Geisternetzbergungsaktionen

“FÜR MEER LEBEN” rund um Rügen

Geisternetze bedrohen die marine Artenvielfalt

Geisternetzbergung vor Rügen 2020:
Was wir bisher rausgeholt haben

Netzgewicht in kg

Autoreifen

Geisternetze in der Ostsee

Die Ostsee ist ein großes und bis zu 459 Meter tiefes Binnenmeer in Europa und gilt als das größte Brackwassermeer der Erde. Je nach Meeresgebiet sind in der deutschen Ostsee zwischen 400 bis 600 Arten nachgewiesen. Aufgrund der kleinräumig sehr vielfältigen geophysikalischen Bedingungen sind hier häufig kleinere „hotspots“ mit einer sehr hohen Artenvielfalt, sowie einer einzigartigen Zusammensetzung von Arten zu finden. Die Ostsee ist unter anderem Heimat unserer einzigen heimischen Walart, des Schweinswals. Der Bestand der Ostsee-Schweinswale ist permanent rückläufig. Bedroht sind die kleinen Wale z.B. durch die Stellnetzfischerei und den Unterwasserlärm. In der Ostsee gibt es, wie leider überall in den Meeren, auch ein massives Problem mit Geisternetzen

Gefahr für die marine Artenvielfalt

Wie viele Geisternetze, also verloren gegangene Fischernetze in der Ostsee sind, ist ungewiss. Allein in den Jahren 2016 und 2017 sind in der Deutschen Ostsee nach Angaben von Gabriela Dederer (WWF) rund 5,2 Tonnen verlorene Netze durch Taucher oder mit speziellen Netzharken geborgen worden. Im Vergleich zur polnischen Ostseeküste erscheint dies zwar wenig, aber die Geisternetze sind eine große Gefahr für die marine Artenvielfalt. In der polnischen Ostsee waren allein mithilfe der Netzharke im Jahr 2015 rund 270 Tonnen Netze geborgen worden. Jährlich werden schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Netze neu in die Ostsee eingebracht.

Regelmäßige Geisternetzbergungsaktionen rund um Rügen

An vielen Wracks rund um Rügen haben sich Geisternetze verfangen. Die GRD hat im Juni 2019, in Kooperation mit der Ghost DIVING Stiftung, ein über 30 Meter langes Schleppnetz, das über 600 kg schwer war, vom Meeresgrund geborgen. Wolfgang Frank, Inhaber der Taubasis Prora, der die Mission “German Baltic” mit seiner Expertise und seinem Tauchboot unterstützte, bestätigte unsere Annahme, dass sich noch viele weitere Tonnen Geisternetze an den Schiffswracks rund um Rügen befinden. Deshalb haben wir beschlossen, nun regelmäßige Geisternetzbergungsaktionen rund um Rügen durchzuführen. Es ist Zeit zu handeln!

Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns, Schweinswale, Delfine, Seehunde, Fische und Seevögel in der Ostsee vor tödlichen Geisternetzen zu schützen!

Fundstellen der seit Dezember 2019 erfolgreich durchgeführten Bergungen "FÜR MEER LEBEN"

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Geisternetze bedrohen Hunderte Meerestierarten

Jährlich sterben Tausende Meeresbewohner an den Folgen der Wasserverunreinigung durch Plastikmüll. Fischfanggeräte, wie Angelleinen oder Geisternetze, machen sage und schreibe rund 10 Prozent des Plastikmülls in unseren Ozeanen aus. Die Ostsee ist Heimat Hunderter Meereslebewesen, die durch die herrenlosen Fischernetze bedroht sind. Betroffen sind u.a. Schweinswale, Kormorane, aber auch sich in die Ostsee verirrende Wale und Delfine. Die Ostsee-Schweinswale oder Deutschland-Wale gehören zu den in Europa am stärksten gefährdeten Kleinwal-Populationen. Das Bild rechts zeigt einen Basstölpel. 

Ein Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes zeigt: 98 Prozent der Nester in der Brutvogelkolonie von Basstölpeln auf Helgoland enthalten Kunststoffe und dabei insbesondere Netzreste, auch Teile vom Scheuerschutz von Grundschleppnetzen und Verpackungsmaterialien. Dadurch starben während der Brutsaisons 2014 und 2015 zwei bis fünfmal so viele Jungvögel wie in den Jahren zuvor. Diese Studie verdeutlicht, dass Geisternetze auch an Land eine große Gefahr für die Biodiversität sind.

Projekt News

Online-Kunstauktion endet mit großem Erfolg

Am Sonntag den 4. Oktober endete die Online-Kunstauktion „Kunst statt Kunststoff“ gegen Geisternetze in der...

Rügen: Geisternetz und 13 Autoreifen aus der Ostsee geborgen

Vor wenigen Tagen holten Taucher der Tauchbasis Prora und der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V....

Geisternetze: Der Kampf geht weiter!

In der Woche vom 31. August bis 5. September werden Taucher vor der Küste von Rügen wieder Geisternetze aus...

Erfolgreiche Bergung großer Geisternetze vor Rügen

Das ist die stolze Bilanz von zwei Tauchtagen einer gemeinsamen Aktion der Gesellschaft zur Rettung der...

„Gut Luft und Geisternetze raus“: Münchner Meeresschützer holen Todesfallen aus der Ostsee

Ab dem 30. Juli heißt es auf Rügen: „Gut Luft und Geisternetze raus“. Gemeinsam mit einem großen Tauchteam...

Gemeinsam da durch – Wir stehen in schwierigen Zeiten zu unseren Partnern!

Seitdem die Landesregierung vom 17. März an konsequent touristische Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern...

Deutsche Postcode Lotterie fördert Geisternetzbergungsaktionen „FÜR MEER LEBEN“

Großzügige finanzielle Unterstützung für Münchner Delfinschützer. Seit Februar 2020 fördert die Deutsche...

Gemeinsam aktiv im Kampf gegen Geisternetze in der Deutschen Ostsee

Seit Dezember 2019 setzt sich Ostsee24.de für die Bergung von Geisternetzen aus der Ostsee ein. Partner der...

Mit einer regelmäßigen Geisternetz - Patenschaft Artenvielfalt in der Ostsee retten!

In Kooperation mit: TAUCHBASIS Prora & Ostsee24.de

Seit Februar 2020 ein Förderprojekt der Deutschen Postcode Lotterie

Berichte | weitere Informationen

Spendenkonto

Gesellschaft zur Rettung der Delphine
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:
DE57 7002 0500 0009 8348 00
BIC:
BFSWDE33MUE

Ihre Hilfe kommt an

Die GRD ist als gemeinnützig und
besonders förderungswürdig anerkannt.