Toter Bleifarbener Delfin wird aus Hainetz geborgenMitte August bargen Mitarbeiter des KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) einen der vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine (Sousa plumbea) aus dem am Newark Beach bei Richards Bay installierten Hainetz "net 99".

Der tragische Beifangtod des seltenen Delfins entfachte eine hitzige Debatte in KwaZulu-Natal (KZN). Journalist Dave Savides, der auch "Delfinbotschafter" des von uns unterstützten Projekts "Schutz für Bleifarbene Delfine vor dem Beifangtod in Hainetzen" ist, hatte im "Zululand Observer" eine Debatte angestoßen, die in KZN große Beachtung findet.

"net 99" mit auffällig hoher Delfin-Beifangrate
Bei dem getöteten Delfin handelte es sich um ein großes, erwachsenes Tier. Der Leichnam soll im Oceanographic Research Institute in Durban untersucht werden.

Sechs Hainetze und eine 'Drumline' schützen Alkanstrand in der Richards Bay.Die hohe Beifangrate von "net 99", in dem innerhalb eines Jahres mindestens vier Delfine starben, wird selbst den Verantwortlichen des KZNSB zu viel: "Wir machen uns Sorgen über die Todesrate", wird Mike Anderson-Reade, Leiter des KZNSB von Richards Bay, im "Zululand Observer" zitiert. "Wir haben uns mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung von uMhlathuze getroffen und Vorschläge für Veränderungen an diesem Hainetz unterbreitet. Wir hoffen, dass sie positiv reagieren. Es ist ganz einfach, wir wollen keine Delfine fangen", erklärt der KZNSB-Manager.

Das Stellen von Hainetzen zum Schutz von Stränden vor Haiangriffen ist in Südafrika nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die Entscheidung liegt bei den jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen, die KZNSB beauftragen, die Netze zu installieren und zu warten.

Videopost von Dave Savides
Mit seinem Artikel im Zululand Observer und einem Videopost auf Facebook (#ZOWeekender) stieß Dave Savides auf überwiegend positive Resonanz. Die meisten Kommentare sprechen sich dafür aus, die Hainetze abzubauen. Einige Beispiele:

"Hainetze sind archaisch. Im Grunde befeuert KZNSB die Angst vor Haien, was extrem schädlich für den Tourismus ist. Denn die Realität zeigt, dass nicht mit Hainetzen ausgerüstete Strände an unserer Küste tagein tagaus genutzt werden, ohne dass etwas passiert."

"Wir sollten die Löhne für Lifeguards und ihre Anzahl an unseren Stränden erhöhen, um wirkungsvollen Schutz für Schwimmer und Surfer zu gewährleisten. Die größten Risiken im Wasser sind doch Brandungsrückströmungen, mächtige Brandungswellen, zerbrochene Glasflaschen etc".
Ulrich Karlowski, 25. August 2017
Foto oben: Dave Savides

 

Retten Sie die Bleifarbenen Delfine

Die Beifangverluste müssen gestoppt werden! Die Hainetze müssen verschwinden.

 

Weitere Informationen:

⇒ GRD-Schutzprojekt für Bleifarbene Delfine

⇒ Hintergrundinformationen zum Projekt

⇒ Video Live Feed vom Newark Beach, Richards Bay auf HUMPBACK DOLPHIN RESEARCH

 

Artikel aus Zululand Observer: Another dolphin dies in shark nets
Artikel von Dave Savides

 

LineL braucht Hilfe

Patendelfin LineL mit ihrem Baby Lilo.LineL lebt das ganze Jahr über in den Gewässern von Richards Bay und wurde im Mai 1998 erstmals gesichtet. Ihren Namen verdankt die inzwischen mindestens dreifache Mutter einer L-förmigen Narbe auf dem Buckel. Booten gegenüber verhält sie sich toleranter als die meisten anderen Delfine. Auf dem Bild ist sie mit Nachwuchs "Lilo" (hinten) zu sehen.

⇒ Pate von LineL werden⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für Bleifarbene Delfine

In Hainetz ertrunkener Bleifarbener Delfin wird geborgen

Projektpatin Janina Fautz

Janina Fautz."Ich hatte selbst schon das Glück bei meinem Besuch in Richards Bay Bleifarbene Delfine im Meer beobachten zu können. Das war wirklich eines der schönsten und magischsten Dinge, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Dieser bewegende Moment reicht aus, sich für ihren Schutz, einzusetzen."
Schauspielerin Janina Fautz | Foto: Bert Czaya