Wirksame Schutzgebiete – die einzige Chance zur Erhaltung der Populationen

von | 20. Dezember 2023 | News - Fischerei

GRD-Fachbeitragsreihe

Teil 4

Dass die marinen Lebensräume durch die vielfältige Nutzung der Menschen massiv unter Druck stehen, wurde in den vorangegangenen Fachbeiträgen aufgezeigt und ist mittlerweile unstrittig. Bezogen auf das Meer stellen Schutzgebiete die wichtigste Management-Maßnahme zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der biologischen Vielfalt dar. Der Beschluss der EU, mindestens 30 Prozent der weltweiten Meeresfläche unter Schutz zu stellen, ist zu begrüßen. Die erfolgreiche Umsetzung darf aber angezweifelt werden. Im deutschen Küstenmeer sowie der Ausschließlichen Wirtschaftszone AWZ (Nord- und Ostsee) sind in Summe ca. 45 Prozent der Fläche unter Schutz gestellt [1]. Was zunächst nach einem Erfolg klingt, erweist sich bei genauerer Betrachtung als unzureichend, da die Schutzgebiete nicht halten, was der Name verspricht.

Schutzgebiete: Keine konsequente Umsetzung der EU-Ziele

Der Schutz der Meere ist international in den Fokus der politischen Entscheidungsträger:innen gerückt. Dies zeigen auf EU-Ebene die rechtlichen Vorgaben der Habitat- und Vogelrichtlinie, die Einrichtung des Natura 2000-Netzwerks sowie die Verabschiedung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Auch das Ziel der Biodiversitätsstrategie, mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresfläche als Schutzgebiete auszuweisen, geht in die richtige Richtung. In der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) gibt es im Rahmen des Natura 2000-Netzwerkes sechs Naturschutzgebiete, für deren Umsetzung der Bund zuständig ist. Die Bundesländer wiederrum übernehmen Verantwortung für die Bereiche des Natura 2000-Netzwerkes, die innerhalb der Zwölf-Seemeilen-Grenze (Küstenmeer) liegen. Dazu gehören unter anderem die drei Wattenmeer-Nationalparks.

Die Naturschutzgebiete in der deutschen AWZ in Nord- und Ostsee
© Wikicommons

Die Mehrheit der bestehenden Meeresschutzgebiete erreicht ihre Ziele nicht!

Schutzgebiete können sehr positive Effekte auf die marinen Lebensräume, die Artenvielfalt sowie den Artenreichtum haben. Problematisch ist, dass der Großteil der weltweiten Meeresschutzgebiete die gesteckten Ziele nicht erreicht [2]. Dies gilt auch für die Gewässer der EU. Die volle Wirksamkeit bezogen auf Biodiversität können die Schutzgebiete aber nur dann entfalten, wenn neben der reinen Fläche auch die Schutzfunktion berücksichtigt wird. Aktuelle Studien kritisieren daher mit Blick auf das Natura 2000-Netzwerk der EU, dass die Ausweisungen neuer Schutzgebiete in der Regel Vorrang gegenüber der Gewährleistung einer wirksamen Schutzfunktion haben. Die Folge seien keine Meeresschutzgebiete, sondern sogenannte „Paperparks“ [3].

Diese Feststellung verwundert nicht, wenn man sich verdeutlicht, welche Störfaktoren nach wie vor in vielen Schutzgebieten erlaubt sind: Fischerei, Schiffsverkehr, Unterwasserlärm, Kiesabbau oder Offshore-Windparks, um nur einige zu nennen. Die Fischerei stellt dabei sowohl innerhalb als auch außerhalb von Schutzgebieten die größte Bedrohung dar [4]. In diesem Kontext untersuchte eine breit angelegte Studie insgesamt 1.945 Schutzgebiete innerhalb der EU und des Vereinigten Königreiches in Hinblick auf die Auswirkungen von risikoreicher Fischerei – also Fischfangmethoden, die nachweislich zu einer Bedrohung von marinen Lebensräumen führen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bezogen auf die Fläche der untersuchten Schutzgebiete in 86 Prozent der Gebiete Fischerei mit für die marine Tierwelt lebensbedrohenden Fanggeräten ausgeübt wird. Die Forscher:innen resümieren, dass es ohne eine systematische Beschränkung von schädlicher Fischerei nicht gelingen wird, den Zustand der europäischen Gewässer zu verbessern.

