Aus Verzweiflung? Orca „Kiska“ rammt Kopf immer wieder gegen Wand von Delfinarium
Nach zehn Jahren in Isolation gilt „Kiska“ als „der einsamste Orca der Welt“
Orca „Kiska“ schwamm einst mit ihrer Familie im Nordatlantik. Heute lebt das Weibchen – nach mittlerweile 40 Jahren in Gefangenschaft – völlig isoliert im Delfinarium des kanadischen „Marineland“ (Ontario). In den vergangenen Tagen wurde „Kiska“ dabei gefilmt, wie sie ihren Kopf immer wieder an die Wand des Beckenrands gerammt hat. Aus Verzweiflung?
Es sind herzzerreißende Szenen, die im „Marineland of Canada” gefilmt wurden: Orca „Kiska“ schwimmt zum Rand des Beckens und stößt ihren Kopf wieder und wieder gegen den Beckenrand. Dass das Tier sich dabei selber Schmerzen zufügt, ist unübersehbar. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit hört „Kiska“ auf und entfernt sich vom Beckenrand. Wie oft „Kiska“ diese Prozedur am Tag wiederholt, ist nicht bekannt. (Lesetipp: Nach dem Tod des Orca-Kalbs „Ula“: Wie viele Orcas müssen im „Loro Parque“ noch sterben?)
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Mehr InformationenDas Video des Orcas wurde Berichten zufolge von Phil Demers aufgenommen, einem ehemaligen professionellen Trainer für Meeressäuger der früher im Park gearbeitet hat und sich jetzt für in Gefangenschaft lebende Meeressäuger einsetzt. Demers und weitere Aktivisten betraten das Marineland am 4. September, beobachteten das Verhalten von „Kiska“ und stellten das mittlerweile vielfach geteilte Video in die sozialen Medien. (Hinweis: Nehmen Sie an unserer aktuellen Umfrage teil, ob Delfinarien noch eine Daseinsberechtigung haben!)
40 Jahre Gefangenschaft, 10 Jahre Isolation, 5 tote Kälber
„Kiska“ erlangte als „einsamster Orca der Welt“ traurige Berühmtheit. Vor Jahrzehnten wurde der Meeressäuger als Baby im Nordatlantik gefangen, der Familie entrissen und an die Delfinarien-Industrie verkauft. Im Laufe der Jahre starben alle fünf Kälber von „Kiska“ noch bevor sie sieben Jahre alt waren. Nachdem 2011 der letzte Kamerad von „Kiska“ in ein anderes Delfinarium verlegt wurde, ist sie gezwungen, ihre Tage isoliert in einem engen Tank zu verbringen und allein endlose Kreise zu schwimmen. Weitere Beschäftigungen gibt es für sie nicht.
Weitere Infos zu „Kiska“ hat die Initiative #Freekiska zusammengetragen und zudem eine Petition gestartet, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen.
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