Sea World San Diego verzeichnet einen weiteren Tod eines Orcas
Orca „Nakai“ stirbt im Alter von nur 20 Jahren
Am 5. August teilte Sea World San Diego, Kalifornien, mit, dass der junge Schwertwal namens „Nakai“ an einer Infektion verstorben sei: „Es wurde alles getan, um sein Leben zu retten. Tierärzte und Gesundheitsspezialisten hatten eine Infektion behandelt, aber therapeutische und diagnostische Bemühungen waren erfolglos“, erläutert Sea World. Der männliche Orca wurde in dem Vergnügungspark in Kalifornien geboren und lebte sein kurzes Leben lang in einem viel zu kleinen Becken, in dem er wenige Wochen vor seinem 21. Geburtstag verstarb.
Orca „Nakai“ erliegt einer Infektion: Ein weiterer von vielen
Aus einer Recherche von 2016, durchgeführt von „San Antonio Express-News“ geht hervor, dass in allen drei Parks von Sea World, in den letzten 30 Jahren insgesamt 150 Tiere einer Infektion erlagen. Ebenso auch „Nakais“ Eltern, seine Mutter „Kasatka“ († 42) und sein Vater „Tilikum“ (†36), der im Sea World Orlando lebte. „Tilikum“ war vermutlich der berühmteste Orca des Sea World-Imperiums, denn er war während seiner Gefangenschaft in den Tod von zwei TiertrainerInnen und einem Besucher verwickelt. Über „Tilikum“ wurde auch die sehenswerte Dokumentation „Blackfish“ gedreht, die über die zweifelhaften Praktiken des Parks berichtet hat.
Haltung von Orcas in Gefangenschaft muss enden
Nach vielen Protesten im Jahr 2016 verpflichtete sich Sea World dazu, die Zucht von Orcas in allen Einrichtungen einzustellen. Auch ein im gleichen Jahr in Kalifornien erlassenes Gesetz verbot die weitere Zucht von Orcas, welches den Druck auf den Konzern, endlich Veränderungen voranzutreiben, nochmals intensivierte. Die Delfin- und Orca-Shows jedoch blieben. Das letzte in Gefangenschaft geborenen Orcamädchen „Kyara“ von Sea World verstarb im Oktober 2017 im zarten Alter von nur drei Monaten – wie soll es auch anders sein – an einer Infektion.
Die bis heute in den Parks von Sea World verbleibenden Wale leben alle unter unnatürlichen, weder tier- noch artgerechten Bedingungen, die bei den sozialen Meeressäugern zu geschwächten Immunsystemen, Verhaltensstörungen und in der Folge sehr häufig zum Tod führen. Diese tierverachtende Haltung muss gestoppt werden, dazu braucht es dringend weitere Meeresrefugien, die den Tieren ein Leben in einer möglichst natürlichen Umgebung ermöglichen.
Kurze Zeit nach Tod von „Nakai“: Blutiger Orca-Kampf bei Sea World
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Mehr InformationenEinen Tag nach dem Tod von „Nakai“ wurde ein Video in den Sozialen Medien veröffentlicht, das einen gewalttätigen Angriff zwischen zwei anderen SeaWorld-Orcas zeigt. Mindestens eines der Tiere wurde dabei schwer verletzt, wie Bissspuren und blutgetränktes Wasser dokumentieren. Stressige Bedingungen in den beengten Tanks können zu derartigen Kämpfen zwischen Orcas führen. Wenn die Tiere im Ozean miteinander Stress haben, können die Orcas hingegen einander ausweichen und Distanz schaffen.
Tierschutzorganisationen haben das US-Landwirtschaftsministerium aufgefordert, gegen SeaWorld zu ermitteln.
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