Vorkommen von risikoreicher Fischerei in Meeresschutzgebieten (MPAs), die im Rahmen der EU-Habitat-Richtlinie zum Schutz von Lebensräumen ausgewiesen wurden. Länder, deren Gewässer in die Analyse einbezogen wurden (EU-Meeresanrainerstaaten und das Vereinigte Königreich), sind dunkelgrau schattiert.
© frontiersin

Paradoxerweise stellen die Wissenschaftler:innen auch fest, dass besonders schädliche Verfahren wie die Fischerei mit Grundschleppnetzen in einigen Schutzgebieten intensiver stattfinden als in ungeschützten Bereichen [5].

Die Nordsee als exemplarisches Beispiel verfehlter Meeresschutzpolitik

Am Beispiel der schädlichen Fischerei in der Nordsee und mit Fokus auf den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist gut zu erkennen, wie sehr die Schutzziele verfehlt werden. Trotz Erfolgen wie dem sogenannten Muschelfrieden, der die Miesmuschelwirtschaft auf 87 Prozent der Nationalparkfläche untersagt [6], bleibt noch viel zu tun. Der Großteil der Nationalparkfläche wird durch intensive menschliche Nutzung beeinträchtigt, insbesondere durch die Fischerei. Nur ca. 0,5 Prozent der Nationalparkfläche sind „Nullnutzungszonen“, also Zonen ohne jeglichen ökonomischen Einfluss. Die für die Krabbenfischerei eingesetzten Baumkurren (Grundschleppnetze) durchpflügen im Jahr mehrfach (>20) große Areale des Nationalparks [7]. Dabei werden nicht nur die Zielarten gefangen, sondern die meisten am Meeresboden befindlichen Organismen enden so als „Beifang“. Eine aktuelle Untersuchung hat festgestellt, dass die gesetzlichen Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes § 24 nicht ausreichend umgesetzt werden [8]. Das Gesetz besagt u.a.:

„Nationalparks sind rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu schützende Gebiete, die […] sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sind, sich in einen Zustand zu entwickeln oder in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet.“[9]

Die Untersuchung bestätigt für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer auch die oben schon allgemein dargestellten Defizite bei der Umsetzung der europäischen Natura 2000-Vorgaben. Bemängelt werden u.a.:

  • Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen sind nicht genau genug formuliert.
  • Das Nationalparkgesetz lässt Nutzungen mit negativen Auswirkungen zu, ohne vorher zu prüfen, ob sich diese mit den Erhaltungszielen des Schutzgebietes vereinbaren lassen (FFH Verträglichkeitsprüfung) [10] 

Deutsche Schutzgebiete: Defizite in der Vernetzung

Verwunderlich ist dies nicht, da Umwelt- und Naturschutz klar im Widerspruch zu anderen Interessen stehen. Exemplarisch sei aus dem Steckbrief des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zitiert. Dort heißt es unter der Rubrik menschliche Aktivitäten: „Tourismus, Fischerei, Küstenschutz, Beweidung, Schiffs- und Flugverkehr, militärische Erprobungen, Erdölförderung, Kies- und Sandentnahme sind die wichtigsten Nutzungen.“ [11] Dazu kommen Pläne zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in der AWZ, was die Interessenskonflikte zwischen den verschiedenen Akteuren nicht weniger werden lässt und ein Konzept zur marinen Raumplanung unbedingt erforderlich macht [12].

In der Regel leben marine Arten wie der Schweinswal nicht isoliert in einem Schutzgebiet, sondern bewegen sich schutzgebietsübergreifend. Es bedarf daher universeller Ansätze und Regelungen im Sinne der Kohärenz und eines Biotopverbundes, wie auch in den Richtlinien der EU berücksichtigt [13]. Eine Studie, die sich mit den Interessenskonflikten zwischen der Fischerei, der Offshore-Industrie und Meeresschutzgebieten in der südlichen Nordsee beschäftigt, zeigt allerdings Defizite in der Vernetzung der einzelnen Natura 2000-Gebiete auf. Die Wissenschaftler:innen kritisieren fehlende gemeinsame Planungsprozesse, auch hinsichtlich der Nutzung benachbarter oder länderübergreifender Schutzgebiete sowie die Tatsache, dass die flächenmäßige Abdeckung von Schutzgebieten noch zu viele Lücken aufweist [14].

Schlussfolgerungen

Der Keil zwischen wirksamen Schutzgebieten und „Papiertigern“ muss kleiner werden. Ansätze wie das temporäre Verbot der Stellnetzfischerei in der Ostsee [15] oder das Verbot der Grundnetzfischerei in Teilen der Nordseeschutzgebiete sind sinnvoll, aber zu punktuell. Auch, dass die EU die Grundnetzfischerei in Meeresschutzgebieten bis 2030 verbieten will, ist zu begrüßen. Allerdings reichen selbst diese Maßnahmen nicht aus.

