Südafrika: Patenschaften für bedrohte Buckeldelfine

von | 16. Dezember 2017 | News - Südafrika

Mit Patenschaften das Aussterben der Art verhindern

Erstmals in Deutschland kann man Patenschaften für bedrohte Buckeldelfine abschließen. Wir haben jetzt vier vor der Ostküste von Südafrika lebende Tiere dieser seltenen Art in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen. Sie heißen “Mars”, “Zipper”, “Venus” und “Line L”. Es handelt sich um Delfine der Art Bleifarbene Delfine (Sousa plumbea). Eine der derzeit vier anerkannten Buckeldelfinarten. Ihr Trivialname rührt von dem kleinen Buckel, auf dem die Finne (Rückenflosse) sitzt. Diese Delfine leben meist in flachen Küstengewässern.

Bedrohte Küstenbewohner

Als Küstenbewohner sind alle Sousa-Arten menschengemachten Gefahren besonders ausgesetzt: Fischerei, Lebensraumzerstörung, Meeresverschmutzung und – in manchen Ländern – Haiabwehrnetze.

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN werden Bleifarbene Delfine als bedroht eingestuft.

Nur noch 500 dieser Delfine leben vor der Küste von Südafrika

In Südafrika sind Bleifarbene Delfine die am stärksten gefährdeten Meeressäuger. Ihr Bestand wird auf noch 500 Tiere geschätzt. An der Ostküste des Landes ist ihr Überleben durch Haiabwehrnetze bedroht. Die Netze sollen Schwimmer und Surfer vor Haien schützen. Doch in ihnen sterben nicht nur Haie qualvoll – sondern auch Delfine.

Gute Bekannte in großer Gefahr

Die vier Patendelfine werden von der südafrikanischen Meeresbiologin Shanan Atkins seit gut 20 Jahren regelmäßig in den Gewässern vor Richards Bay (Provinz KwaZulu-Natal) beobachtet.

In den an vielen Stränden installierten Hainetzen sterben nicht nur für Menschen potentiell gefährliche Haie. Sondern viele völlig harmlose Meerestiere. Darunter auch Delfine. Eine wissenschaftliche Studie von Shanan Atkins deckte das Ausmaß des Beifangs auf. Allein in den Haiabwehrnetzen vor Richards Bay sterben derart viele Bleifarbene Delfine, dass das Überleben der Art in Südafrika gefährdet ist.

Mit einer Patenschaft für einen Bleifarbenen Delfin helfen Sie, das Aussterben dieser Delfinart in Südafrika zu verhindern.

Ziel des von uns unterstützten Projekts “HUMPBACK DOLPHIN RESEARCH” ist der Ersatz aller Hainabwehrnetze in KwaZulu-Natal. Sie sollen durch wirkungsvolle, aber nicht-tödliche Strandschutzmaßnahmen ersetzt werden.

LineL

LineL lebt das ganze Jahr über in den Gewässern von Richards Bay und wurde im Mai 1998 erstmals gesichtet. Auf dem Bild ist sie mit Nachwuchs “Lilo” (hinten) zu sehen.

Zipper

Zipper ist ein Weibchen, das bereits seit sehr langer Zeit regelmäßig vor Richards Bay beobachtet wird. Die mehrfache Mutter dürfte mindestens 34 Jahre alt sein.

Venus

Das Delfinweibchen Venus (im Bild hinten) wird vor Richards Bay am häufigsten gesichtet. Sie dürfte mindestens 30 Jahre alt sein und ist dreifache Mutter.

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Weitere Artikel

The Sound of Hope

In „The Sound of Hope“ berichten südafrikanische Forscherinnen und Forscher vom SouSA-Consortium über ihre Arbeit zur Rettung der in Südafrika vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine. Die zu den Buckeldelfinen (Gattung Sousa) zählenden Delfine sind im Staat an der Südspitze Afrikas die am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäuger. Ihre Zahl wird etwa 500 Individuen geschätzt.

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Projektreport Winter 2020 – Delfin-Oma „Zipper“ schaut vorbei

Mit ihren fast 40 Jahren ist „Zipper“ eine Delfin-Oma. Wir kennen sie seit Jahrzehnten. Im November kam sie mit ihrem jüngsten Nachwuchs „Pollux“ wieder einmal an der Küste vor Richards Bay vorbei. Für „Zipper“ kann man eine Patenschaft übernehmen. Leider wurden die Hainetze Mitte Oktober wieder installiert. Lifeguard-Gebäude ist nun als baufällig eingestuft, deshalb fällt die Projekt-WebCam für längere Zeit weitgehend aus.

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Projektreport Herbst 2020

Seit nun über einem halben Jahr sind Touristen-Strände an der Ostküste von Südafrika (Provinz KwaZulu-Natal) nicht mehr durch Hainetze „geschützt“. Das ist eine sehr gute Nachricht. Denn damit ist ein ganz wesentlicher Gefahrenherd für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine gebannt.

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Spendenkonto

Gesellschaft zur Rettung der Delphine
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:
DE57 7002 0500 0009 8348 00
BIC:
BFSWDE33MUE

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