Bleifarbener Delfin im Sprung vor Richards Bay von Brett Atkins960px

 

In den vergangenen Wochen war Meeresbiologin Shanan Atkins wieder an zahlreichen "Fronten" zum Schutz der Bleifarbenen Delfine aktiv.

SouSA-Konsortium fordert verbesserten Schutzstatus
Bleifarbene Delfine Richards Bay.Das SouSA-Konsortium, eine Arbeitsgemeinschaft südafrikanischer Experten und Wissenschaftler, die sich mit Bleifarbenen Delfinen beschäftigen, wird mit einer gemeinsamen Stellungahme beim Umweltministerium auf die Notwendigkeit besserer Schutzbestimmungen für Bleifarbene Delfine (Sousa plumbea) hinweisen.

Zusätzlich verabredete man eine Langzeitstudie, um die Populationsgröße dieser vom Aussterben bedrohten Delfine und ihre wichtigsten Lebensräume besser bestimmen und eingrenzen zu können.

In den den kommenden 3 bis 5 Jahren will man koordinierte, ein- bis zweiwöchige Monitoringfahrten entlang der Ost- und Südküste Südafrikas durchführen. Auch das Sammeln akustischer Daten in verschiedenen wichtigen Habitaten soll zukünftig synchronisiert werden.

Die Wissenschaftler erhoffen sich von diesen konzertierten Aktionen wichtige Erkenntnisse über mögliche Kinderstuben der Delfine, Auswirkungen von Meeresverschmutzung, Entsalzungsanlagen, Krankheiten und Beifangverlusten. Die Population der südafrikanischen Bleifarbenen Delfine, ihr Zustand und die Gefahren, die sie bedrohen, soll so genau wie möglich, erfasst werden. Nur mit derartigen Daten lassen sich sinnvolle Schutzkonzepte aufstellen.
Foto: Brett Atkins

 

Aufbau eines nationalen Meeressäuger-Strandungsnetzwerks
Stranding Workshop.Shanan Atkins nahm an verschiedenen Workshops, u.a. des Umweltministeriums, zum Wiederaufbau des nationalen Meeressäuger-Strandungsnetzwerks (National Cetacean Stranding Network) teil. In Südafrika existieren einzelne Strandungsnetzwerke, wie in Kapstadt, wo regelmäßig Meeressäuger stranden.

Im zwischen Port Elizabeth und Kap Agulhas gelegenen Mossel Bay operiert das von Freiwilligen getragene Mossel Bay’s Stranded Marine Animals Rescue Team (SMART).

In KwaZulu-Natal arbeitet das von der South African Association for Marine Biological Research (SAAMBR) getragene KZN Marine Stranding Network.

Jetzt wurde eine Task Force aus 20 Experten gegründet, die den Aufbau eines landesweiten Meeressäuger-Strandungsnetzwerks koordinieren soll.
Foto: Jennifer Olbers

SnapShot LiveCam Newark Beach.

Citizen Science mit der LiveCam am Newark Beach
Nachdem die LiveCam am Newark Beach in Richards Bay immer wieder durch Hackerangriffe außer Gefecht gesetzt wurde, gelang es dem IT-Experten des Projekts, Brett Atkins, eine sichere Leitung einzurichten.

Wir danken unserer Unterstützerin Judith Leiter vielmals für die Übernahme der damit verbundenen Kosten.

Ihr gelangen daraufhin gleich mehrere Sichtungen von Großen Tümmlern und Bleifarbenen Delfinen, die sie als Screenshot an Shanan Atkins für ihre wissenschaftliche Arbeit weiterleiten konnte.

Das alles funktioniert natürlich nur so gut, weil der fabelhafte Shakes die Linse der LiveCam regelmäßig reinigt und die Justierung der Kamera korrigiert...

 

"DHL liefert’s schnell…"
Yusuf Suliman von DHL Express Richards Bay.Leider war das Sharks Board immer noch nicht in der Lage, den durch einen Sturm im vergangenen Oktober beschädigten Akku des vor Newark Beach angebrachten Hydrophons (Unterwassermikrofon) zu ersetzen.

Die ersatzweise installierten Batterien halten nur gut zwei Wochen. Yusuf Suliman von DHL-Express, Richards Bay, sagte spontan seine Hilfe zu und transportiert das gut verpackte Hydrophon nun kostenfrei zweiwöchentlich nach Johannesburg. Dort kann Shanan Atkins die Daten auslesen und die erschöpften Batterien durch frische ersetzen.
Foto: David Savides

 

Künstlerin Mandy Coppes-Martin unterstützt Schutzprojekt
Kunstausstellung von Mandy Coppes-Martin.Großartige Unterstützung fand das Projekt auch durch die Malerin Mandy Coppes-Martin. Sie spendete einen ansehnlichen Anteil des Verkaufserlöses ihrer Kunstausstellung.

In ihren Werken thematisiert Mandy Coppes-Martin Meeresschutzthemen wie den Einfluss von Lärm oder Ölverschmutzung auf Meeressäuger.
Nach Informationen von Shanan Atkins, Sponsors’ report #7, 05 April 2018
Foto oben: Brett Atkins

 

Weitere Informationen

⇒ Unterstützen Sie das Projekt mit einer Patenschaft für einen Bleifarbenen Delfin aus Südafrika

⇒ Video Live Feed vom Newark Beach, Richards Bay auf HUMPBACK DOLPHIN RESEARCH

⇒ Mossel Bay’s Stranded Marine Animals Rescue Team (SMART)

⇒ KZN Marine Stranding Network

⇒ South African Association for Marine Biological Research (SAAMBR)

⇒ Strandungsnetzwerke in Südafrika

 

 

MARS braucht Hilfe

Patendelfin Mars aus Südafrika.Mars wurde Ende Dezember 1999 geboren und ist ein Kind von Patendelfin Venus. Wir glauben, dass Mars ein Weibchen ist, auch wenn wir dies nicht mit Sicherheit sagen können. Das Junge schwamm oft dicht neben seiner Mutter.

⇒ Pate von MARS werden⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für Bleifarbene Delfine

In Hainetz ertrunkener Bleifarbener Delfin wird geborgen

Projektpatin Janina Fautz

Janina Fautz."Ich hatte selbst schon das Glück bei meinem Besuch in Richards Bay Bleifarbene Delfine im Meer beobachten zu können. Das war wirklich eines der schönsten und magischsten Dinge, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Dieser bewegende Moment reicht aus, sich für ihren Schutz, einzusetzen."
Schauspielerin Janina Fautz | Foto: Bert Czaya