Modell eines Schutzgebietes vor La Gomera

by | 10. August 2012 | News - La Gomera

15 Jahre intensiver Wal- und Delfinforschung stecken in dem 37-seitigen Werk

Im Juni 2012 erschien der neue Bericht unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V., der das Modell eines Meeresschutzgebietes entwirft, das auf nachhaltiges Whale Watching vor der kanarischen Insel La Gomera ausgerichtet ist. 15 Jahre intensiver Wal- und Delfinforschung stecken in dem 37-seitigen Werk, das auch beim Wissenschaftsausschuss der 64. IWC-Konferenz in Panama vorgestellt wurde. Zeitgleich wurde die spanische Version des Reports den zuständigen Behörden der spanischen Regierung in Madrid, der Umweltabteilung der Regierung der Kanarischen Inseln und der Inselregierung sowie dem Nationalparkamt auf La Gomera vorgelegt.

Mit gutem Beispiel voran: Das Best-Practice-Projekt MEER La Gomera

Auf Grundlage des Wissens über Biologie und Ökologie der Wale und Delfine vor La Gomera beschreibt der Report, warum erfolgreicher Meeresschutz ein umfassendes Konzept benötigt, und wie dieses aussehen kann.

Er fokussiert insbesondere die individuellen Voraussetzungen La Gomeras für die Einrichtung eines marinen Schutzgebietes („Marine Protected Area“, MPA) für Meeressäuger bei gleichzeitiger (Weiter-) Entwicklung eines nachhaltigen Whale-Watching-Tourismus. Dabei werden die verschiedenen Nutzergruppen (z.B. Fischerei, Tourismus, lokale Bevölkerung etc.) genau beleuchtet und die notwendigen Regulierungen dargelegt, die für eine nachhaltige ökologische sowie ökonomische Entwicklung notwendig sind.

Die spezifischen Handlungsempfehlungen, die den Rahmen für ein umfassendes Managementkonzeptes für das Schutzgebiet stecken, sind das Kernstück des Berichts. Sie basieren auf dem großen Datenschatz des M.E.E.R. e.V., der über viele Jahre in Zusammenarbeit mit seinen Partnern – allen voran dem Whale-Watching-Anbieter OCEANO La Gomera – im Rahmen des Best-Practice-Projektes MEER La Gomera erarbeitet wurde.

Wichtige zeitgemäße Aspekte wie der ökosystemare Ansatz, die Betonung des vorbeugenden Prinzips („precautionary principle“) und der Einbezug aller Akteure sind in der Begründung des vorgeschlagenen Schutzstatus genauso integriert wie Vorschläge zu Forschung, Monitoring, Durchsetzung und Finanzierung des Schutzgebietes. Insgesamt zielt der Maßnahmenkatalog auf den Schutz des gesamten marinen Ökosystems vor La Gomera und damit auch aller Delfin- und Walarten ab.

Die Handlungsempfehlungen sind indes nicht nur für La Gomera bzw. die Kanaren, sondern auch für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Cetaceen in Europa und weltweit relevant – überall dort, wo Whale Watching betrieben und erhöhter Schutz der Wale und Delfine notwendig wird. Der Bericht kann somit zu einem wichtigen Instrument zur Einrichtung mariner Schutzgebietes auf internationaler Ebene werden.

Helfen Sie den Delfinen vor La Gomera jetzt mit Ihrer Patenschaft

FAMILIENTYPEN

Indische Grindwale sind Delfine und leben in Familienverbänden. Ihre Körperlänge variiert von 3,5 bis 6,5 m.

SPAßMACHER

Zügeldelfine sind mit ihren etwa 2 Metern Länge relativ klein. Jungtiere sind ungefleckt, erst mit dem Alter nimmt die Fleckung immer mehr zu.

Die SCHÖNEN

Gewöhnliche Delfine gehören mit ihrer unverkennbaren sanduhrförmigen Musterung an den Seiten sicherlich zu den schönsten Delfinen.

l

Weitere Artikel

Spendenkonto

Gesellschaft zur Rettung der Delphine
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:
DE57 7002 0500 0009 8348 00
BIC:
BFSWDE33MUE

Ihre Spenden, Patenschafts- und Förderbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Ihre Hilfe kommt an

Die GRD ist als gemeinnützig und
besonders förderungswürdig anerkannt.