Delfine suchen Freunde!

Delfin stupst Kugelfisch mit der Schnauzenspitze.

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Ein Delfin wird auf einem Boot transportiert, es wird Wasser zur Kühlung über seinen Rücken gegossen, ein Mann beugt sich tief über den Kopf des Tieres und spricht beruhigend auf es ein.

Wir setzen uns ein: gegen Delfin-Beifänge, Überfischung oder Meeresverschmutzung - für nachhaltigen Delfin-Tourismus.

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DolphinWhale Code of Conduct Dolphincare Mozambique.Das Schwimmen mit wild lebenden oder gefangenen Delfinen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Im Roten Meer, bei Hurghada und beim Sataya-Riff, ist das massenhafte touristische "Schwimmen mit Delfinen" mittlerweile zu einer ernsthaften Bedrohung für das Überleben der betroffenen Populationen geworden. Es besteht die unmittelbare Gefahr, dass die Tiere aus ihren Lebensräumen vertrieben werden.

Rücksichtslos operierende Reiseveranstalter, darunter auch deutsche Konzerne nehmen wissentlich und billigend Tierleid in Kauf und streichen ihre Profite ein. Auf die meist ahnungslosen Kunden wird dabei wenig Rücksicht genommen. Immer wieder geraten Touristen bei Bootsausflügen in Lebensgefahr. Es wird "vergessen", Schwimmer wieder einzusammeln, Zodiacs werden mit Menschen überfüllt und drohen zu sinken, sind nur einige Beispiele.

Es geht auch anders!
Kleine Reiseveranstalter wie z.B. PicoSport (Azoren), engagierte Delfinschutzorganisationen wie Dolphin Watch Alliance (Rotes Meer) oder Dolphincare (Mosambik) und die GRD zeigen Wege auf für nachhaltige Delfinbegegnungen bei denen den wundervollen Meeressäugetieren der Respekt entgegen gebracht wird, den sie verdienen.

 

⇒ Nachhaltiger Delfin-Tourismus ist möglich! Reisebericht: Wal- und Delfinexkursion Azoren, September 2015

⇒ Bimini (Bahamas): "Sanfter Delfintourismus" ist möglich!

⇒ Reisetipps: Delfine erleben mit verantwortungsvoll operierenden Veranstaltern

Delfin springt vor Kajak schaut über die Kaimauer.Voraussetzung bei einer Begegnung mit wilden Delfinen - und auch mit Walen - in freier Natur sollte immer der Respekt vor den Tieren sein und das Bewusstsein, dass man sich als Gast in ihrem Lebensraum aufhält. Durch sein eigenes Verhalten kann man entscheidend dazu beitragen, dass das Aufeinandertreffen für beide Seiten zu einem wundervollen Erlebnis und nicht zu einer zusätzlichen Belastung und Gefährdung für die Tiere wird.

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie den Delfinen die Wahl!
Wenn die Tiere mit Ihnen interagieren wollen, dann genießen Sie die Begegnung entspannt und ohne hektische Bewegungen bzw. Fahrtrichtungsänderungen, wenn Sie mit dem Boot unterwegs sind. Wenn die Delfine sich von Ihnen wieder entfernen, lassen Sie sie ziehen, es sollte keinesfalls versucht werden, sie zu verfolgen.

Ein mit 2 Personen besetzter Jetski fährt auf eine Gruppe Delfine zu.Menschliche Interaktionen mit Delfinen kann bei den Meeressäugern großen Stress verursachen.

Untersuchungen vor der Küste der ostafrikanischen Insel Sansibar, wo der Delfin-Tourismus recht intensiv ist, zeigten, dass die menschliche Anwesenheit das Verhalten der Delfine stark verändert: Sie kümmern sich weniger um ihren Nachwuchs, kommen nicht zur Ruhe, verbringen nur halb so viel Zeit mit Futtersuche, Spielen und Schmusen. Zum Ausruhen kommen sie nur noch in einem Viertel der üblichen Zeit.

Die Folge: die Tiere sind ruhelos, erschöpft und genervt!

Sechs Besucher haben in einem flachen Becken stehend einen Kreis gebildet, ein Großer Tümmler ist in der Kreismitte und katapultiert sich gerade mit einem Seitwärtssprung halb aus dem Wasser.

Nachfolgend geben wir eine Zusammenfassung von Infektionsrisiken für den Menschen wieder, die von direkten Kontakten mit Meeressäugern ausgehen können. Es soll dadurch weder ein Angstszenario aufgebaut noch die großartige Faszination dieser wunderbaren Tiere geschmälert werden. Betont werden muss, dass die dargestellten Infektionsrisiken und Gefahren besonders in Delfinarien wesentlich höher sind als in freier Wildbahn, z.B.:

  • ungenügend gefiltertes Wasser
  • hoher Anteil an Fäkal- sowie Fäulnisbakterien durch Nahrungsreste
  • höheres Erkrankungsrisiko für die Tiere durch nicht natürliche Lebensbedingungen und damit erhöhtes Risiko, auf bereits erkrankte Tiere zu treffen
  • höheres Aggressionspotenzial durch künstliche Gefangenschaftssituation erhöht das Risiko von Bissen und Verletzungen
  • an Beckenrändern aus Beton besteht das Risiko von Hautabschürfungen und offenen Wunden, in die im Wasser befindliche Krankheitserreger eindringen können

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