Erfolg für den Tierschutz: Club Med verabschiedet sich weltweit von Wal- und Delfinshows

von | 22. Juli 2021 | News - Delfinarien

Im Dialog mit PETA streicht Club Med Delfinshows wie bei Sea World aus seinem Programm

Nachdem die Naturschutzorganisation PETA dem französischen Reiseanbieter vor Augen geführt hat, wie die Tiere in Touristenattraktionen wie Delfinshows physisch und psychisch leiden, hat Club Med einen neuen Tierschutz-Leitfaden erarbeitet. Demnach werden Attraktionen wie Sea World oder Elefantenreiten bereits ab August nicht weiter beworben beziehungsweise vermarktet. Club Med geht sogar noch einen Schritt weiter.

Delfinshows stehen bei Club Med auf dem Index

Zu den Angeboten, die von Club Med nicht mehr unterstützt werden, gehören Freizeitparks mit Delfinen und Walen, Elefantenreiten, Stierkämpfe sowie Fotoshootings mit Tieren. Die neuen Richtlinien des Konzerns beinhalten auch ein Pelzverbot in den Boutiquen der Resorts.

Informationen von PETA zufolge kann Club Med jetzt in einem Atemzug mit touristischen Unternehmen wie British Airways, Virgin Holidays, Booking.com und TripAdvisor genannt werden, die fortschrittliche Tierschutzrichtlinien eingeführt und die Förderung grausamer Aktivitäten eingestellt haben.

Der Schutz von Delfinen und Walen war dabei eines der zentralen Themen, die von PETA France an Club Med herangetragen wurden. Denn: In der Natur gehen Delfine mitunter komplexe Beziehungen ein und einige Delfinarten schwimmen jeden Tag Dutzende von Kilometer durch den Ozean. In Parks wie Sea World oder Loro Parque allerdings werden die Meeressäuger in engen, chemisch behandelten Tanks gehalten. Die Tiere haben in dieser Umgebung keine Chance, ihr natürliches Verhalten zu zeigen. Sie werden wahllos mit anderen Delfinen eingesperrt, sodass es ihnen nicht möglich ist, sich eigene “Freunde” zu suchen.

Ende von Delfinshows: Touristen haben es selbst in der Hand

Dass Touristikkonzerne in jüngster Zeit ihr Verhalten im Tierschutz überdenken, ist positiv zu bewerten. Im gleichen Atemzug müssen sich die Touristen aber selbst ihrer Machtfülle vergegenwärtigen und diese gezielt einsetzen. Dann nämlich, wenn sie mit ihrem Portemonnaie abstimmen und keine Delfinshows oder ähnliche Attraktionen mehr besuchen, bei denen Tiere in Tanks oder Käfigen gehalten werden.

Foto: Andrea Steffen

l

Weitere Artikel

Sechs Jahre Isar Clean-Up: Warum uns die Arbeit noch immer nicht ausgeht

Die beste Nachricht wäre gewesen, wenn wir am Isarufer nach sechs Jahren nichts mehr zu sammeln gehabt hätten. Doch auch beim diesjährigen Clean-Up zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke füllten sich die Säcke wieder schneller als uns lieb war. Mehr als 50 Kilogramm Müll holten unsere freiwilligen Helfer:innen aus dem Uferbereich, darunter Plastik, Glas, Kronkorken und unzählige Zigarettenstummel. Das zeigt: Der Einsatz gegen Müll in der Natur ist auch nach sechs Jahren alles andere als überflüssig.

weiterlesen

Beifang: Der dokumentierte Todeskampf eines Schweinswals

Eine neue Studie dokumentiert erstmals den Todeskampf eines Schweinswals, bevor er als Beifang in einem Fischernetz verendet. Die Erkenntnisse verdeutlichen einmal mehr, warum der Schutz der kleinen Wale in Nord- und Ostsee so schwierig ist und warum wirksamer Meeresschutz mehr sein muss als auf dem Papier festgelegte Schutzgebiete.

weiterlesen

Gefahr für die Delfinhaut: Wenn das Meer zu süß wird

Starkregen, Überschwemmungen und veränderte Küstenlandschaften können den Salzgehalt in Flussmündungen und Küstengewässern plötzlich sinken lassen. Für dort lebende Große Tümmler (Tursiops spp.) kann das schwerwiegende Folgen haben: Die sogenannte Süßwasser-Hautkrankheit verursacht sichtbare Hautveränderungen, Schmerzen und kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Ein 2026 veröffentlichtes Protokoll soll Forschenden nun helfen, typische Anzeichen anhand von Fotos einheitlich zu erkennen und zu dokumentieren.

weiterlesen

Spendenkonto

Gesellschaft zur Rettung der Delphine
SozialBank AG
IBAN:
DE09 3702 0500 0009 8348 00
BIC:
BFSWDE33XXX

Ihre Spenden, Patenschafts- und Förderbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Ihre Hilfe kommt an

Die GRD ist als gemeinnützig und
besonders förderungswürdig anerkannt.

Zum Newsletter anmelden

Bitte tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.

Vielen Dank für Ihr Abonnement!