Neues Bündnis für den Schutz der Nordsee: Das Netzwerk Nordseeschutz (NeNo) nimmt Arbeit auf

von | 25. November 2025 | News - Meeresverschmutzung

Naturschutzverbände und ein wissenschaftliches Institut bündeln ihre Kräfte für wirksamen Schutz der Nordsee und ihrer Schweinswale

Unsere Nordsee ist einzigartig! Doch Fischerei, Schiffsverkehr, Plastikmüll und Lärm von Offshore-Anlagen setzen ihr zu. Sie braucht dringend besseren Schutz – insbesondere für unsere heimischen Schweinswale, deren Bestände seit zwei Jahrzehnten rückläufig sind. Am Beispiel dieser kleinen Wale wird deutlich, wie sehr die Artenvielfalt unter Druck gerät und wie notwendig effektive Schutzmaßnahmen sind.

Das Netzwerk Nordseeschutz (NeNo) stellt sich vor

Begonnen hat alles 2023 mit einem Austausch verschiedener Verbände zur Situation der Schweinswale in der Nordsee. Daraus entstand eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die zu einem gemeinsamen Positionspapier zur Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen zum Schutz der Schweinswale im Walschutzgebiet vor Sylt und Amrum führte. 

Dieses wurde im Februar 2025 persönlich an den schleswig-holsteinischen Umweltminister Tobias Goldschmidt übergeben. Aus dieser Zusammenarbeit ist ein dauerhaftes Bündnis entstanden: Das Netzwerk Nordseeschutz (NeNo).

Zukünftig wird sich NeNo durch gemeinsame Aktionen und Projekte für den wirksamen Schutz der Nordsee einsetzen, um intakte Ökosysteme zu fördern und bedrohte Arten wie den Schweinswal zu schützen. Das Ziel des Netzwerks ist es, durch Aufklärungsarbeit und Öffentlichkeitskommunikation ein Bewusstsein für den Schweinswal und seinen Schutz zu schaffen. Dafür werden Umweltbildungsmaßnahmen umgesetzt und Forderungen an politische Entscheidungsträger:innen formuliert.

Übergabe des Positionspapiers zur Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen zum Schutz der Schweinswale im Walschutzgebiet vor Sylt und Amrum im Februar 2025 an Umweltminister Tobias Goldschmidt auf Sylt.

Das Netzwerk Nordseeschutz (NeNo) ist ein Zusammenschluss von Naturschutzorganisationen und Forschungseinrichtungen. Die aktuell beteiligten Partner sind:

● Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD), München
● Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), Bremen
● Naturschutzbund Schleswig-Holstein e.V. (NABU SH)
● Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V.
● Öömrang Ferian i.f. (Amrum)
● Schutzstation Wattenmeer e.V.
● Sölring Foriining e.V.
● Verein Jordsand e.V.
● WWF Wattenmeerbüro, Husum

Das Netzwerk ist offen für weitere Partner und Initiativen, die sich für wirksamen Meeresschutz und eine nachhaltige Nutzung der Nordsee engagieren möchten.

Kontakt: Charlie Esser, Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V., botschaft@naturschutz-sylt.de

l

Weitere Artikel

Achtung, Betrug!

Wir beruhigen unser Gewissen, klopfen uns auf die Schulter und sagen: Seht her, wir tun alles Menschenmögliche, um einem gestrandeten Meeresindividuum zu helfen, wieder in den Ozeanen unterwegs zu sein. Wir zeigen Empathie, wir fühlen mit ihm, wir leiden mit ihm. Wir organisieren Bagger, um eine tiefere Fahrrinne für den Wal zu graben, in der Hoffnung, er möge aus eigener Kraft seinen Weg zurück finden in den Atlantik, wo er eigentlich zuhause ist.
Was aus unseren tagelangen Anstrengungen wird, bleibt offen. Wird er wieder Kräfte generieren?

weiterlesen

Walgedanken – von Angelika Gebhard

Wir beruhigen unser Gewissen, klopfen uns auf die Schulter und sagen: Seht her, wir tun alles Menschenmögliche, um einem gestrandeten Meeresindividuum zu helfen, wieder in den Ozeanen unterwegs zu sein. Wir zeigen Empathie, wir fühlen mit ihm, wir leiden mit ihm. Wir organisieren Bagger, um eine tiefere Fahrrinne für den Wal zu graben, in der Hoffnung, er möge aus eigener Kraft seinen Weg zurück finden in den Atlantik, wo er eigentlich zuhause ist.
Was aus unseren tagelangen Anstrengungen wird, bleibt offen. Wird er wieder Kräfte generieren?

weiterlesen

Spendenkonto

Gesellschaft zur Rettung der Delphine
SozialBank AG
IBAN:
DE09 3702 0500 0009 8348 00
BIC:
BFSWDE33XXX

Ihre Spenden, Patenschafts- und Förderbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Ihre Hilfe kommt an

Die GRD ist als gemeinnützig und
besonders förderungswürdig anerkannt.

Zum Newsletter anmelden

Bitte tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.

Vielen Dank für Ihr Abonnement!