Defline mit Plastikmüll im Magen

by | 6. Dezember 2010 | News - La Gomera

Insgesamt wurden 23 der Tiere untersucht, die immer wieder an den Küsten der Inseln stranden

Eine Untersuchung der kanarischen Organisation Canarias Conservación in Zusammenarbeit mit der Universität Aberdeen stellte fest, dass viele der auf den Kanarischen Inseln gestrandeten Tiere Plastikmüll im Magen hatten.

Die Tiere verschlucken diese Produkte entweder weil sie sie mit Nahrung verwechseln oder weil sie in direkten Kontakt mit Fischereigerät kommen

Insgesamt wurden 23 der Tiere untersucht, die immer wieder an den Küsten der Inseln stranden. Fünf davon, das entspricht einem Anteil von 22%, hatten Plastik-Artikel im Magen. Je ein Pottwal, Zwergpottwal, Gervais-Schnabelwal, Blauweißer Delfin und Borneodelfin waren betroffen. Man fand teilweise große Stücke Plastik, komplette Plastiktüten und Kunststoff-Filamente, die aller Wahrscheinlichkeit von alten Fischernetzen stammen.

Ein Pottwal führte außerdem einen Metallhaken in seinem Innern mit sich. Die Tiere verschlucken diese Produkte entweder weil sie sie mit Nahrung verwechseln oder weil sie in direkten Kontakt mit Fischereigerät kommen. Wale und Delfine „stehlen“ häufig gefangene Fische von Angeln oder aus Netzen – mit nicht selten tragischem Ausgang

Die Tatsache, dass es sich bei den nun untersuchten Tieren um Hochsee-Arten handelt, zeigt wie umgreifend das Problem der Meereverschmutzung mit menschlichen Abfallprodukten heutzutage ist. Dabei ist die Problematik des so genannten „Mikroplastik“ möglicherweise noch um Dimensionen größer: Durch die Verwitterung wird Plastik im Meer in immer weitere Partikel zerlegt, die irgendwann so klein sind, dass sie als mikroskopisch kleine Teilchen in die Nahrungskette gelangen – mit nicht absehbaren Folgen für Meeressäuger, Vögel, Fische, usw.

Dagegen helfen im Prinzip ganz einfache Maßnahmen, zu denen jeder von uns beitragen kann: Möglichst viel Müll vermeiden und Fisch nur aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei konsumieren!
Foto: Julio Reyes / ACOREMA

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