Delfinsichtung in Cuxhaven
Großer Tümmler taucht an Untiefentonne auf
Unverhoffter Eyecatcher: Am vergangenen Freitag, 1. Oktober, wurde ein Delfin in der Elbmündung bei Cuxhaven gesichtet. Scheinbar interessierte er sich dort sehr für eine Untiefentonne.
Den ersten Sichtkontakt hatten Hans-Werner Klose und Ursel Richelshagen, stv. Vorsitzende der NABU Gruppe Land Hadeln, um 11.30 Uhr: Der Große Tümmler tauchte an der Untiefentonne vor der Kugelbake in Cuxhaven auf und zog dort seine Kreise – sehr zur Freude vieler Schaulustiger. Bis zum Abend soll sich der Delfin in diesem Bereich aufgehalten haben, an den nächsten Tagen wurde er nicht mehr gesehen. (Lesen Sie auch: Kaum Ruhe für Delfin in Eckernförde)
Dass Delfine in der deutschen Nordsee gesichtet werden, ist selten. Wenn überhaupt gibt es Sichtungen vor der Küste von Sylt, Norderney, Amrum und Borkum.
Der große Tümmler verschwand vor Jahrzehnten aus der Nordsee, kam aber im westlichen Ärmelkanal noch vor. Jetzt ist die als robust geltende Delfinart in die Nordsee zurückgekehrt, vor allem vor die Küste Schottlands. Ob er auch an die deutsche Nordseeküste zurückkehrt – gemäß der Roten Liste gilt er bei uns seit 1970 als ausgestorben – bleibt abzuwarten. Passende Schutzräume und optimale Lebensbedingungen wären hierfür eine Grundvoraussetzung. (Lesen Sie auch: Schweinswale in Nord- und Ostsee)
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