Bulgarien untersagt Fischerei wegen zu vieler toter Delfine

by | 26. Juli 2016 | News - Fischerei

Mehr als 108 tote Delfine

Wie „MDR Wissen“ berichtet, hat die bulgarische Regierung die Fischerei in Gebieten, in denen sich viele Delfine aufhalten, vorsorglich untersagt. Sofia setzte diese Sondermaßnahme in Kraft, weil in diesem Jahr bereits mehr als 108 Delfine tot an Bulgariens Küsten strandeten. An einigen Stränden hat es aber auch Lebend-Strandungen gegeben. So sollen allein an den Stränden des beliebten Urlaubsortes Burgas bereits 77 tote Delfine gefunden worden sein, so die Behörden. Man hofft, dass die Todesursache noch geklärt werden kann.

Zweites Delfin-Massensterben im Schwarzen Meer

Bereits 2012 waren im Schwarzen Meer 200 Delfine und Schweinswale verendet und an der südöstlichen Krim-Küste gestrandet. Ukrainische Meeresbiologen gingen damals auch von einer Vergiftung als möglicher Ursache aus, da bei höchstens der Hälfte der gefundenen toten Meeressäuger die üblichen, durch Fischernetze verursachten Verletzungen festgestellt wurden.

Die drei im Schwarzen Meer isoliert lebenden Kleinwal-Unterarten, Gemeiner Delfin, Großer Tümmler und Schweinswal, sind vom Aussterben bedroht und streng geschützt. In Bulgarien wird ihr Töten mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet. Die GRD begrüßt die ungewöhnliche Maßnahme der bulgarischen Regierung, fordert aber gleichzeitig ein Umdenken zu einem nachhaltigen und langfristigen Fischereimanagement mit drastischer Beifangreduzierung und konsequenter Überwachung fischereilicher Aktivitäten im Schwarzen Meer.
Foto: A.Petzold

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