Vom Leben und Sterben der Adria-Delfine

Todesursache Nr. 1: Beifang im Fischernetz

Aus dem Projektbericht 2017 des Naturschutzvereins „Val“, Zagreb, und der Tiermedizinischen Fakultät der Universität Zagreb.

Zuwachs von 12 Totfunden gegenüber 2016

Im vergangenen Jahr erreichten 34 Meldungen über tote Meeressäuger unsere kroatischen Projektpartner, ein Zuwachs von 12 Totfunden gegenüber 2016.

Mit Abstand die häufigste Art war erneut der Große Tümmler (Tursiops truncatus) mit 22 toten Tieren.

Auf Rang zwei der Adria-Todesliste 2017 lagen Streifendelfine (Stenella coeruleoalba) mit fünf Tieren – eine in Anbetracht der Seltenheit dieser Art in der Adria überraschende Zahl.

2016 gab es nicht einen einzigen gemeldeten Streifendelfin-Totfund aus der kroatischen Adria!

Funde toter Meeressäuger 2017 (rot: Tursiops truncatus; blau: unbekannt; gelb: Stenella ceruleoalba; grün: Ziphius cavirostris)

Außerdem wurde ein toter Cuvier-Schnabelwal (Ziphius cavirostris) gemeldet. Sechs Delfinleichen waren bereits so stark zersetzt, dass es nicht mehr möglich war, die Art zu bestimmen. Die meisten Meldungen gab es im September.

Tod in Fischernetzen

Von den geborgenen und untersuchten 16 Delfinleichen ließ sich bei sieben Tieren die Todesursache noch klären: Sechs Delfine ertranken in Fischernetzen, einer starb an den Folgen eines starken Parasitenbefalls.

Zum Vergleich: Von den 2016 untersuchten toten Delfinen konnte noch bei acht Tieren die Todesursache nachträglich festgestellt werden. Von diesen waren vier als Beifang in Fischernetzen verendet.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Adria 2017.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Adria.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Adria - Untersuchung im Labor.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Adria.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Bergung eines toten Adria-Delfins

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Adria.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Adria.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Ein toter Adria Delfin treibt auf dem Wasser.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Streifendelfin Adria 2017.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Streifendelfin Adria.

Vom Sterben der Adria-Delfine

Totfund Streifendelfin Adria.

Feldarbeit

Von Mai bis Ende September unternahm das Team um Dr. Martina Đuras gemeinsam mit zwei Studenten als Volontären 17 Monitoring-Fahrten im Raum von Brijuni, Zadar und Šibenik. Dabei wurden zahlreiche Delfine gesichtet und – wann immer möglich – auch fotoidentifiziert (über 40 individuell wiedererkennbare Tiere).

Die Feldstation auf der Insel Molat war vom 28. Juni bis 10. Oktober offen. „Die Arbeit des Zentrums wurde durch den Einsatz der Volontäre ermöglicht. Im Sommer 2017 arbeiteten 9 Volontäre. Sie waren für den Info-Punkt im Zentrum zuständig und gaben Informationen über die Adria-Delfine und unsere Forschung“, berichtet Martina Đuras.

Neues Delfinschutzzentrum an der Universität Zagreb

Wegen der Fülle an vorhandenem Material in der Tiermedizinischen Fakultät der Universität soll dort ein neues Zentrum für Meeressäugerforschung und Öffentlichkeitsarbeit aufgebaut werden. Hierfür hat die Universität bereits Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Station auf der Insel Molat wird als Feldforschungsstation für die Arbeit vor Ort ausgebaut und wie in den Vorjahren in den Sommermonaten geöffnet sein.

fotoidentifizierte Delfine 2017

Adria Tümmler A1 L

fotoidentifizierte Delfine 2017

Adria Tümmler B5 D

fotoidentifizierte Delfine 2017

Adria Tümmler 2 D

fotoidentifizierte Delfine 2017

Adria Tuemmler 2 L.

fotoidentifizierte Delfine 2017

Adria Tümmler 1 D.

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STRELICA

Strelica (Pfeil) wurde gemeinsam mit den Patendelfinen Dobro Jutro und Poveliki beim Wellenreiten beobachtet.

VESELJAK

Veseljak (Spaßvogel) verdankt seinen Namen seiner schier unbändigen Lust an akrobatischen Sprüngen. Oft hielt er mit seiner Energie den Rest der Delfingruppe "auf Trab".

LUNA

Luna wurde im Juli 2015 vom "Adriatic Dolphin Observer" Werner Kellerer in der südlichen kroatischen Adria vor Slano identifiziert.

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