Buckeldelfine

selten und bedroht

Seltene und bedrohte Delfinarten

Buckeldelfine

Innerhalb der Gattung Sousa oder Buckeldelfine werden vier Arten unterschieden. Die jüngste, der Australische Buckeldelfin, wurde erst Mitte 2014 als eigenständige Art anerkannt.

Die vier anerkannten Buckeldelfinarten sind:

  • Kamerunflussdelfin (Sousa teuszii)
  • Chinesischer Weißer Delfin (Sousa chinensis)
  • Bleifarbenener Delfin (Sousa plumbea)
  • Australischer Buckeldelfin (Sousa sahulensis)

Buckeldelfine leben extrem küstennah. Und meist entfernen sie sich nicht weiter als 400 Meter von der Küste.

In China gelten sie auch als “Panda der Meere”. Denn sie sind hier eine stark bedrohte Art und streng geschützt. Die Chinesische Akademie für Fischereiwissenschaften schätzt, dass nur noch rund 2000 Tiere in den Meeresgebieten rund um China leben.

Auf der Roten Liste der bedrohten Arten der World Conservation Union (IUCN) ist der Chinesische Weiße Delfin (Sousa chinensis) in der Kategorie “Gefährdung droht” eingestuft.

Die in der Straße von Taiwan lebende Population gilt laut IUCN als “stark bedroht” (critically endangered).

Grafik: Dr. Simon Elwen from Sea Search and Coen Soeteman from HAS University

Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES/WA) stehen sie auf Anhang I der gefährdeten Arten, d.h. der internationale Handel mit diesen Tieren ist verboten. Von allen 4 Arten zusammen soll es laut IUCN weltweit nicht mehr als 10 000 Exemplare geben.

Menschliche Aktivitäten stellen eine besondere Bedrohung dar

Zu den größten Gefahren für das Überleben dieser scheuen Delfine zählen Lebensraumzerstörung und Beifang. Gelegentlich werden die Delfine in Afrika und auf Madagaskar auch direkt für den menschlichen Verzehr getötet. Ihr Bestand in Ostafrika und Madagaskar ist klein und rückläufig. Folglich ist das langfristige Überleben einiger Populationen ungewiss. Trotz des im letzten Jahrzehnt gestiegenen wissenschaftlichen Interesses an Buckeldelfinen sind ökologische Studien rar. Und aktive Schutzprojekte sind noch seltener. Einige gibt es in Südafrika und in der Taiwanstraße.

Diese zwischen 2m und 3m großen und bis zu 200kg schweren Delfine zeichnen sich durch ihren charakteristischen längsgezogenen Rücken-Buckel in der Mitte ihres massigen Körpers aus. Außerdem durch eine lange, schlanke Schnauze und die Farbvariationen ihrer Körperfarbe (Braungrau, Hellgrau, Pink oder Weiß).

Sie sind braungrau, hellgrau, pink oder weiß

Der schwedische Entdecker Per Osbeck war höchst erstaunt, als 1765 im Chinesischen Meer “spielende schneeweiße Delfine” fand. Buckeldelfine bevorzugen Mangrovensümpfe, Lagunen und Mündungen. Aber auch Areale mit Riffen, Sand- und Schlammbecken wo sie Fische, Krustentiere und Mollusken jagen.

Jungtiere springen oft und machen dabei komplette Rückwärtssaltos. Gelegentlich liegen diese Delfine auf der Seite und “winken”. Die langsam schwimmenden Tiere schließen sich gern mit Großen Tümmlern, Indischen Schweinswalen und Ostpazifischen Delfinen zusammen.

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LineL

LineL lebt das ganze Jahr über in den Gewässern von Richards Bay und wurde im Mai 1998 erstmals gesichtet. Auf dem Bild ist sie mit Nachwuchs "Lilo" (hinten) zu sehen.

Zipper

Zipper ist ein Weibchen, das bereits seit sehr langer Zeit regelmäßig vor Richards Bay beobachtet wird. Die mehrfache Mutter dürfte mindestens 34 Jahre alt sein.

Venus

Das Delfinweibchen Venus (im Bild hinten) wird vor Richards Bay am häufigsten gesichtet. Sie dürfte mindestens 30 Jahre alt sein und ist dreifache Mutter.

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