Aktion: Pottwal Strandung in Düsseldorf – Todesursache Plastikmüll

von | 10. September 2019 | Presse

Aktion zum Rhine Clean Up Day 2019 in Düsseldorf

Im Rahmen des Rhine Clean Up Day 2019 am 14. und 15. September lässt Pottwale e.V. – Partner der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. – einen Pottwal am Rhein in Düsseldorf stranden. Das über 15 m lange lebensecht wirkende Pottwal-Modell wird auf der Rheinwiese zwischen der Oberkasseler und der Rheinkniebrücke liegen. Um den gestrandeten Pottwal herum werden Menschen in weißen Kitteln laufen. Sie “untersuchen” den Leviathan, nehmen Proben und tun so, als ob sie ermitteln, weshalb der Wal dort gestrandet ist. Dabei ist die Todesursache klar: Plastikmüll.

Todesursache Plastikmüll: Stand up - Clean up – Safe us

Ziel der spektakulären Aktion ist, darauf aufmerksam zu machen, dass sehr viel Plastik von den Flüssen in das Meer gelangt. Mittlerweile hat die Plastikkrise hat dramatische Auswirkungen erreicht. Einmal im Wasser angekommen, verteilt sich Plastikmüll indirekt über die Nahrungskette oder direkt als vermeintliche Beute in die Mägen der Wale und vieler anderer Meerestiere.

Geschaffen hat die lebensgroße Skulptur das belgische Künstlerkollektiv Captain Boomer.

Weniger Plastik ist Meer…

Die Düsseldorfer “Pottwalstrandung” wird begleitet von zahlreichen Informationszelten, in denen das Thema Plastikmüll dargestellt wird. Auf diese Weise sollen Denkanstöße gegeben und Alternativen aufgezeigt werden, mit denen man den Einsatz von Plastik auch im Alltag reduzieren kann.

Begleitende Veranstaltungen zu der Pottwal Strandungs Aktion:

Sondervorstellung des Kinofilms: The Whale and the Raven
Im Metropol Kino Düsseldorf, Samstag den 14. 9. um 19.00 Uhr. Mit anschließender Podiumsdiskussion mit der Regisseurin Mirjam Leutze und Steffi Schröter von Byebye Plastik. Kinokarten können im Vorverkauf am Samstag den 14.9. in den Informationszelten zur Aktion “Pottwal Strandung in Düsseldorf” erworben werden

Multimedia Vortrag “Der dicke Wal und das Raubtier”
Von Andrea und Wilfried Steffen über Glatt-, und Schwertwale im Aquazoo Düsseldorf, Sonntag den 22.9. um 11.00 Eintritt frei.

Warum strandet in diesem Jahr ein Pottwal in Düsseldorf?

1. Eine Hommage an Herman Melville
Der Autor von Moby Dick wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden.

2. Erinnerung an den weißen Wal im Rhein, Moby Dick
1966 schwamm tatsächlich ein weißer Wal im Rhein. Es war ein Belugawal der entlang des Niederrheins in Deutschland und Holland für viel Aufsehen sorgte. Die Menschen nannten ihn liebevoll Moby Dick. Er kam bei seiner Reise auch an Düsseldorf vorbei und schwamm bis Bonn. Dort machte er kehrt. Zuletzt sah man ihn dann nochmals am 16. Juni. Da hatte er bereits fast das offene Meer bei Hoek van Holland erreicht. Niemand hat diesen höchst seltsamen Belugawal seitdem wieder gesehen.

Das Erscheinen von Moby Dick im Rhein gilt als ein Beginn der Umweltbewegung in Deutschland und wurde wie eine Art Botschaft der Natur an uns Menschen interpretiert. 

Nun ist Moby Dick, als Pottwal, zurück. Diesmal wird er seinem Namen gerecht und er hat eine Botschaft an uns alle! Denn sein Todesurteil war: Plastikmüll

3. Der Pottwal als Kunstobjekt – Plastik als Kunst
Düsseldorf ist eine Stadt der Kunst. Die Kunstakademie Düsseldorf, gegründet 1773, ist die staatliche Kunsthochschule in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Tony Cragg, einer der berühmtesten Bildhauer der heutigen Zeit, lehrte ab 1979 als Professor an der Kunstakademie. Bis Ende Juli 2013 war er ihr Rektor. 1979 schuf Cragg eine berühmte Arbeit mit dem Titel “New Stones – Newton‘s Tones„ – einem Mosaik aus bunten, farblich geordneten und auf dem Boden ausgebreiteten Plastikstücken. (Diese Plastikteile fand Tony Cragg bei einem Spaziergang entlang des Rheins. So die Überlieferung.)

4. Düsseldorf – unsere Heimatstadt
Andrea und Wilfried Steffen, die Gründer von Pottwale e.V., sind in Düsseldorf geboren und leben in Düsseldorf. Für sie stand immer fest, sollte es uns gelingen so ein großes Projekt zu realisieren, dann nur in unserer Heimatstadt – in Düsseldorf!

Vor 25 Jahren begannen wir aktiv mit der Erforschung von Walen und Delfinen. In der Folge spezialisierten wir uns auf die Verhaltensforschung von Pottwalen. Über unsere Arbeit und die Forschung dieser beeindruckenden Lebewesen haben wir bisher zwei Bücher veröffentlicht. Bedingt durch unsere Forschung und die Liebe zu den Meeressäugern widmen wir uns seit dieser Zeit aktiv dem Schutz der Wale und Delfine. 2012 gründeten wir den gemeinnützigen Verein Pottwale e.V. gegründet.

Gemeinsam versuchen wir die Begeisterung für die sanften Riesen auf andere Menschen zu übertragen, damit aus relativer Gleichgültigkeit ein engagiertes Eintreten für den Schutz der Wale und Delfine entsteht.
Andrea und Wilfried Steffen von Pottwale e.V.

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