Südafrika: Schutzprojekt für Bleifarbene Delfine

Aussterben verhindern

Hilfe für rätselhafte Delfine

Seit 2017 unterstützen wir die südafrikanische Meeresbiologin Shanan Atkins und ihr Team von Humpack Dolphin Research aus Johannesburg und Richards Bay (KwaZulu-Natal). Gemeinsam wollen wir das Aussterben der Bleifarbenen Delfine in Südafrika verhindern.

Richards Bay ist ein wichtiger Ort und Beifang-Hotspot für Bleifarbene Delfine. Sie kommen gerne und oft hier her und hier sterben sie auch.

Denn allein die vor den Stränden von Richards Bay installierten Hainetze sind für 60 Prozent aller Beifänge von Bleifarbenen Delfinen in Südafrika verantwortlich!
Foto oben: Brett Atkins

Wollen das Aussterben der Bleifarbenen Delfine in Südfafrika verhindern: Shanan Atkins mit einem Teil des Teams von Humpack Dolphin Research.

Die letzten ihrer Art: Bleifarbene Delfine in Südafrika

Bleifarbene Delfine (Sousa plumbea) gehören zu den Buckeldelfinen. Obwohl sie extrem nah an der Küste leben, wissen wir nur wenig über sie. Eindeutig jedoch ist, dass sie vom Aussterben bedroht sind! In Südafrika sind sie sogar die am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäuger. Es gibt noch etwa 500 von ihnen.

Sie sind zwischen 2m und 3m groß und können bis zu 200kg schwer werden. Doch was die Gattung Sousa eigentlich auszeichnet ist ein charakteristischer, längsgezogener Rückenbuckel in der Mitte des massigen Körpers. Außerdem erkennt man sie leicht an ihrer langen, schlanken Schnauze.

Zu den größten Gefahren für das Überleben dieser scheuen Delfine zählen Lebensraumzerstörung, Meeresverschmutzung, Beifang und ausufernder Tourismus. In Südafrika jedoch kommt entlang der Küste der Provinz KwaZulu-Natal eine bislang völlig unterschätzte Gefahr hinzu:

Hainetze zum Schutz von Surfern und Schwimmern vor Angriffen großer Haie

Um Strände gegen Haiangriffe abzusichern, werden mehrere Stellnetze etwa 400 Meter vor der Küste installiert. Sie sind meist etwas über 200 Meter lang, sechs Meter hoch und werden knapp unter der Wasseroberfläche schwebend verankert. In ihnen verfangen sich große und kleine Haie, Rochen, Meeresschildkröten, große Fische und Delfine. Die Tiere sterben einen langsamen, qualvollen und einsamen Tod – wenn sie nicht rechtzeitig befreit werden. An 37 Badestränden der 320 Kilometer langen Küste von KwaZulu-Natal lauern zusammengerechnet 23,4 Kilometer Hainetze auf Delfine in Südafrika.

Das gefährlichste Hainetz an der Küste von Südafrika ist Geschichte!

Projektpatin Janina Fautz

“Ich hatte selbst schon das Glück bei meinem Besuch in Richards Bay Bleifarbene Delfine im Meer beobachten zu können. Das war wirklich eines der schönsten und magischsten Dinge, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Dieser bewegende Moment reicht aus, sich für ihren Schutz, einzusetzen.”

Schauspielerin Janina Fautz | Foto: Bert Czaya

Unsere Arbeit

  • Übertragung eines Live-Video-Streams auf die Website von Humpack Dolphin Research
  • Bürgerwissenschaftler / Citizen Scientists aus der ganzen Welt informieren uns, wenn sie Delfine oder Wale sehen
  • Ein Unterwassermikrofon zeichnet die Laute der Delfine auf
  • Mitarbeit im Task Team “Sousa in Africa” der IWC
  • Mitarbeit beim SouSA Consortium, einer einzigartigen Initiative von 16 südafrikanischen Meeressäugerspezialisten zum Schutz Bleifarbener Delfine
  • Feldarbeit mit einem kleinen Boot zur Fotoidentifizierung und für Langzeitstudien zu einzelnen Delfinen
  • Das ermöglicht es, markante Individuen wie Venus, LineL oder Zipper zu identifizieren und ihr Leben über viele Jahre zu verfolgen
  • Intensive Aufklärungs- und Informationsarbeit mit Behörden, Anwohnern, Touristen und Politikern mit dem Ziel, dass alle Hainetze in KwaZulu-Natal abgebaut werden

 

 

 

 

Unsere Erfolge

  • Abbau von 2 Hainetzen vor Richards Bay, die durch 9 Köderhaken ersetzt wurden
  • damit wurde endlich auch das gefährlichste Hainetz von ganz Südafrika, “net 99”, abgebaut!
  • Präsentation der Projektarbeit auf der Tagung der Internationalen Walfangkommissin (IWC) in Kenia für das Wisssenschaftliche Komitee für Kleinwale (SCSC)
  • Teilnahme an einem Workshop von IndoCet (Indian Ocean Cetacean Consortium) auf Reunion und Informationsaustausch mit dem Shark Risk Management Centre auf Reunion
  • Netzwerksupport bei der Kamerasteuerung durch Nerospec IOT
  • Untersützung bei Wartung der LiveCam und Unterbringung von technischem Gerät durch Shakes Hiraman, Chief Sport and Recreation Officer von uMhlathuze
  • 20 Stakeholder-Interviews mit offiziellen Stellen, Anwohnern und Mitarbeitern des KwaZulu-Natal Sharks Board

 

 

 

Sichtungskarten | FAQs

Delfine am Newark Beach in Richards Bay

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In Kooperation mit Humpack Dolphin Research

Gemeinschaftsprojekt mit:

Spendenkonto

Gesellschaft zur Rettung der Delphine
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:
DE57 7002 0500 0009 8348 00
BIC:
BFSWDE33MUE

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