Erfolg gegen Plastikmüll: Dominica verbietet Einfuhr von Einwegplastik

von | 22. August 2018 | News - Dominica

Pottwalschützer freuen sich über wichtigen Erfolg gegen die Plastikvermüllung der Meere

Die Regierung des kleinen Karibikstaates Dominica will mit Beginn des kommenden Jahres Einfuhr und Einsatz von Einwegplastik (Getränkebecher, Strohhalme, Einweggeschirr oder Styroporverpackungen) verbieten. Damit würde sich der Eintrag des Plastikmülls, der von der Insel unkontrolliert ins Meer gelangt, erheblich verringern.

Große Begeisterung für "Dreck-weg-Tage"

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und Pottwale e.V. führen im Rahmen ihres Pottwalschutzprojekts auf Dominica seit 2016 regelmäßig erfolgreiche und sehr beliebte Strandsäuberungsaktionen (beach cleaning days) für einheimische Schulklassen durch. Für die auch „Dreck-weg-Tage“ genannten Aktionen werden Schulklassen eingeladen, Müll an verschiedenen Küstenabschnitten aufzusammeln, bevor dieser durch Wind und Wellen in die Meere gelangt. Anschließend wird der gesammelte Plastikabfall professionell entsorgt.

Die Aktionen stießen auf Dominica schnell auf großes Interesse, Presse und das örtliche Fernsehen berichteten.

Beach Clean Up auf Dominica

Kleiner Plastikmüll tötet riesige Wale

Junge Pottwale liegen oft lange alleine an der Wasseroberfläche und spielen mit herumtreibenden Plastikmüll. Wird dieser versehentlich herunter geschluckt, kann dies für die Tiere tödlich enden. Die vor Dominica residente Pottwal-Population leidet seit einigen Jahren unter einem dramatischen Rückgang, bedingt durch eine hohe Sterblichkeitsrate der Jungtiere. „Das angekündigte Verbot von Eimalplastik wird den Pottwalen und auch den anderen Meeresbewohner vor der Insel unmittelbar zu Gute kommen“, freut sich Andrea Steffen von Pottwale e.V., die gemeinsam mit ihrem Mann Wilfried Steffen 2008 das Pottwalschutzprojekt Dominica ins Leben rief.

Dennoch kein Ende der Plastikmüllflut in Sicht

„Beach cleaning days“ wird es auf Dominica allerdings auch in Zukunft geben. Zwar wird die Mülllast auf der Insel insgesamt sinken, mit der Meeresströmung gelangt jedoch ständig neuer Plastikmüll an die noch weitgehend unberührten Strände der Karibikinsel.

Logo Pottwale e.V.Dominica wäre damit der erste Karibikstaat mit so weitgehenden Vorschriften zur Verringerung des Plastikaufkommens.

Kontakt Pottwale e.V.:
E-Mail: Pottwal@pottwale.de
www.pottwale.de

l

Weitere Pressemitteilungen

GRD fordert mit Positionspapier entschlossenes politisches Handeln gegen die Plastikflut!

Die Verschmutzung der Meere hat ein dramatisches Ausmaß erreicht: Jährlich gelangen weltweit bis zu 23 Millionen Tonnen Plastik in die Gewässer – mit verheerenden Folgen für die marinen Ökosysteme und damit auch für unsere Lebensgrundlagen. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) hat dem Bundesumweltministerium ein umfassendes Positionspapier vorgelegt und fordert entschlossene politische Maßnahmen, anstatt die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu ignorieren und eine Ausweitung der Umweltkatastrophe in Kauf zu nehmen.

weiterlesen

Spendenkonto

Gesellschaft zur Rettung der Delphine
SozialBank AG
IBAN:
DE09 3702 0500 0009 8348 00
BIC:
BFSWDE33XXX

Ihre Spenden, Patenschafts- und Förderbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Ihre Hilfe kommt an

Die GRD ist als gemeinnützig und
besonders förderungswürdig anerkannt.

Zum Newsletter anmelden

Bitte tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.

Vielen Dank für Ihr Abonnement!