Tragische Delfinrettung auf der kroatischen Insel Pašman
Ein gestrandeter Streifendelfin wird gerettet
Der Fischer Dragan Ivuša trauteseinen Augen nicht, als er am Ostersonntag beim morgendlichen Spaziergang nahe Ždrelac auf der norddalmatinischen Insel Pašman mit seinem Labrador einen gestrandeten Delfin entdeckte. Sofort holte er seinen Sohn Josip zuhilfe, um das Tier zu retten. Trotz heftiger Bora gelang es dem 16-jährigen Josip, den Delfin wieder ins Meer zurückzuziehen, wie die Zeitung „24 sata“ berichtet.
Weiterer Streifendelfin wird von Sturmbö auf Felsen geschleudert
Zwei weitere Artgenossen schienen in der Nähe auf den dritten zu “warten”. Dabei geriet einer der beiden zu dicht an die Küste, wurde von einer Sturmbö auf die Felsen geschleudert und erlag kurz darauf seinen Verletzungen. „Das Männchen litt wahrscheinlich an einer tödlichen Krankheit“, erklärt unser Projektpartner Tom Gomercic. Der Tierarzt von der Uni Zagreb, der zurzeit der Strandung zufällig in der Nähe der Insel Pašman war und über die Nothilfe von dem Vorfall unterrichtet wurde, vermutet, dass auch die anderen beiden Streifendelfine krank sind. Der Kadaver wurde zur weiteren Untersuchung an die tierärztliche Fakultät in Zagreb transportiert. Es ist bereits der siebte Streifendelfin, der in den letzten drei Monaten tot aufgefunden wurde.
Streifendelfine (auch Blau-Weiße Delfine) sind ständige Bewohner des Mittelmeers, die sich aber nur selten in die Adria verirren und normalerweise im offenen Meer leben. Sie so küstennah anzutreffen ist eher ungewöhnlich.
Foto oben: Petzold
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STRELICA
Strelica (Pfeil) wurde gemeinsam mit den Patendelfinen Dobro Jutro und Poveliki beim Wellenreiten beobachtet.
VESELJAK
Veseljak (Spaßvogel) verdankt seinen Namen seiner schier unbändigen Lust an akrobatischen Sprüngen. Oft hielt er mit seiner Energie den Rest der Delfingruppe "auf Trab".
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