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Nachrichten-Überblick
Wir brauchen einen Ozean-Überlastungstag
Alljährlich markiert der Earth Overshoot Day jenen Tag, an dem die Menschheit alle Ressourcen aufgebraucht hat, die die Erde in einem Jahr regenerieren kann. 2025 fällt dieser Tag auf den 24. Juli. Doch während Wälder, Böden oder Wasserressourcen zunehmend in den Fokus rücken, wird ein zentraler Bereich oft übersehen: die Ozeane. Auch sie haben Grenzen – und die sind längst überschritten. Unserer Meinung nach braucht der Erdüberlastungstag ein marines Pendant: den Ocean Overshoot Day.
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Der Worte sind genug gewechselt – ernstgemeinter Meeresschutz braucht Taten!
Sowohl auf der Nationalen Meereskonferenz in Berlin als auch auf der UN-Ozeankonferenz in Nizza betonte Bundesumweltminister Carsten Schneider die Notwendigkeit von effektivem Meeresschutz als Zukunftsaufgabe. Wir nehmen ihn beim Wort, denn Deutschland hinkt beim Schutz der Natur hinterher. Unsere Naturschutzgebiete sind überwiegend in schlechtem Zustand. Wissenschaftler:innen verschiedener Forschungseinrichtungen haben in ihrer aktuellen Studie den Zustand der Natura-2000-Schutzgebiete in Deutschland ausgewertet. Bei Natura 2000 handelt es sich um ein EU-weites Netz an Schutzgebieten um gefährdete Arten und Lebensräume zu erhalten. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die Untersuchungen zeigen, dass nur 6 Prozent der Lebensräume und 4 Prozent der Arten einen günstigen Erhaltungszustand aufweisen. Es verwundert daher nicht, dass sich auch die Ökosysteme in Nord- und Ostsee aufgrund zu hoher anthropogener Belastungen und zu wenig Schutz größtenteils in einem schlechten Zustand befinden. Die GRD fordert daher die Politik auf, ihre Meeresschutzpolitik endlich der Realität anzupassen.
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Namenssuche für Delfinbaby aus Mosambik
Zu den täglichen Aufgaben unserer Kooperationspartner von Dolphin Encountours Research Center (DERC) zählen das Monitoring sowie das Sammeln von Daten der marinen Megafauna: Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf Delfinen und Walen. Gelegentlich haben sie zudem die schöne Aufgabe, dem delfinischen Nachwuchs einen Namen zu geben. Mit eurer Unterstützung wird daraus ein gemeinsames Erlebnis.
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„Mincho’s“ Leid bringt den Wandel: Mexiko verbietet Delfinshows und Zucht
Der mexikanische Senat hat einstimmig ein landesweites Verbot von Delfinshows beschlossen – auch die Nachzucht von Delfinen wird künftig untersagt. Dies ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft, von denen es in Mexiko 300 bis 400 gibt. Dass das neue Gesetz den Namen „Mincho Law“ trägt, ist kein Zufall: Der Delfin „Mincho“ erlitt während einer Show einen schweren Unfall. Die Bilder des Vorfalls lösten weltweite Empörung aus.
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Erstmals beobachtet: Orcas nutzen Werkzeuge zur gegenseitigen Körperpflege
Forschende in den USA haben jüngst dokumentieren können, dass Schwertwale Werkzeuge herstellen und gezielt anwenden. Genauer: Die Meeressäuger formen Algenstile zu „Rollen“ und platzieren diese zwischen sich und ihren Artgenossen. Dieses Verhalten scheint der gegenseitigen Körperpflege und der sozialen Bindung zu dienen.
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200 Kilogramm weniger Altlast auf den Schultern der Ostsee
Am vergangenen Wochenende wurde die Tauch-Crew der GRD auf eine harte Probe gestellt. Die Bergung von gefährlichen Geisternetzen an zwei Wracks nördlich von Rügen stand auf der Agenda. Trotz guter Wetterprognosen kippten die Windverhältnisse am Nachmittag des ersten Seetages zu unseren Ungunsten. Es bleibt das Vertrauen in das eigene Können und der Erfolg, den besonders umweltschädlichen Teil des Geisternetzes geborgen zu haben.
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Lippenbekenntnisse oder echter Durchbruch: Was hat die UN-Ozeankonferenz gebracht?
Trotz der drohenden Kipppunkte in den Ozeanen setzen viele Staaten und Unternehmen die industrielle Ausbeutung der Meere fort, daran wird auch die kürzlich beendete UN-Ozeankonferenz wenig ändern. Dennoch gab es beim Treffen in Nizza Lichtblicke: Unter anderem soll es künftig leiser in den Weltmeeren werden. Wie immer geht es aber nach einen solchen Gipfel um die Umsetzung der Absichtserklärungen.
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Update zum Delfin-Massaker auf den Färöer-Inseln
Das Abschlachten von 1428 Weißseitendelfinen auf den Färöer-Inseln hat 2021 weltweit große Empörung hervorgerufen. Wie reagieren die Färinger auf die Kritik? Gibt es ein Umdenken seitens der Politik? Und welche Aktionen wurden hierzulande gestartet, um gegen Grinds zu protestieren? Auf dieser Seite, die regelmäßig aktualisiert wird, geben wir einen Überblick.
