Große Tümmler und ein Buckelwal vor Richards Bay – Report vom Sichtungs-Team

von | 29. Mai 2019 | News - Südafrika

Wer hat die längere Rückenfinne?

Liebe Delfinfreunde,
auch gestern und heute waren wieder Große Tümmler vor Ort! Dave (
Dave Savides ist Journalist vom Zululand Obeserver und Mitarbeiter bei Humpback Dolphin Research; Anm. d. Red.), der gerade ein paar Tage Urlaub hat und ebenfalls wieder zur Aussichtsplattform gekommen war, konnte einige sehr schöne Aufnahmen von den wunderbaren Geschöpfen machen. Gut zu sehen in den Nahaufnahmen ist, um wie viel länger oft die Rückenfinnen im Vergleich zu denen der Bleifarbenen Delfine sind. Kein Wunder, gehören sie doch zu den Buckeldelfinen.

Tümmler jagen Blaubarsch

Ab kurz nach 7 Uhr sahen wir mehrmals einzelne Individuen in der Nähe von Jingles (Name des Hydrophons) und dem Südpier. Aber dann tauchte eine ganze Schule von 8-10 Delfinen vor der Plattform auf.

Die Tümmler waren auf Jagd nach Beute. Wahrscheinlich wieder Blaubarsch. Denn der trat in den letzten Tagen in großen Schwärmen in der Bucht auf. Nach einer Weile zog die Schule dann aber weiter in nördliche Richtung.

Und auch heute morgen waren wieder Tümmler in der Nähe der Plattform, der Netze sowie am Südpier unterwegs. Wir sahen sie etwa wieder um die gleiche Zeit, also kurz nach 7 Uhr. Und so wie gestern, schwammen sie eine Stunde später weiter in Richtung Norden.

Große Tümmler vor Richards Bay.
© Dave Savides

Weit draußen am Horizont: ein Buckelwal!

Eine weitere kleine Sensation ist noch vom gestrigen Nachmittag zu berichten. Ein zweites Mal in diesem Monat beobachtete ich weit draußen am Horizont das Brechen eines Buckelwals!

Sabrina von DolphinCare Africa in Mosambik berichtet, dass die früheste Sichtung eines Buckelwals im Jahr 2008 für den 5. Juni dokumentiert ist!

Deren Skipper hat dieses Jahr den ersten Wal am 19. Mai gemeldet. Während ich bereits zwei Tage vorher am 17. Mai einen Buckelwal gesehen habe.

Vielleicht war es ja derselbe, jedenfalls zog er in Richtung Norden…

Der springende Buckelwal, ganz rechts am Rand und am Horizont – hatte ihn gerade noch so im Bild…

Das gefährlichste Hainetz an der Küste von Südafrika ist Geschichte!

Aussterben verhindern!

Jeder kann aktiv mithelfen und wichtige Daten sammeln. Sie sind unentbehrlich, damit das Projekt erfolgreich sein wird. Auf jeden Fall aber sollten wir um so mehr motiviert sein, das große Ziel zu erreichen und die Entfernung aller Netze an den Stränden in KwaZulu-Natal durchzusetzen.
Vielen Dank für euer Interesse und eure Hilfe!

Delfin gesichtet? Sichtungen von der North Breakwater Beobachtungsplattform

Was vom Tage übrig bleibt

Fotos von Dave Savides, Zululand Observer.

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LineL

LineL lebt das ganze Jahr über in den Gewässern von Richards Bay und wurde im Mai 1998 erstmals gesichtet. Auf dem Bild ist sie mit Nachwuchs "Lilo" (hinten) zu sehen.

Zipper

Zipper ist ein Weibchen. Erstmals vor Richards Bay gesichtet wurde sie 1991. Damals muss sie ca. 10 Jahre alt gewesen sein. Die mehrfache Mutter und Delfin-Oma dürfte heute mindestens 40 Jahre alt sein.

Venus

Das Delfinweibchen Venus (im Bild hinten) wird vor Richards Bay am häufigsten gesichtet. Sie dürfte mindestens 30 Jahre alt sein und ist dreifache Mutter.

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Im Jahr 1952 installierte die Gemeinde Durban die ersten südafrikanischen Hainetze, um Badegäste vor Haibissen zu schützen – mit Erfolg. Aber: Gleichzeitig stiegen die Todeszahlen der vom Aussterben bedrohten Arten, der Haie und der Bleifarbenen Delfine, welche als Beifang ums Leben kamen. Bis heute gibt es bedauernswerterweise keine praxistaugliche Lösung für den Konflikt. Aber es gibt Hoffnung: Eine 30-köpfige interdisziplinäre Gruppe aus Politik, Tierschutz, Tourismus und Forschung hat sich zur Aufgabe gemacht, das Problem gemeinsam anzugehen. Wenn sie Erfolg haben, werden künftig nicht mehr 1.200 Tiere pro Jahr in den Netzen verenden.

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Südafrika: „Dave, der Superman“

Dave Savides engagiert sich seit mittlerweile zwei Jahrzehnten in Südafrika für den Delfinschutz. Insbesondere den vom Aussterben bedrohten Buckeldelfinen widmet er jede freie Minute. Die Leidenschaft, die Dave Savides an den Tag legt, ist so immens, dass nicht nur ein unverwechselbarer Delfin nach ihm benannt wurde (Dolphin Dave), der Südafrikaner wurde jetzt auch für einen ganz besonderen Award vorgeschlagen.

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