Mosambik: Wurde der Delfin Ripple von einem Hai gebissen?

Wurde der Delfin Ripple von einem Hai gebissen?

Teammitglieder unserer Partnerorganisation Encountours in Ponta do Oura haben während einer Delfinbeobachtung an Ripple etwas Erschreckendes beobachtet. Sie befürchteten einen Haibiss, da weiße Fleischstücke an seinem Anus herunterhingen. Bei späterer Analyse konnte jedoch glücklicherweise festgestellt werden, dass es sich “nur” um einen Bandwurm handelte. 

 

Schwimmen mit Delfinen: Gute Idee?

Wie auch Dolphin Encountours in Mosambik bieten weltweit unzählige Veranstalter Schwimmen mit Delfinen an. Doch der rücksichtslose und unreflektierte Tourismus bedroht die Meeressäuger und vertreibt die Delfine aus ihren Lebensräumen. Durch die Touristenboote und den dadurch wachsenden Geräuschpegel werden sie gestört. Außerdem landet vermehrt Abfall im Meer. Diese Meeresverschmutzung gefährdet den Lebensraum und die Gesundheit der Delfine.

Eine Studie der University of Otago konnte zeigen, dass Delfine in ihrem Ruhe- und Schlafverhalten durch den Delfintourismus maßgeblich gestört werden. Die Touristen drängen sich den Meeressäugern gerade zu der Tageszeit auf, die eigentlich für Ruhe- und Schlafphasen der Tiere genutzt wird. Folglich haben die Delfine weniger Energie für die Brutpflege zur Verfügung und vernachlässigen ihre Babys. Des Weiteren gefährdet der Stress die Delfingesundheit.

Aufklärung durch Delfinbeobachtungen

Jedoch kann eine Delfinbegegnung das Leben der Menschen nachhaltig ändern. Zudem wird das Bewusstsein durch die Beobachtung der Tiere in ihrem Lebensumfeld gestärkt. Folglich kann dies dazu beitragen, dass die Menschen die Meeressäuger und ihren Lebensraum nach solch einer prägenden Begegnung schützen. Deswegen können Delfinbeobachtungen auch sehr sinnvoll sein.

Patendelfin Herme

Fotocredit: Angie Gullan, DCA

 

Unser Partner in Mosambik

Der Projektpartner der Gesellschaft zur Rettung der Delphine Dolphin Encountours Research Center in Mosambik setzt sich unter anderem für nachhaltiges und tierfreundliches Schwimmen mit Delfinen ein. Außerdem veranstaltet er Strandsäuberungskampagnen um die Meere und ihre Bewohner zu schützen.

Vor Kurzem beobachtete beispielsweise das Team von Dolphin Encountours unseren Patendelfin Gulliver, wie sie mit ihrem kleinen Mädchen Ginger den Futterfang in Angriff genommen hat um ihrem Baby das Jagen beizubringen. 

Unser Patendelfin Gulliver. 

Fotocredit: DCA

CODE OF CONDUCT

Das Team um Angie Gullan, der Gründerin von Dolphin Encountours Research Center, hat es sich zur Aufgabe gemacht, ethisch vertretbare Tourismuspraktiken zu fördern um die Delfine zu schützen. Sie entwickelten in Zusammenarbeit mit dem Center of Dolphin Studies in Südafrika, dem Museum de Historia Natural, der Universida de Eduardo Mondlane und der International Dolphin Watch UK einen Verhaltenskodex, der die negativen Einflüsse der menschlichen Eingriffe auf die Delfine zu verringern soll. Dabei besteht der Anspruch den Kodex im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln.

Leitfaden für Schwimmen mit Delfinen

Der DOLPHINCARE-Code stützt sich auf Erkenntnissen von langjährigen Forschungsprogrammen. Er wurde als Standardprozedur vor, während und nach Wilddelfinbeobachtungen errichtet. Unter dem Motto „Be Aware & Take Care“ basiert der Code of Conduct auf dem Bewusstsein darüber, dass der Mensch in den Lebensraum der Delfine eindringt und das Wohlergehen des Tieres an erster Stelle stehen muss.

Dabei soll zunächst eine Einführung der im Reservat vorkommenden Arten gegeben werden. Beispielsweise muss sich die Touristengruppe während der Beobachtung leise und ruhig verhalten, stets in der Gruppe bleiben und unter keinen Umständen die Tiere anfassen, jagen oder unter den Delfinen tauchen. Außerdem ist wichtig, dass sich nie mehr als zwei Boote den Tieren nähern sollen und kein Schwimmen mit Delfinen, sondern lediglich Delfinbeobachtungen angeboten werden.

Die GRD unterstützt lediglich nachhaltige und delfinfreundliche Delfinbeobachtungen und setzt sich dafür ein, Delfine auf keinen Fall in ihren Lebensraum zu bedrohen, zu stören oder einzugreifen. Das Schwimmen mit Delfinen in Hurghada ist aufgrund des Massentourismus nicht delfinfreundlich. Im Gegensatz dazu bietet unser Projektpartner Dolphin Encountours in Ponta do Oura nachhaltigen Tourismus und Delfinbeobachtungen an.

Der Kampf gegen die Meeresverschmutzung: 670 Kilogramm Müll gesammelt

Dolphin Encountours Research Center veranstaltet nicht nur nachhaltige und tierfreundliche Delfinbeobachtungen, sondern auch regelmäßige Strandsäuberungen um der Meeresverschmutzung und ihren tödlichen Folgen entgegen zu wirken. Im vergangenen Januar wurden durch eine Aktion 670 Kilogramm Müll von 50 Freiwilligen gesammelt. Insgesamt konnten in sieben Jahren, im Rahmen von 34 Clean-Ups, mit 770 helfenden Händen, 118532 Gegenstände mit einem Gewicht über 11 Tonnen gesammelt werden.

 

 

Strandsäuberungsaktion an der Küste Mosambiks. 

Fotocredit: DCA

Gemeinsam für den Schutz der Meere

Unser Projektpartner in Mosambik hat es sich – genau wie wir – zur Aufgabe gemacht das Meer und seine Lebewesen zu schützen. Deswegen ist die Arbeit des Dolphin Research Centers wertvoll und deshalb unterstützenswert.

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