Südafrika: „Dave, der Superman“

von | 21. September 2021 | News - Südafrika

20 Jahre selbstloser Einsatz für den Delfinschutz

Dave Savides engagiert sich mittlerweile seit zwei Jahrzehnten in Südafrika für den Delfinschutz. Insbesondere den vom Aussterben bedrohten Buckeldelfinen widmet er jede freie Minute. Die Leidenschaft des Dave Savides ist so immens, dass nicht nur ein unverwechselbarer Delfin nach ihm benannt wurde (Dolphin Dave) – der Südafrikaner wurde jetzt auch für einen ganz besonderen Award vorgeschlagen.

Freiwillige für ihr außergewöhnliches und nachhaltiges Engagement im Bereich des Umweltschutzes zu würdigen, dafür wurde der südafrikanische WESSA-Award ins Leben gerufen. Für unsere Partner von Humpback Dolphin Research aus Johannesburg und Richards Bay (KwaZulu-Natal) steht zweifelsfrei fest, wer den Preis in diesem Jahr erhalten soll: Dave Savides, der Superman.

Durch sein Engagement – unter anderem durch zahlreiche Fotografien und Berichterstattungen – hat Dave Savides viel für den Schutz der Delfine, insbesondere der Buckeldelfine, getan.

 

Es ist bemerkenswert wie leidenschaftlich sich der Redakteur des „Zululand Observer“ für den Delfin- und Meeresschutz engagiert. Noch vor 20 Jahren hat im Südosten Südafrikas niemand Notiz von den Buckeldelfinen genommen, sie schwammen quasi unter dem Radar. Erst durch die regelmäßigen Veröffentlichungen von Fotos und Berichten durch Dave Savides, der den ökologischen und touristischen Wert der Meeressäuger für die Region herausstellte, wurde die vom Aussterben bedrohte Art nicht nur bekannt, sondern geradezu populär. Savides publizierte zahlreiche Online-Artikel über Delfine und Haie und nutzte besondere Anlässe wie den „World Ocean Day“, um über die vielfältigen Bedrohungen für das Meeresökosystem zu informieren.


Dave mit Kingsley Holgate (li.), einem bekannten südafrikanischen Abenteurer, und mit Meeresbiologin Shanan Atkins von Humpack Dolphin Research.

Ständige Gefahr: Hainetze

Ein Steckenpferd seiner Arbeit ist die Bedrohung der Buckeldelfine durch Hainetze. Die journalistische Objektivität nie außer Acht lassend, informiert Dave Savides über die vielen Facetten des Badeschutzprogramms. Das Foto eines toten Buckeldelfins, der aus einem Hainetz geborgen wurde, erhielt in diesem Kontext große Beachtung; zahlreiche weitere Unglücksfälle im Zusammenhang mit den Delfinen wären durch Savides nie an die Öffentlichkeit gelangt.

Ein Delfin wird aus einem der gefährlichen Hainetze vor Richards Bay geborgen.

Der langjährige Mitarbeiter des „Zululand Observer“ sitzt überdies in vielen Ausschüssen wie der Community Tourism Organization und des Lifeline Zululand Boards und will mit seiner Stimme dafür sorgen, dass die Delfine den Schutz erhalten, der ihnen zusteht.

Humpack Dolphin Research schlägt Savides für Award vor

„Wir haben einen der unverwechselbaren Delfine vor unserer Küste nach ihm benannt („Dolphin Dave“), aber wir glauben, Dave Savides verdient für seinen selbstlosen Einsatz in den vergangenen 20 Jahren eine größere Auszeichnung“, erklärt die südafrikanische Meeresbiologin Shanan Atkins von Humpback Dolphin Research. Aus diesem Grund haben sie und ihr Team Dave Savides für den renommierten WESSA-Award nominiert.

Das gesamte Team der GRD wünscht Dave Savides, dass sein Engagement für die Delfine mit dem Award eine großartige Würdigung erhält!.

Fotos: Humpack Dolphin Research / Dave Savides

Dave Savides an einem seiner Lieblingsorte: der Dolphin Viewing Platform

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