Petition gegen Delfin-Verkauf ins gefährliche Jeddah-Delfinarium

von | 5. Mai 2022 | News - Delfinarien

In den Betonbecken am Rand der saudi-arabischen Wüste sind bereits sechs Delfine gestorben

Eine auf Curaçao initiierte Petition soll den Verkauf von fünf Delfinen nach Jeddah stoppen. Hintergrund: Im Delfinarium der saudi-arabischen Stadt würde die Meeressäuger ein lebensfeindliches Klima erwarten, da dort vorkommende Sandstürme schwere Lungenerkrankungen hervorrufen. Eine Petition soll den Transfer stoppen – ihr könnt dabei helfen.

Derzeit befinden sich die fünf Delfine „Serena“, „Machu“, „Mosa“, „Sami“ und „Luna“ in den Lagunen der Dolphin Academy Curaçao. Hier leben sie in Gefangenschaft und können nicht – wie es für ihre wildlebenden Artgenossen üblich ist – 100 Kilometer am Tag durchs Wasser schwimmen oder bis zu 300 Meter tief tauchen. Vielmehr wurden und werden sie dafür trainiert, in den karibischen Gewässern mit Touristen zu schwimmen, zu schnorcheln oder zu tauchen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ihre einzige Aufgabe ist es, Urlauber zu unterhalten, um die Kasse des Veranstalters Dolphin Academy Curaçao klingeln zu lassen. Letzterer beabsichtigt Medieninformationen zufolge nun, diese fünf Delfine in Kürze an das saudi-arabische Fakieh Aquarium in Jeddah zu verkaufen, um die Gesamtzahl seiner Tiere zu reduzieren. Auch in Saudi-Arabien wartet auf die Meeressäuger ein Leben in Gefangenschaft – dann in Form von Beton-Tanks mit gechlortem Wasser und Trainings mit bunten Bällen.

Das Fakieh Aquarium hatte bereits vor zehn Jahren sechs Delfine aus dem berühmt-berüchtigten japanischen Fischerdorf Taiji gekauft. In Taiji werden die Tiere entweder in der „Blutbucht“ abgeschlachtet, um das Fleisch auf Märkten zu verkaufen, oder die Delfine werden rücksichtslos gefangen und an Delfinarien verkauft. Alle sechs Delfine, die das Fakieh Aquarium 2012 erhalten hat, sind mittlerweile verstorben. Ursächlich waren Lungenerkrankungen infolge von Sandstürmen, die in der Wüste regelmäßig vorkommen.

Petition will Verkauf nach Jeddah stoppen

Damit den fünf Delfinen aus Curaçao dieses Schicksal erspart bleibt – vom 22-Stunden-Flug ganz zu schweigen – hat die Tierschützerin Christine De Vries eine Petition gestartet, die den Verkauf unterbinden soll. 25.000 Unterschriften werden benötigt, um das Vorgehen durch CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) prüfen zu lassen.

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Die GRD verurteilt jegliche Art der Gefangenhaltung von Delfinen und Walen. Fakt ist in diesem Fall, dass den fünf Delfinen durch den Transport und die lebensfeindlichen Bedingungen in Saudi-Arabien große Strapazen und Gefahren bevorstehen würden. Mittels der Petition auf Change.org könnte dies verhindert werden.

 

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