USA: Unfassbare Delfin-Quälerei in Florida und Texas
Ein Delfin wird erstochen, ein anderer zu Tode gequält
Zwei schockierende Ereignisse wurden in den vergangenen Tagen aus den USA gemeldet: In Florida wurde ein Delfin bei lebendigem Leib mit einem „speerähnlichen Gegenstand” aufgespießt! Abscheulich ist ebenfalls die Tat einiger Strandbesucher in Texas, die versucht haben, einen kranken und gestrandeten Delfin zu „reiten“. Die GRD verurteilt beide Taten aufs Schärfste; die Tierquäler müssen zur Verantwortung gezogen werden.
Florida: Delfin-Dame über dem Auge aufgespießt
Erst Anfang vergangener Woche haben Beamte der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) bekanntgegeben, dass ein Großer Tümmler am 24. März mit einer tiefen Wunde am Kopf am Strand von Fort Myers gefunden wurde. Eine Autopsie ergab, dass der Delfin bei lebendigem Leib mit einem „speerähnlichen Gegenstand” aufgespießt wurde. Aufgrund der Form und Größe der Wunde über dem Auge erklärten NOAA-Ermittler, dass die säugende Delfin-Dame wahrscheinlich aufgespießt wurde, als sie sich in einer Bettelposition befand. „Betteln ist kein natürliches Verhalten von Delfinen und wird häufig mit illegaler Fütterung in Verbindung gebracht. Dabei kommen sie mit dem Kopf nach oben und drehen sich zur Seite, damit sie ihren Gegenüber ansehen können”, so eine Vertreterin von NOAA.
Die Ermittler fahnden aktuell nach den Tätern. In den USA werden Verbrechen dieser Art mit Geldstrafen von bis zu 100.000 Dollar und Haftstrafen von bis zu einem Jahr geahndet. Derartige Aggressionen gegenüber Delfinen sind im Golf von Mexiko leider keine Seltenheit: Seit 2002 wurden 27 gestrandete Delfine gefunden, die Verletzungen durch Gewehre oder Pfeile aufwiesen oder mit scharfen Gegenständen aufgespießt wurden.
Texas: Strandbesucher versuchten, auf einem gestrandeten Delfin zu „reiten“
Am Strand von Quintana Beach in Texas wurde dieser gestrandete Delfin von Strandbesuchern gequält. Kurze Zeit später ist er verstorben. (Foto: Texas Marine Mammal Stranding Network)
Ganz anders gelagert, aber ebenfalls grausam und schockierend ist ein aktueller Vorfall in Texas: Am vergangenen Sonntag wurden am Quintana Beach Aufnahmen gemacht, die Strandbesucher beim Versuch zeigen, einen kranken und gestrandeten Delfin zu „reiten“.
Anstatt dem Delfin zu helfen, indem schnellstmöglich ein Rettungsteam für Meerestiere alarmiert und das Tier vor Lärm und Störungen geschützt wird, quälten die Menschen den Delfin auf unterschiedlichste Weise: Einige Strandbesucher versuchten, mit dem Tier zu schwimmen, andere versuchten, es zurück ins Meer zu treiben. Besonders verabscheuungswürdig haben sich aber jene verhalten, die versuchten, auf dem Delfin zu „reiten“. Die Folge: Der bedrängte Delfin starb noch vor dem Eintreffen des Rettungsteams.
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Dieser Vorfall erinnert sehr an das Todstreicheln eines Ostsee-Schweinswals in Grömitz im Sommer 2021. Ähnlich wie die Staatsanwaltschaft in Lübeck, die im Rahmen der Fahndung damals Bilder der Tierquälerei veröffentlichte, hat auch das Texas Marine Mammal Stranding Network reagiert: Ein Facebook-Post zeigt die Strandbesucher mit dem noch lebenden Delfin. Sollte den Tätern die Misshandlung des Delfins nachzuweisen sein, erwartet diese eine Geld- oder sogar Gefängnisstrafe. (Lese-Tipp: Bei Strandungen: Erste Hilfe für Meeressäuger)
In eigener Sache: Wir sind fassungslos und verurteilen beide Taten aufs Schärfste. Sowohl in Florida als auch in Texas müssen die Tierquäler schnellstmöglich zur Verantwortung gezogen werden!
Fotos oben: NOAA
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