Wale, Delfine und Haie vor Galizien: Das große Fressen
Finnwalschutz-Projekt 2024
Das EDMAKTUB-Team zieht eine überaus positive Bilanz der Forschungsarbeiten im September. In den Gewässern vor Galizien konnten mehr als 100 Individuen identifiziert werden. Zudem wurden durch den Einsatz von Drohnen sogenannte Blasproben entnommen, wodurch wertvolle Daten zur Finnwal-DNA gesammelt werden konnten.
Ändert sich das Fressverhalten der Finnwale, wenn viele Tiere in der Nähe sind?
„Es gelang uns, viele Tiere zu identifizieren und eine Menge Informationen zu sammeln, die zur Fortsetzung der Forschung im Finnwal-Projekt verwendet werden“, freut sich EDMAKTUB-Mitarbeiterin Beatriu Tort über die positiven Ergebnisse aus dem Untersuchungszeitraum im September. „Darüber hinaus konnten wir intensiv untersuchen, ob sich das Fressverhalten der Finnwale ändert, wenn viele Tiere in der Nähe sind.“ Denn es waren nicht ausschließlich Finnwale, die das Team zu Gesicht bekam, sondern auch riesige Gruppen von Gemeinen Delfinen, je ein Blau- und ein Buckelwal, Blauhaie sowie Mondfische.
Zwei Finnwale und ein Blauwal schwimmen nahe der Oberfläche.
Die meisten Erhebungen fanden vor der Ria de Vigo statt, wo die Finnwale in Wassertiefen zwischen 150 und 200 Metern gesichtet wurden. Hier setzte EDMAKTUB eine Drohne gezielt ein, um Foto-Identifikation mit Biopsien und Blasproben zu kombinieren. „In der Regel können die Aufnahmen, die während dieser Annäherungen gesammelt werden, zur Studie der Morphometrie (Untersuchung und Analyse der Formen und Größen von Strukturen) verwendet werden, wobei die Länge der Tiere gemessen und mit der Länge des Forschungskatamarans verglichen wird“, erklärt Beatriu Tort.
Blasprobe per Drohne und Petrischale
Auch bei den Blasproben kommt die Drohne zum Einsatz: Dabei überquert die Drohne die Blasenspur in einer Höhe von zwei bis vier Metern über dem Tier, sodass ein Teil der ausgeatmeten Luftpartikel auf einer Petrischale niedergeht. Diese schonende bzw. nicht-invasive Methode ermöglicht die Sammlung von Finnwal-DNA sowie von DNA anderer Mikroorganismen, die im Atemwegssystem der Finnwale vorkommen können.
Insgesamt legte das EDMAKTUB-Team im September an 13 Tagen auf See 1.338 Kilometer zurück.
Die von EDMAKTUB eingesetze Drohne “Mavic 3” mit einer aufgesetzten Petrischale, die für die Blasproben verwendet wird.
Fotos: EDMAKTUB
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