Plastikmüll erstickt unsere Ozeane
Für die Meeresbewohner gibt es vor der Flut unserer Abfälle längst kein Entkommen mehr. Die Aufnahme von Plastik wurde mittlerweile bei fast 1.300 Arten festgestellt, darunter befinden sich neben allen Seevögel- und Meeresschildkrötenarten auch Meeressäuger wie Delfine und Wale. Größere Plastikteile stellen eine immense Gefahr dar, da sie von vielen Tieren verschluckt werden oder sie sich in ihnen verheddern. Hinzu kommen die winzigen Mikroplastikpartikel, welche sich überall in der Wassersäule verteilen. Bereits im Jahr 2050 könnte in den Meeren die Menge an Plastik die Menge der Fische übersteigen.
Tonnen an Kunststoffen gelangen jährlich in die Ozeane
Kilogramm Plastik wurden im Magen eines einzelnen Wals gefunden
Löffel voller Mikroplastik befindet sich bereits im menschlichen Gehirn
Positionspapier:
Die Kernforderungen der GRD zur Eindämmung der Plastikflut an die Politik
- Deutschland muss sich mit Nachdruck für ein Plastikabkommen auf UN-Ebene einsetzen, um die weltweite Plastikflut zu stoppen. Dies muss den ganzen Lebenszyklus betreffen, von der Produktion bis zur Entsorgung.
- Deutschland muss sich mit aller Kraft auf EU-Ebene dafür einsetzen, die Ziele des EU-Aktionsplans für Schadstofffreiheit (Zero Pollution Action Plan) zu erreichen.
- Deutschland muss auf nationaler Ebene seinen Verpflichtungen zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der EU nachkommen.
Das gesamte GRD-Positionspapier zur Reduzierung der Plastikflut in der marinen Umwelt hier nachlesen.
Das kannst du sofort tun, um Wale, Delfine und Meere zu schützen
In vielen Meeresregionen treiben mittlerweile zehntausende bis hunderttausende Plastikteile pro Quadratkilometer, in Hotspots sogar stellenweise über eine Million Teile pro Quadratkilometer. Und jährlich kommen weltweit weitere 19 bis 23 Millionen Tonnen Kunststoffe hinzu. Noch ist Zeit, dagegen zu steuern und aktiv zu werden. Denn jeder Einzelne kann einen wichtigen Betrag zum Umweltschutz leisten. Beispielsweise:
- Mehrweg- statt Einwegprodukte verwenden.
- Auf Kunststoffverpackungen verzichten.
- Keine Produkte mit Mikroplastik verwenden.
- Keinen Müll in der Umwelt hinterlassen.
Weitere Hilfe gibt Dir unser kostenfreies E-Book “Umweltschutz im Alltag”. Es zeigt nicht nur, wie es um die Erde und ihre Natur bestellt ist, sondern gibt dir zehn hilfreiche Tipps an die Hand, die kinderleicht im Alltag umgesetzt werden können.




