Heute steht Meeresbiologie auf dem Stundenplan der Viert- und Fünftklässler der Salisbury Primary School, hier zusammen mit Projektgründerin Andrea Steffen (links) und der Betreuerin vor Ort, Petra Charles (hinten). Am 20. Januar 2012 war es wieder so weit. Zwei Schulklassen der Salisbury Primary School fuhren auf eine Whale-Watching-Exkursion. Sieben Pottwale ließen sich für die Viert- und Fünftklässler blicken, deren Begeisterung grenzenlos war.

Hier der Bericht unserer Betreuerin auf Dominica, Petra Charles:

Auch 2012 werden wir – dank der unermüdlichen Unterstützung aller Spender – nicht müde, den Kleinsten dieser Insel einen unvergesslichen und lehrreichen Tag zu bereiten, und es hat auch diesmal wieder wunderbar geklappt. Dank der Anwesenheit der Projektleiterin Andrea Steffen gab es diesmal wieder neue T-Shirts "We save the whales" zu vergeben und die Kids waren mehr als happy über dieses Geschenk!

Erst die Theorie im Pottwalforschungs- und Informationszentrum in Roseau, dann die Praxis…Auch an dieser staatlichen Schule existiert das übliche Problem: Meeresbiologie steht nicht auf dem Lehrplan! Da ich den Ausflug bereits Wochen vorher mit dem Schuldirektor Mr Vidal organisiert hatte, wurde den Kindern bis dahin die Möglichkeit gegeben, auf von der EU gesponsorten Computern nach Schulschluss zu surfen und Fragen zu erarbeiten. Es war eine helle Freude zu erleben, dass bereits vor der Ausfahrt und bei der Einführung am Pottwal-Skelett im Forschungs- und Informationszentrum in Roseau viele Kids nicht mehr an sich halten konnten und tausend Fragen stellten, die wir sehr gerne beantworteten.

"Wieso hat das Pottwal-Skelett keinen Schwanz?" "Was ist in dem großen Kopf oder fehlen da nur Knochen?" "Wie reden die mit ihren Freunden? Haben die überhaupt welche?" "Wieso sind einige Wale immer alleine und Delfine immer zu so vielen?" Besonders außergewöhnlich fand ich die Frage von der neunjährigen Alicia: "Ms Petra, mögen die uns eigentlich oder finden die uns doof, weil wir so viel kaputt machen?" "Gute Frage, Alicia, wenn wir DAS nur wüssten. Wir können nur versuchen, es besser zu machen, und darum gibt es solche Projekte wie unseres!" Pause. Alicia: "Ja dann müssen wir eben alle zusammenhalten und den Walen sagen, dass es uns leid tut!" Allein dafür lohnt sich unser Schutzprojekt!

Ein Pottwal zeigt sich für die Schüler.Kaum auf See, wurden wir mit vielen Sichtungen von Pottwalen belohnt, die beim Abtauchen auch noch formvollendet ihre Fluke für die Handy-Kameras zeigten! Ein ganz besonderes Erlebnis war das Erscheinen eines Pottwal-Weibchens mit säugendem Kalb. Die Kinder kreischten vor Freude, bis zwei Mädchen dem freudigen Gejohle Einhalt geboten: "Jetzt seid mal ruhig, die Mama flippt ja sonst aus!" 

Danke für diesen wunderbaren Tag an alle Spender und Pottwalpaten. Es lohnt sich – immer und immer wieder ...
Petra Charles

FINGERS braucht Hilfe

Die senkrecht in der Luft stehende Fluke des Dominica-Patenpottwals FINGERS.

Fingers ist ein ausgewachsener weiblicher Pottwal (Länge: 9,5 m). Sie bekam im November 2004 ein Baby, das nur ein Jahr lebte. 2010 gebahr sie ein neues Baby: "Trigger".

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Ihre Hilfe für Dominica-Pottwale

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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