Endlich Früchte ernten – der Fleiß unserer Projektpartner aus Mosambik macht sich bezahlt!

by | 31. August 2018 | News - Mosambik

Unsere Partnerorganisation DolphinCare Africa (DCA), gegründet von Angie Gullan, ist eine der wenigen afrikanischen Initiativen, die sich dem Schutz der Meeresumwelt verschrieben hat und das mit großem Erfolg! Die Projektarbeit trägt Früchte!

Sanfter Tourismus - eine Erfolgsstory

Das Gebiet vor Ponta do Ouro, das Maputo-Schutzgebiet – welches nistenden Schildkröten einen Rückzugsort bietet und die Riffe an der Küste schützt -, beherbergt auch einen wohl gehüteten Schatz: die bei Touristen aus aller Welt sehr beliebten, residenten Delfingruppen. Regelmäßig sind Bleifarbene Delfine, Indopazifische Große Tümmler, Spinnerdelfine sowie durchwandernde Buckelwale, Meeresschildkröten und Walhaie dort anzutreffen und für uns gilt es, diese besondere Artenvielfalt zu schützen. Unsere Projektpartner kämpften hier vor allem für die Einführung gesetzlicher Regelungen zum sanften Wal- und Delfintourismus und können nachweislich auf eine – wie es selten der Fall ist – Erfolgsstory zurückblicken. Die Projektarbeit trägt Früchte!

          Patendelfin Herme Fotocredit: Angie Gullan, DCA

Viele Stunden auf dem Meer - mit Fleiß zum Erfolg

Um zu wissen, wie die residenten Delfinpopulationen auf den boomenden Tourismus reagieren, führt DCA das ganze Jahr über Kontrollfahrten zum Monitoring der Delfine durch. Im Jahr 2017 verbrachte DCA insgesamt 474 Stunden auf dem Meer. 273 Kontrollfahrten wurden im „Ponta do Ouro“-Meeresschutzgebiet durchgeführt, um das Verhalten und die Zusammenstellung der Delfinschulen zu dokumentieren. Gesichtet wurden: Fleckendelfine, Spinnerdelfine, Buckelwale und die lokalen Indopazifischen Großen Tümmler. Die Gruppengrößen, bzw. die Größe der Delfinschulen, variierten deutlich, doch im Durchschnitt lag die Anzahl meist zwischen 6 und 10 Tieren und oft schwammen sie ganz deutlich sehr nah zusammen. Spannend ist, dass es sich in 73 Prozent aller Gruppen um gemischte Schulen handelte. Bei nur 14 Prozent waren es ausschließlich weibliche Individuen, die entweder trächtig oder mit ihren Jungtieren unterwegs waren, während es bei 13 Prozent ausschließlich männliche Junggesellengruppen waren. Dies zeigt deutlich, dass das Maputo Schutzgebiet Kinderstube sowie wichtiger Rückzugsort für alle Delfine gleichermaßen ist.

Die Delfine nehmen es gelassen - ein gutes Zeichen!

Während dieser Kontrollfahrten wurden auch die Auswirkungen der Tourismusboote auf die Delfine beobachtet und es konnte dokumentiert werden, dass in 65 Prozent aller Fälle keine gestörte Reaktion, das heißt keine sichtbare negative Reaktion der Delfine auf die Boote gezeigt wurde. In 28 Prozent der Interaktionen haben sich die Delfine den Booten sogar genähert und sind beispielsweise in der Bugwelle mitgeschwommen. Und in 5 Prozent aller Fälle wurden die Boote gemieden. Diese Zahlen sind sehr positiv und zeigen, dass sich in Mosambik tatsächlich ein delfinverträglicher Natur- bzw. Delfintourismus etabliert hat. Das sind tolle Neuigkeiten, wenn man sieht, dass sich die Delfine nicht gestört fühlen, vor allem, wenn man das mit Entwicklungen in anderen Ländern Afrikas vergleicht.

Herme unter Tümmlern

Ganze 12 Mal wurden während der Kontrollfahrten 2017 die seltenen Buckeldelfine gesichtet, darunter auch unser Patendelfin Herme, der 2006 geboren wurde und jetzt ganze 12 Jahre alt ist. Er konnte im letzten Jahr neunmal gesichtet werden, immer in Begleitung von großen Tümmlern. Große Tümmler können ja manchmal ziemlich grob zu Werke gehen und einmal sah man Herme bei dieser Gelegenheit mit lauter großen Kratzern und Wunden. Aber er bleibt tapfer und scheint sich in der Gruppe behaupten zu können. Welch ein Glück!

Patendelfin Herme Fotocredit: Angie Gullan, DCA

Gilly und Bo – stolze Großmütter

Gilly und Bo, die beiden Indopazifischen Großen Tümmler, sind mittlerweile beide stolze Großmütter, denn ihre erstgeborenen Jungtiere Rocha und Gulliver (Gulliver ist auch einer unserer Patendelfine) beglückten uns nun mit ihren ersten eigenen Kälbern. Das sind wunderbare Neuigkeiten und auch aus rein verhaltensbiologischer Sicht ist das alles sehr, sehr spannend für uns. Unsere Projektpartner von DCA haben nun zum ersten Mal die Möglichkeit, Jungtiere, die nun wiederum selbst ein Jungtier bekommen haben, im Umgang mit ihren ersten Babys zu beobachten. Eine Studie sagt, dass leider 50 Prozent der Kälber im ersten Jahr sterben, wir drücken die Daumen, dass die beiden es schaffen. Bis dahin werden in der Regel auch noch keine Delfinnamen vergeben. Es bleibt spannend zu beobachten, wie die Mütter sich anstellen werden, und wir hoffen, bald mehr davon berichten zu können.

                   Patendelfin Gulliver und mit erstem Nachwuchs Fotocredit: Angie Gullan, DCA

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INGRID

Ingrid ist ein Weibchen und wurde 2006 identifiziert. Sie wurde nach einer Frau benannt, deren letzter Wunsch es war, einmal mit Delfinen zu schwimmen. Ingrid verbrachte besonders viel Zeit mit ihr...

GULLIVER

Gulliver ist die 2007 geborene Tochter von Gilly und gleichfalls sehr kontaktfreudig. Besonderes Merkmal ist ein aufgrund eines Haiangriffs stark lädierter Schwanzstock.

GILLY

Gilly ist ein Weibchen. Sie wurde im Juli 2003 identifiziert und ist sehr neugierig und gesellig. 2007 brachte sie das Delfinmädchen "Gulliver" zur Welt

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