Drei Grindwale oder Pilotwale schwimmen ganz eng zusammen im tiefblauen Meer vor La GomeraIm Juni 2012 erschien der neue Bericht unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V., der das Modell eines Meeresschutzgebietes entwirft, das auf nachhaltiges Whale Watching vor der kanarischen Insel La Gomera ausgerichtet ist.

15 Jahre intensiver Wal- und Delfinforschung stecken in dem 37-seitigen Werk, das auch beim Wissenschaftsausschuss der 64. IWC-Konferenz in Panama vorgestellt wurde.

Zeitgleich wurde die spanische Version des Reports den zuständigen Behörden der spanischen Regierung in Madrid, der Umweltabteilung der Regierung der Kanarischen Inseln und der Inselregierung sowie dem Nationalparkamt auf La Gomera vorgelegt.

Titelseite des MPA-Report für Schutzgebiete vor La Gomera.Auf Grundlage des Wissens über Biologie und Ökologie der Wale und Delfine vor La Gomera beschreibt der Report, warum erfolgreicher Meeresschutz ein umfassendes Konzept benötigt, und wie dieses aussehen kann.

Er fokussiert insbesondere die individuellen Voraussetzungen La Gomeras für die Einrichtung eines marinen Schutzgebietes („Marine Protected Area“, MPA) für Meeressäuger bei gleichzeitiger (Weiter-) Entwicklung eines nachhaltigen Whale-Watching-Tourismus. Dabei werden die verschiedenen Nutzergruppen (z.B. Fischerei, Tourismus, lokale Bevölkerung etc.) genau beleuchtet und die notwendigen Regulierungen dargelegt, die für eine nachhaltige ökologische sowie ökonomische Entwicklung notwendig sind.

Mit gutem Beispiel voran: Das Best-Practice-Projekt MEER La Gomera
Die spezifischen Handlungsempfehlungen, die den Rahmen für ein umfassendes Managementkonzeptes für das Schutzgebiet stecken, sind das Kernstück des Berichts. Sie basieren auf dem großen Datenschatz des M.E.E.R. e.V., der über viele Jahre in Zusammenarbeit mit seinen Partnern - allen voran dem Whale-Watching-Anbieter OCEANO La Gomera - im Rahmen des Best-Practice-Projektes MEER La Gomera erarbeitet wurde.

Wichtige zeitgemäße Aspekte wie der ökosystemare Ansatz, die Betonung des vorbeugenden Prinzips ("precautionary principle") und der Einbezug aller Akteure sind in der Begründung des vorgeschlagenen Schutzstatus genauso integriert wie Vorschläge zu Forschung, Monitoring, Durchsetzung und Finanzierung des Schutzgebietes.

Insgesamt zielt der Maßnahmenkatalog auf den Schutz des gesamten marinen Ökosystems vor La Gomera und damit auch aller Delfin- und Walarten ab.

Die Handlungsempfehlungen sind indes nicht nur für La Gomera bzw. die Kanaren, sondern auch für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Cetaceen in Europa und weltweit relevant – überall dort, wo Whale Watching betrieben und erhöhter Schutz der Wale und Delfine notwendig wird.

Der Bericht kann somit zu einem wichtigen Instrument zur Einrichtung mariner Schutzgebietes auf internationaler Ebene werden.

⇒ MPA-Report Schutzgebiet La Gomera

Ein Charaktervoller braucht Hilfe

Zwei Große Tümmler schwimmen, von dem größeren Tier ist nur ein Teil der Finne sehen, davor hebt ein kleinerer gerade den Kopf aus dem Wasser.

Große Tümmler (Tursiops truncatus) kommen vor La Gomera am häufigsten vor. Die Kanaren-Population wird auf 300-400 Tiere geschätzt. Ihr Verhalten gegenüber Booten variiert von scheu bis neugierig, Jungtiere sind oft recht vorwitzig.

⇒ Patenschaft Große Tümmler ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für La Gomera Delfine

Ein Gemeiner Delfin vor La Gomera. Mit halbem Körper aus dem Wasser beim schnellen Schwimmen. Foto: MEER

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