Blick auf den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
© NDR/Axel Franz

Um wirksame Schutzgebiete in der Breite zu erreichen und bedrohte Arten wie den Schweinswal effektiver zu schützen, müssen die „schwerwiegenden Managementmängel“ [16] in den europäischen Schutzgebieten dringend behoben werden. Neben drastischen Einschränkungen der Fischerei sollten sämtliche negativen Einflüsse durch den Menschen dabei berücksichtigt werden. Die GRD schließt sich den Forderungen anderer Umweltorganisationen an, mindestens 50 Prozent der Meeresschutzgebiete zu „Nullnutzungszonen“ zu erklären. Um den Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Schutzgebieten gerecht zu werden, braucht es gebiets- und wo nötig auch länderübergreifende Regelungen. Schließlich lassen sich die in den vorangegangenen Fachbeiträgen thematisierten menschlichen Bedrohungen wie beispielsweise Müll-, Nähr- und Schadstoffeinträge nicht durch Schutzgebietsgrenzen stoppen. Auch der z.T. noch bestehende Flickenteppich muss geschlossen werden, um großflächige Schutzräume und die essentiellen Wanderkorridore bestimmter Wale zu berücksichtigen.

Strikte Regelungen werden nicht ohne Konflikte zwischen den verschiedenen Interessensgruppen ablaufen. Exemplarisch kann der Protest der Krabbenfischer:innen in der Nordsee gegen die geplanten Verbote der Grundschleppnetzfischerei oder auch der Streit um die Einrichtung von Nationalparks in der Ostsee genannt werden. Eine aktuelle Studie von Forscher:innen der Universität Pisa fasst noch einmal wesentliche Faktoren zusammen, die Schutzgebiete zu wirksamen Zonen werden lassen:

  • Gewährleistung von: Durchsetzung, Kontrolle, Steuerung, Überwachung
  • Einbindung von allen Interessensgruppen, verbesserte Kommunikation, gegenseitige Akzeptanz, Einhaltung der Regeln [17]

Interessant und wichtig ist an dieser Studie, dass die Autor:innen auch den Aspekt der Umweltbildung hervorheben und bestätigen, dass die Bestimmung und Berücksichtigung von Faktoren, die naturschutzfreundliches Verhalten fördern, sich positiv auf die Effektivität der Schutzgebiete auswirken.

Schließlich wird es ohne die breite Unterstützung der Bevölkerung und dem damit einhergehenden Druck auf die politischen Entscheidungsträger:innen kaum gelingen, den Zustand der Meere zu verbessern und damit den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen.

Meeresschutzgebiete können nicht nur die biologische Vielfalt, den Küstenschutz und die Fortpflanzungsfähigkeit der dort lebenden Organismen verbessern. Marine Ökosysteme sind in der Lage große Mengen an Kohlenstoff zu speichern und stellen damit ein wirksames Instrument zur Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels dar. Die Ergebnisse einer Metaanalyse machen deutlich: Die genannten positiven Effekte treten vor allem dann ein, wenn die Meeresgebiete ein hohes Schutzniveau aufweisen und nicht stark durch menschliche Nutzung belastet sind [18]. Dies wird am Beispiel Kohlenstoff deutlich: Können Seegras- und Mangrovenwälder in Meeresschutzgebieten wiederhergestellt werden, steigt die Kapazität zur Speicherung von Kohlenstoff im Vergleich zu Gebieten, die einer starken menschlichen Nutzung ausgesetzt sind. Gleiches gilt für Sedimente am Meeresgrund: Meeresböden in Gebieten ohne Schleppnetzfischerei können deutlich mehr Kohlenstoff aufnehmen als jene in Gebieten, die regelmäßig den Schleppnetzen ausgesetzt sind.

Die Fachbeitragsreihe im Überblick

FACHBEITRAG I

Pinger, PAL und Co. – die Rettung des Schweinswals vor den tödlichen Stellnetzen in der Ostsee?
zum Fachbeitrag

FACHBEITRAG II

Anthropogener Lärm in Nord- und Ostsee – große Gefahr für die Meeressäuger
zum Fachbeitrag

FACHBEITRAG III

Wie der Mensch die marinen Ökosysteme an ihre Belastungsgrenze bringt – mit dem Hauptfokus auf dem Lebensraum der Schweinswale in Nord- und Ostsee
zum Fachbeitrag

FACHBEITRAG IV

Wirksame Schutzgebiete – die einzige Chance zur Erhaltung der Populationen

FACHBEITRAG V

Deutschlands „Walschutzgebiet“ vor Sylt und Amrum – ein Erfolgsmodell zum Schutz des Schweinswals?
zum Fachbeitrag

