Erfolgreiche Neuauflage der Auktion „Kunst statt Kunststoff“
1.840 Euro für den Schutz der Ostsee durch Online-Auktion
18 Kunstschaffende haben insgesamt 20 Exponate zum Thema Meer gestiftet, die unter dem Motto „Kunst statt Kunststoff“ im Rahmen einer elftägigen Auktion zur Versteigerung angeboten wurden. Diese endete am vergangenen Sonntag. Der Erlös in Höhe von 1.840 Euro wird von der GRD, die sich sehr über das großartige Ergebnis freut, für die Bergung von Geisternetzen in der Ostsee eingesetzt.
„Ein Netz gegen Geisternetze“ via Online-Auktion
Das Meer im Fokus: Sämtliche Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, welche die insgesamt 18 Kunstschaffenden für die Neuauflage der Auktion „Kunst statt Kunststoff“ gestiftet haben, fokussierten den Ozean und seine Bewohner. Mitunter illustrierten die Künstler:innen in ihren Werken sehr deutlich, weshalb der Meeresschutz in der heutigen Zeit elementar wichtig ist.
Das Exponat „No plastico“ von Kerstin Mempel (Foto oben) beispielsweise zeigt eine Frau, die unter großer Kraftanstrengung überdimensionierte Plastikflaschen aus dem Wasser zieht. Im übertragenen Sinne wird die GRD dieses Aquarell mit Leben erfüllen, wenn Mitte April Sporttaucher:innen unter der Leitung unseres Partners Wolfgang Frank todbringende Geisternetze aus der Ostsee bergen.
In diesen Altlasten der Fischerei werden künftig keine Meeresbewohner mehr sterben und auch werden sich die Netze und Netzteile nicht in Form von Mikroplastik in den Körpern der Tiere wiederfinden.
Die GRD bedankt sich sehr beim Kieler Unternehmen Medienmonster, welche die Auktion „Kunst statt Kunststoff“ initiiert und zum zweiten Mal erfolgreich organisiert hat, sowie allen, die an der Auktion teilgenommen und diese zum Erfolg geführt haben. Ein besonderer Dank geht an die teilnehmenden Künstler, die mit dem Stiften ihrer Exponate die Auktion erst möglich gemacht haben.
Hintergrund der Versteigerung „Kunst statt Kunststoff“:
Die Werbeagentur Medienmonster aus Kiel engagiert sich seit vielen Jahren für soziale Projekte und stellte die diesjährige Online-Auktion unter das Motto, ein Netz gegen Geisternetze zu bilden. Diese ehemaligen Fischernetze gefährden in der Ostsee zahlreiche Meeresbewohner, darunter den vom Aussterben bedrohten Schweinswal.
Die Erlöse der jüngsten Online-Auktion werden von der GRD dazu eingesetzt, die Bergung von Geisternetzen vor Rügen zu finanzieren.
Weitere Artikel
Delfinfunde 2025: Niedrige Fallzahlen, aber weiterhin Handlungsbedarf
Mit zwölf gemeldeten Todfunden blieb die Zahl verendeter Delfine an der kroatischen Adriaküste im Jahr 2025 vergleichsweise niedrig. Dennoch bedeutet jeder einzelne Todesfall einen schmerzlichen Verlust für die ohnehin kleinen Delfinpopulationen der Adria. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Forschungsergebnisse, dass sich die Delfine in der Region bemerkenswert gut an Lebensräume mit intensiver menschlicher Nutzung angepasst haben. Sie trotzen Schiffsverkehr, Tourismus und Fischerei und zeigen damit einerseits eine hohe Anpassungsfähigkeit und andererseits eine ausgeprägte Widerstandskraft gegenüber anthropogenen Umweltfaktoren. Ein konsequenter Schutz dieser sensiblen Meeressäuger bleibt nichtsdestotrotz unabdingbar.
weiterlesenDelfin-Beifang in der Biskaya sorgt für rapide sinkende Lebenserwartung
Am heutigen 22. Januar tritt zum dritten Mal in Folge ein einmonatiges Fischereiverbot im Golf von Biskaya in Kraft. Mit der Maßnahme reagiert die französische Regierung – auf Druck zahlreicher Umweltorganisationen – auf die hohen Beifangzahlen der vor der Küste lebenden Gemeinen Delfine. Wie dringend dieser Schritt ist, zeigt eine aktuelle Studie: Demnach ist die durchschnittliche Lebenserwartung weiblicher Gemeiner Delfine im Nordatlantik seit 1997 um rund sieben Jahre gesunken. Die Folgen für die Populationen sind dramatisch.
weiterlesenNeues Bündnis für den Schutz der Nordsee: Das Netzwerk Nordseeschutz (NeNo) nimmt Arbeit auf
Unsere Nordsee ist einzigartig! Doch Fischerei, Schiffsverkehr, Plastikmüll und Lärm von Offshore-Anlagen setzen ihr zu. Sie braucht dringend besseren Schutz – insbesondere für unsere heimischen Schweinswale, deren Bestände seit zwei Jahrzehnten zurückgehen. Am Beispiel dieser kleinen Wale wird deutlich, wie sehr die Artenvielfalt unter Druck gerät und wie notwendig effektive Schutzmaßnahmen sind.
weiterlesen
