor allem Großwale wie Pottwal, Finnwal, Buckelwal, Nordkaper oder Südkaper. Unter den Delfinen werden Großer Tümmler und Blau-Weißer Delfin gelistet. Auch Chinesische Weiße Delfine (Indo-Pazifische Buckeldelfine) sind stark gefährdet. In den letzten 10 Jahren ist ihr Bestand um 40 % zurückgegangen. Beifang und Kollisionen gelten als die Hauptursachen.

In dem schwarz umgrenzten Bereich gilt das Tempolimit, in Pink dargestellt sind Hauptverbreitungsgebiete einer lokalen Pottwalpopulation
Quelle: INSTITUTO HIDROGRÁFICO DE LA MARINA (2006)

Karte der Straße von Gibraltar, in enem schwarz umgrenzten Bereich gilt das Tempolimit, in Pink dargestellt sind Hauptverbreitungsgebiete einer lokalen Pottwalpopulation

Berlin, 27.10.2010 - Enttäuschung beim Schutz der Schweinswale - Koalition stimmt gegen GRD-Petition zum Verbot von Speedbootrennen in der Ostsee - Kein Schutz für bedrohte einheimische Schweinswale

Speedbootrennen werden auch zukünftig die vom Aussterben bedrohten Schweinswale in der Ostsee gefährden. Die Koalitionsparteien haben mit ihrer Mehrheit die GRD-Petition abgewiesen, die sich dafür einsetzte, die Rennen auf der Ostsee in den deutschen Hoheitsgewässern zu verbieten.

"Es ist sehr enttäuschend, dass die Koalition einen Rückzieher macht, wenn es um wirkungsvollen Schutz der bedrohten Tiere geht", sagt Valerie Wilms, die in der grünen Bundestagsfraktion für maritime Fragen zuständig ist. "Ein Verzicht auf solche Spaßveranstaltungen würde den enormen Lärmanstieg in der Ostsee wenigstens etwas dämpfen. Leider sind die Auflagen für die Veranstalter nicht ausreichend, denn Boote mit riesigen Motoren machen immer riesigen Lärm" so die Bundestagsabgeordnete.

Die Petition war im August letzten Jahres von der GRD im Zuge der Protestaktion gegen die Speedboot-Rallye "4 Elements Challenge" eingereicht worden und wurde heute im Petitionsausschuss verhandelt. Die grüne Bundestagsfraktion hatte sich für einen aktiven Schutz der Schweinswale eingesetzt und wollte mit einem entsprechenden Mehrheitsbeschluss die Petition dem Bundesverkehrsministerium weiter leiten, um ein Verbot von Speedbootrennen zu erreichen. Bedauerlicherweise stimmten die Koalitionäre jedoch für einen Abschluss der Petition. Damit wird sie folgenlos bleiben.

Noch im Sommer hatte es einen vielversprechenden Ansatz gegeben, als man sich fraktionsübergreifend auf eine Walschutzinitiative verständigte, mit der am Ende die internationale Einführung von Walfangquoten verhindert werden konnte. Deswegen war man jetzt optimistisch, auch beim Schutz der stark bedrohten heimischen Ostsee-Schweinswale weiter zu kommen.

Die Ostsee ist eines der am meisten befahrenen Meere. Die Lärmbelastung für die empfindlichen Tiere ist enorm und hat dazu beigetragen, dass sich die Population in den letzten zehn Jahren nahezu halbiert hat. Speedbootrennen finden auch in der Nähe von Schutzgebieten statt und stören vor allem durch die große Reichweite des Lärms die Meeressäuger. Sie verursachen Gehörschäden und verändern damit das Sozial- und Jagdverhalten.

Luxusjacht Queen-M in der kroatischen AdriaSan Diego/Kiel, 01.03.2012 - Bootslärm stört auch in mittleren Frequenzen das Walverhalten - Der Lärm, den der Mensch im Meer verursacht, stört Blauwale in ihrem Verhalten - auch wenn er nicht in Frequenzen der Walgesänge dringt.

Das berichten Biologen der University of California in San Diego im Open-Access-Journal "PLoS ONE". Je nach der Art des Geräusches stoßen die Wale selbst weniger oder mehr Töne aus, so das Ergebnis ihrer Studie. Ihre Gesänge brauchen die Meeresriesen für entscheidende Verhaltensweisen, die von der Nahrungssuche bis zur Paarung reichen.

Mehr Störfrequenzen als vermutet
Die Forscher um Mariana Melcon zeichneten im Pazifik zwei Sommer lang typische Futtersuch-Rufe der Blauwale auf. Erhoben wurden zudem Umgebungsgeräusche wie Wind und Regen, jedoch auch menschenverursachter Schall wie Schiffslärm sowie Sonarsignale in mittlerem Frequenzbereich zwischen ein und acht Kilohertz. Blauwale verständigen sich selbst mit deutlich tieferen Tönen von unter 100 Hertz, wobei der enorme Schalldruck von bis zu 180 Dezibel eine Kommunikation mit Artgenossen über hunderte Kilometer erlaubt.

Die kalifornischen Forscher konnten erstmals zeigen, dass Blauwale auch auf Frequenzen reagieren, die sie selbst nicht nutzen. Je mehr sich die Säuger einem Sonar näherten, desto seltener stießen sie selbst Laute aus, wobei dieser Effekt in einem großen Umkreis eintrat. Bei normalem Schiffslärm zeigte sich das Umgekehrte, denn die Wale waren in dessen Nähe am kommunikativsten. Die Tageszeit spielte dabei keine Rolle. Welche langfristigen Auswirkungen dieser Effekt bringt, bleibt weiterhin ungeklärt.

Ortung auf Kosten der Tierwelt
Schon früher zeigten die Forscher, dass Blauwale lautere Rufe ausstoßen, sobald Schiffe an ihnen passieren. "Der Effekt dürfte ähnlich sein wie bei Singvögeln, die in der Stadt lauter singen müssen, um sich zu verständigen", berichtet der Fischereibiologe Rainer Froese vom Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften GEOMAR, im pressetext-Interview. Schiffe seien durch ihren Lärm nach heutigem Wissensstand kein großes Problem für Wale - abgesehen davon, dass sie bei Kreuzungen mit Walwanderrouten ab und zu mit an der Oberfläche schlafenden Walen zusammenstoßen.

Als weitaus gefährlicher bezeichnet Froese die Schiffssonare. "Militärische Ortungssignale sind teils so stark, dass sie das Hörzentrum und damit auch die Orientierung von Walen beschädigen können. Auffällig ist, dass Massenstrandungen von Walen gehäuft in jenen Regionen vorkommen, in denen es zuvor militärische Übungen etwa zum Aufspüren von U-Booten gab."

Doch auch die Suche nach Erdöl- und Gasfeldern auf dem Meeresboden durch die Industrie dürfte ähnlich verheerende Wirkung haben, verwendet sie doch starke Explosionen unter Wasser.

⇒ Bericht im Open-Access-Journal "PLoS ONE"

Quelle/Autor:
pressetext.redaktion - Johannes Pernsteiner
Website: www.pressetext.com

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Peru Patendelfin Juna.

Juna ist ein Weibchen. Sie wurde 2007 identifiziert und ist ständiger "Gast" in der Paracas-Bucht. Oktober 2015 bekam sie ihr erstes Baby.

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Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.