Ein Strand voller Plastikmüll in Peru.

Für das Überleben von Seevögeln, Meeresschildkröten, Delfinen, Walen und vielen anderen marinen Lebewesen stellt Plastik im Meer einen signifikante Bedrohung dar. Die globale Dimension des Problems ist gewaltig: Schätzungen gehen von mehreren Millionen Tonnen Plastikmüllteilen aus, die derzeit auf den Weltmeeren treiben, an die entlegensten Stellen hin verdriftet oder in großen Meeresdriftströmungswirbeln zusammengetrieben werden. Eine schwimmende Last, die zukünftigen Generationen aufgebürdet wird.

 

Entwicklung für eine bessere Zukunft: Reduktion und Recycling
Müllsammelstelle in Peru.Eine der wenigen Müllsammelstellen in Peru.
Foto: Denise Wenger
In Peru gibt es in weiten Teilen des großen Landes noch kein Recycling und keine modernen Müllverbrennungsanlagen. Straßen und Strände sind von Plastikmüll gesäumt, Schiffe entsorgen ihren Müll oftmals einfach im Meer entlang der fast 3000 Kilometer langen Küste: So finden sich auch am Meeressaum und im Pazifik vor der Paracas-Halbinsel, dem Lebensraum unserer Paten-Delfine und vieler seltener und geschützter Arten, Unmengen an Plastikmüll in Form von Flaschen, Tüten, Verpackungen, Netzresten und kleinen Plastikteilen, die einen beim Schwimmen im Wasser umfluten.

Umdenken unterstützen – Lösungen anbieten
Deshalb starten wir 2016 mit finanzieller Unterstützung des HIH-Fonds der Rapunzel Naturkost AG und Deutschen Umwelthilfe mit unserer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA erneut eine große Kampagne in Peru-Paracas gegenMüllabfuhr in Paracas Peru.Müllabfuhr in Paracas. Foto: Denise Wenger die Plastikmüllflut.

Viel konnte hier zwar bereits in den vergangenen Jahren erreicht werden: die über viele Kilometer mit Plastikmüll übersäten Strände wurden gereinigt und Aktionen zum Müllsammeln durchgeführt.

Doch noch immer werden Plastikabfälle zusammen mit anderen Abfällen oft nur am Straßenrand zusammengetragen und kleine Haufen mit Holzstücken versehen einfach angezündet. Ungeachtet der giftigen Dämpfe, die dadurch entstehen, und der Kohlereste mit Rückständen, die dem Wind überlassen werden, der alles in Häuser und Gärten verteilt oder manches als Eintrag ins Meer bläst, ebenso wie die vielen Plastiktüten, die verweht werden.

 

Um das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Vermeidung von Plastikmüll und nötige Recyclingprojekte zu schärfen und für diesen Problembereich zu sensibilisieren, wurde eine neue Kampagne durchgeführt mit dem Ziel, ressourcenschonendes und umweltbewusstes Denken und Handeln der Bevölkerung durchzusetzen.

 

Anti Plastik Kampagne in Peru-Paracas.Insgesamt war es eine rundherum gelungene Kampagne gegen Plastikmüll auf der Paracs-Halbinsel. Foto: ACOREMA

 

Plastik reduzieren, Strände reinigen, Tiere retten
Anti Plastik Kampagne Peru, Paracas.1000 Kampagnen-Baumwolltaschen und 1500 Ekotek-Taschen aus recyceltem Plastik wurden produziert. Foto: ACOREMASo So wurden 1000 Öko-Baumwolltaschen und 1500 Ekotek-Taschen aus recyceltem Plastik produziert. Jeder, der seinen Plastikmüll an einer der speziell für die Kampagne aufgestellten Sammelstellen abgab, erhielt im Tausch eine Kampagnentasche.

Zusätzlich wurden 4000 Info-Broschüren mit dem Titel "Plastikflaschen: Problem und Lösung in unseren Händen" produziert und verteilt.

Besonders erfreulich ist, dass öffentliche Institutionen, Behörden und Geschäfte als flankierende Unterstützer der Anti-Plastik-Kampagne gewonnen werden konnten:

Die Hafenbehörde der Stadt Pisco, die Stadtverwaltungen von Pisco, Paracas und San Andrés, die Nationalparkbehörde des Paracas-Nationalparks sowie mehrere Schutzgebietsverwaltungen, das Ministerium FONDEPES zur Förderung der Entwicklung handwerklicher 4000 Info-Broschüren 'Plastikflaschen: Problem und Lösung in unseren Händen' wurden an die Bevölkerung verteilt.4000 Info-Broschüren 'Plastikflaschen: Problem und Lösung in unseren Händen' wurden an die Bevölkerung verteilt.Fischerei und Aquakultur, die Marina von Paracas sowie Reisebüros und Restaurants.

Besucher und Kunden wurden informiert, dass sie ihre Plastikflaschen an einer der Sammelstellen abgeben können.

Insgesamt war es eine rundherum gelungene Aktion gegen Plastikmüll auf der Paracs-Halbinsel. ACOREMA hat jetzt das entscheidende Know-how, um den örtlichen Gemeinden bei der langfristigen und nachhaltigen Bewältigung des Problems mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Logo HIH Fonds.HAND-IN-HAND-FONDs hilft
Die Kampagne wurde vom HIH-Fonds der Rapunzel Naturkost AG und Deutschen Umwelthilfe mit 5000 € unterstützt. Weitere 5000 € stellte die GRD bereit.

 

Wir danken allen Unterstützern die mit ihrer Hilfe die Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt und der Delfine möglich gemacht haben ganz herzlich!
Julio Reyes, Denise Wenger

 

Anti Plastik Kampagne, Paracas, Peru.Sammelstelle für Plastikflaschen.Foto: ACOREMAPoster zur Anti Plastik Kampagne Peru, Paracas - 2016.Poster zur Anti Plastik Kampagne - 2016.

 

 

 

Anti Plastik Kampagne, Paracas, Peru.Es herrscht Andrang an der von ACOREMA eingerichteten Sammelstelle. Foto: ACOREMA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

⇒ Anti-Plastik Kampagne 2014

⇒ Broschüre "El Mar se Ahoga ¡Sálvalo!" (Das Meer ertinkt rettet es!)

 

 

Ihre Hilfe für Peru-Delfine

Drei Paracas Delfine schauen mit ihren Köpfen aus dem Wasser.

ISABEL braucht Hilfe

Peru Patendelfin Isabel.

Isabel ist ein Weibchen. Sie wurde im September 2006 identifiziert. Ihren Namen erhielt sie 2015 von den Schülern der María Montessori Schule des San Andrés-Distrikts.

⇒ Pate von ISABEL werden ⇒ Patenschaft verschenken

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