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Meeresschutzprojekt in der Schule: Gestaltung trifft Umweltbildung
Ein Kernanliegen der GRD ist es, durch Umweltbildung junge Menschen für den Meeresschutz zu sensibilisieren. Diesen Ansatz verfolgt auch das Projekt „Coverbild-delphinpost“, welches gemeinsam mit der Hochtaunusschule Oberursel durchgeführt wurde. Unter dem Motto „Der Schweinswal als Symbol unzureichenden Meeresschutzes“ bekamen zwei Abschlussklassen der Fachoberschule Gestaltung den Auftrag, ein entsprechendes Coverbild für die nächste Ausgabe der delphinpost zu entwickeln. Herausgekommen sind tolle Ergebnisse.
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Buch-Tipp: “Wir Wale” von Fabian Ritter
Was wäre, wenn wir die Welt einmal mit den Augen eines Meeressäugers sehen könnten? Im Interview zu seinem neuen Buch „Wir Wale“ erzählt Fabian Ritter, Meeresbiologe und Mitgründer unserer Partnerorganisation M.E.E.R., von seiner Reise in die Gedanken- und Gefühlswelt der Wale und Delfine – und davon, was wir Menschen dabei über uns selbst erfahren können. Sein Buch dient als Einladung zu mehr Empathie, als Übersetzung von Delfin- und Walbotschaften in unsere Sprache und ist zudem ein eindringlicher Appell für ein neues Miteinander.
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Marineland Antibes: Das Schicksal der verbliebenen Orcas
Marineland Antibes – einst ein beliebter Freizeitpark an der Côte d’Azur – stand lange Zeit sinnbildlich für das Leiden von Meeressäugern in Gefangenschaft. Auch nach der Schließung des Delfinariums im Januar 2025 hat sich an diesem Status nichts verändert. Das Schicksal der letzten zwei Orcas und zwölf Delfine ist ungewiss, die Sorge um ihre physische und psychische Gesundheit wächst. Ein geschütztes Meeresrefugium wäre die beste Lösung. Doch wie realistisch ist es, dass diesen 14 Tieren endlich ein Leben in Würde ermöglicht wird?
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So sehen Reisen zu den Färöer-Inseln aus: Blut im Wasser, Schweigen an Deck
Auch in diesem Jahr haben die Einwohner:innen der Färöer-Inseln ihre blutigen Massaker an Meeressäugern fortgesetzt. 859 Tiere wurden zwischen Mai und August getötet. Dieses traurige Ergebnis zeigt im Zehnjahresvergleich, dass die Färinger keineswegs auf internationale Proteste reagieren und ihre Grindadráps reduzieren. Im Gegenteil.
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Mikroskopisch kleine Algen – und wie sie zur Gefahr für Delfine werden
Kaum vorstellbar, dass mikroskopisch kleine Einzeller verantwortlich sind für das Wohlergehen aller Meeresbewohner – aber wahr! Algen sind die unersetzbare Grundlage des Nahrungsnetzes in den Meeren, ohne sie würden auch Meeressäugetiere, wie Delfine, keine Chance haben zu überleben. Gleichzeitig wird durch wiederkehrende Ereignisse, aus dem Pazifik bis hin zur heimischen Oder, deutlich, dass auch Algen gefährlich werden können. Im Frühjahr 2025 sind bereits zahlreiche Meerestiere, darunter Dutzende Delfine, an der Küste Kaliforniens verendet. Aufgrund einer massiven Algenblüte und den dadurch freigesetzten Giftstoffen wird die lebensnotwendige Alge zu einer Gefahr…
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Adria-Delfin mit Seil an der Fluke: Protokoll einer besonderen Rettungsaktion
Seit dem vergangenen Jahr erreichen uns und unsere Projektpartner:innen immer wieder Meldungen über einen Großen Tümmler, der im Novigrader und Kariner Meer mit einem Seil an der Fluke gesichtet wird. Dieser Delfin wurde bereits seit geraumer Zeit beobachtet und ein leider erfolgloser Rettungsversuch unternommen. Im nachfolgenden ausführlichen Protokoll dokumentieren unsere Kooperationsparter:innen die komplexe Rettungsaktion des vergangenen Jahres, den logistischen Aufwand sowie die Herausforderungen der Fangversuche. Auch wenn das Seil noch nicht entfernt werden konnte, scheint der Delfin erstaunlich gut damit zurecht zu kommen.
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Nationale Meereskonferenz: Deutschlands Zukunft beginnt im Meer
Der Zustand von Nord- und Ostsee ist nach wie vor alarmierend. Wie weit muss sich der Zustand unserer Meere noch verschlechtern, bis anerkannt wird, dass Deutschland mit der bisherigen Politik nicht nur die Biodiversitätsziele deutlich verfehlt, sondern dabei ist, unsere eigenen Lebensgrundlagen zu gefährden? Die erste Nationale Meereskonferenz am 6. und 7. Mai in Berlin bietet die Gelegenheit, der neuen Koalition gleich zu Beginn ihrer Amtszeit die Dringlichkeit wirksamer Maßnahmen vor Augen zu führen. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) fordert eine verantwortungsbewusste und zukunftsfähige Meeresnutzung sowie die Einrichtung wirksamer Schutzgebiete.
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