Literatur

[1]   Vgl. Nationale Meeresschutzgebiete | BFN

[2]    Vgl. Di Cintio u.a. (2023): Avoiding “Paper Parks”: A Global Literature Review on Socioeconomic Factors Underpinning the Effectiveness of Marine Protected Areas, in: Sustainability 2023, 15(5), 4464; https://doi.org/10.3390/su15054464

[3]   Vgl. Perry, Allison u.a. (2022): Extensive Use of Habitat-Damaging Fishing Gears Inside Habitat-Protecting Marine Protected Areas, in: Front. Mar. Sci., 16 , February 2022, Sec. Marine Conservation and Sustainability
Volume 9 – 2022.
https://doi.org/10.3389/fmars.2022.811926

Vgl. Di Cintio u.a. (2023): Avoiding “Paper Parks”: A Global Literature Review on Socioeconomic Factors Underpinning the Effectiveness of Marine Protected Areas, in: Sustainability 2023, 15(5), 4464; https://doi.org/10.3390/su15054464

Vgl. Arneth, Almut u.a. (2023): Making protected areas effective for biodiversity, climate and food, in: Global Change Biology, Volume 29, Issue 14. https://doi.org/10.1111/gcb.16664

[4]   Vgl. Vgl. Perry, Allison u.a. (2022): Extensive Use of Habitat-Damaging Fishing Gears Inside Habitat-Protecting Marine Protected Areas, in: Front. Mar. Sci., 16 , February 2022, Sec. Marine Conservation and Sustainability Volume 9 – 2022. https://doi.org/10.3389/fmars.2022.811926

[5]   Vgl. Perry, Allison u.a. (2022): Extensive Use of Habitat-Damaging Fishing Gears Inside Habitat-Protecting Marine Protected Areas, in: Front. Mar. Sci., 16 , February 2022, Sec. Marine Conservation and Sustainability Volume 9 – 2022. https://doi.org/10.3389/fmars.2022.811926

[6]    Vgl. 2021 11 Faktenblatt Miesmuschelwirtschaft im NP (nationalpark-wattenmeer.de)

[7]   Vgl. Schumacher, J., Schumacher, A. & Scherer, B. (2023): Wie wirksam ist der Schutz in deutschen Meeresschutzgebieten – dargestellt am Beispiel des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, in: NuR 45, 442–452.
https://doi.org/10.1007/s10357-023-4207-9

[8]   Siehe [7]

[9]   Vgl. § 24 BNatSchG – Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)

[10]   Vgl. FFH Verträglichkeitsprüfung | BFN

[11]   Vgl. Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – Nationalpark Wattenmeer (nationalpark-wattenmeer.de)

[12]  Vgl. Püts, Miriam u.a. (2023): Trade-offs between fisheries, offshore wind farms and marine protected areas in the southern North Sea – Winners, losers and effective spatial management, in: Marine Policy Volume 152. https://doi.org/10.1016/j.marpol.2023.105574

[13]  Vgl. Kohärenz (Biotopverbund) | BFN

[14]  Vgl. Püts, Miriam u.a. (2023): Trade-offs between fisheries, offshore wind farms and marine protected areas in the southern North Sea – Winners, losers and effective spatial management, in: Marine Policy Volume 152. https://doi.org/10.1016/j.marpol.2023.105574 

[15]  Vgl. EUR-Lex – 32022R0303 – EN – EUR-Lex (europa.eu)

[16]  Vgl. Perry, Allison u.a. (2022): Extensive Use of Habitat-Damaging Fishing Gears Inside Habitat-Protecting Marine Protected Areas, in: Front. Mar. Sci., 16 , February 2022, Sec. Marine Conservation and Sustainability Volume 9 – 2022. https://doi.org/10.3389/fmars.2022.811926

[17]  Vgl. Di Cintio u.a. (2023): Avoiding “Paper Parks”: A Global Literature Review on Socioeconomic Factors Underpinning the Effectiveness of Marine Protected Areas, in: Sustainability 2023, 15(5), 4464; https://doi.org/10.3390/su15054464

[18]  Vgl. Jacquemont, Juliette u.a. (2022): Ocean conservation boosts climate change mitigation and adaptation, in: One Earth, Volume 5, Issue 10, 2022, Pages 1126-1138.
https://doi.org/10.1016/j.oneear.2022.09.002


Die GRD bedankt sich bei allen Unterstützern dieses Fachbeitrags. Insbesondere gilt unser Dank für die Mitwirkung Katharina Weinberg, Fachbereichsleitung Naturschutz der Schutzstation Wattenmeer e.V.

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